Header Image - UEFA Regions' Cup
UEFA Regions' Cup

Eindrücke, die bleiben



Goldener Schuh für Arif Ekin

klicken zum Vergrößern
Sicherte sich mit drei Treffern den goldenen Schuh für den besten Torschützen: Arif Ekin vom TSV 1860 München. Foto: Getty/Jan Hetfleisch

Von Null auf Hundert in Rekordzeit: Bei der Endrunde um den UEFA Regions' Cup in Bayern waren gerade einmal 39 Sekunden gespielt, als Arif Ekin vom TSV 1860 München mit seinem Blitztor gegen Frankreich den ersten Eintrag in die Geschichtsbücher des deutschen Amateurfußballs unter Dach und Fach gebracht hatte. Nie in der elfjährigen Geschichte der Europameisterschaft der Amateure hat bisher jemand schneller getroffen. Der Raketenstart sollte nur den Auftakt einer märchenhaften Reise bilden. Der 23-Jährige, der in der ebenfalls in Bayern ausgespielten Zwischenrunde noch nicht zum Kader der BFV-Auswahl gehört hatte, fand erst über den Sichtungsmarathon des BFV-Trainergespanns um Chefcoach Engin Yanova den Sprung in die Mannschaft - und zahlte das Vertrauen mehr als zurück. 

Ekin war neben Henri Koudossou (SV Pullach) einer der Schlüsselspieler im deutschen Team - und hatte mit seinem zweiten Treffer im Spiel gegen die Slowakei entscheidenden Anteil daran, dass die BFV-Elf im "Finale ums Finale" gegen die Türkei in der komfortablen Ausgangsposition war, das Endspiel als Gruppenerster aus eigener Kraft erreichen zu können - und mit dem Treffer in der Nachspielzeit durch Koudossou zum zweiten Mal Geschichte schreiben konnte. Nie zuvor hatte eine deutsche Mannschaft das Endspiel des bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerbs der Europäischen Fußball-Union UEFA erreicht.

Auch wenn der BFV-Auswahl in einem verrückten Finale gegen Polen mit insgesamt fünf Treffern nach Elfmetern am Ende nur der zweite Platz blieb, gab es zumindest doch noch ein kleines Happy End. Denn das Turnier endete so wie es zehn Tage zuvor begonnen hatte: Mit einem Treffer von Arif Ekin, der sich mit seinem verwandelten Foulelfmeter in der 90. Minute die Torjäger-Trophäe sicherte und sich seinen persönlichen Platz in den Geschichtsbüchern des deutschen Amateurfußballs sicherte.

Große Geschichte ohne Happy End

klicken zum Vergrößern
Können trotz des verlorenen Finales stolz auf ihre Leistung: Verbandstrainer Engin Yanova mit Masaaki Takahara. Foto: Getty

Die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat das Finale um den UEFA Regions' Cup in Burghausen gegen Polen mit 2:3 (1:1) verloren und damit den "Heimsieg" verpasst. Es war mit fünf Elfmetern in der regulären Spielzeit ein ebenso kurioses wie historisches Finale dieser Europameisterschaft der Amateure im Freistaat. Von der bleiben viele Erinnerungen an schöne Momente und einen bitteren Schlusspunkt. Dazu ein Stück nationaler Fußball-Geschichte: Noch nie zuvor war ein deutsches Team ins Endspiel beim bedeutendsten Amateurfußball-Turnier der UEFA eingezogen. Es wird dauern, ehe die Enttäuschung dem Stolz weicht. 

Bei den Jungs in den blauen Trikots mit der Deutschland-Flagge auf der Brust herrschte pure Leere. Die starren Blicke strandeten irgendwo im Nichts. Der erste Moment auf dem Friedhof der Sehnsüchte in Burghausen war ein bitterer. Eine Erfahrung, die sich einbrennt. Auch deshalb, weil der Kontrast nicht hätte größer sein können: Nur ein paar Meter von der greifbaren Tristesse entfernt reckte der polnische Kapitän Grzegorz Borwy im goldenen Glitzer-Regen die Trophäe in den stahlblauen Himmel von Burghausen. Ausgelassener Jubel auf der einen, Niedergeschlagenheit auf der anderen Seite. "Das gehört zum Fußball", sagte Arif Ekin und schob mit dem unüberhörbaren Ton der Enttäuschung hinterher: "Das ist Sport!"

Der Kicker des TSV 1860 München nimmt neben der Silbermedaille für den Turnier-Zweiten auch den goldenen Schuh des besten Torschützen mit nach Hause. Im Finale gegen Polen verwandelte er in der Schlussminute noch einen Elfmeter zum 2:3-Anschlusstreffer - es war sein drittes Turniertor. "Anstatt des goldenen Schuhs hätte ich lieber den Pokal mit nach Hause genommen", gab der 23-Jährige im Sog der Gefühle zu. Und trotzdem wird die Trophäe künftig "einen besonderen Platz über meinem Bett bekommen. Denn dann kann ich immer sehen, was hier beim Regions' Cup Wirklichkeit geworden ist."

Es wird bei allen ein paar Tage dauern, ehe im Bewusstsein die Tatsache reift, wirklich Großes geleistet zu haben: "Es ist eine große Geschichte - leider ohne Happy End. Aber trotzdem eine ganz schöne Geschichte", sagte der Löwen-Spieler, der zuvor schon gegen Frankreich (1:0) und die Slowakei (1:1) getroffen hatte, beim 1:0-Last-Minute-Sieg gegen die Türkei traf Henri Koudossou (SV Pullach) ins Schwarze: "Die Bedingungen waren der absolute Wahnsinn. Ich habe vom ersten Tag an alles aufgesaugt."

Die bayerische Geschichte auf europäischer Bühne war eine sehr spezielle, hatte schon beinahe märchenhafte Züge. Denn während beispielsweise das Team aus Frankreich seit zwei Jahren regelmäßig beisammen war, um sich ganz gezielt auf diese Europameisterschaft der Amateure mit Akribie vorzubereiten, blieben BFV-Coach Engin Yanova und seinem Trainerteam genau vier Trainingseinheiten und ein Testspiel, um den Kader zu formen und in die Finalrunde des bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerbs der Europäischen Fußball-Union UEFA zu starten. "Umso mehr müssen wir diesen zweiten Platz schätzen. Das war großartig. Wir haben mit diesem großen Erfolg dazu beigetragen, dass der Wettbewerb, der in vielen Ländern längst einen sehr hohen Stellenwert besitzt, auch hierzulande Bekanntheit erlangt", betonte BFV-Präsident Rainer Koch: "Bei der Siegerehrung habe ich den Spielern gesagt, dass ihnen diese Medaille mit etwas Abstand ganz viel bedeuten wird." Der deutsche Delegationsleiter und BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher wusste, "dass in der Vorrunde auch immer wieder etwas Glück dabei war, das hat uns heute letztlich gefehlt. Trotzdem dürfen wir alle sehr, sehr stolz sein."

Das ist auch Engin Yanova, der schon im zehnterschweren Moment der Niederlage wusste, dass "wir ein tolles Bild gezeichnet haben. Eines mit Erinnerungswert, denn nie zuvor hat ein deutsches Team das Regions'-Cup-Endspiel erreicht. Letztlich haben wir es im Finale vergessen, unsere Unterschrift unter dieses Bild zu setzen. Wir alle können sehr stolz auf uns sein. Mir hat es großen Spaß gemacht, mit diesem Team zu arbeiten. Es wird nicht lange dauern, dann wird das Negative vergessen sein, wir werden alle positiv zurückschauen und die eine oder andere verrückte Geschichte erzählen. Es gab ja ganz viele."

Etwa die vom Finale, das ebenfalls einen Platz in den Geschichtsbüchern gefunden hat: Die fünf vom rumänischen Referee Sebastian Coltescu verhängten Elfmeter in der regulären Spielzeit hat es bis dato in noch keinem Finale eines UEFA-Turniers gegeben. Deutschland war durch Ugur Türk (TSV 1860 München/35.) vom Punkt aus in Führung gegangen, kurz vor der Pause parierte Dominic Dachs (VfR Garching) den Elfer von Mateusz Jaros (41.), gegen den Nachschuss aber war der Keeper machtlos. Nach der Pause erhöhten Kornel Traczyk (47.) und Jakub Bohdanowiczc (80.) auf 3:1 für Polen. Ekins Anschlusstreffer kam zu spät. "Ich war mir sicher, dass wir das Ding nach dem 1:0 nach Hause bringen", sagte Alexander Weiser vom TSV 1865 Dachau: "Es war mehr drin als der letztlich unglückliche zweite Platz. Wir sind jetzt erstmal niedergeschlagen, die Enttäuschung aber wird vorbeigehen und Stolz wird kommen. Wir haben viele Kontakte geknüpft, sind Freunde geworden. Was wir hier erlebt haben, bleibt unvergessen."

Bestnoten für den BFV

klicken zum Vergrößern
Für Spieler wie Zuschauer war die Endrunde des UEFA Regions' Cup ein unvergessliches Erlebnis. Foto: Getty

Am Ende gab's trotz der sportlich unglücklichen 2:3 (1:1)-Finalniederlage der Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) gegen Polen allen Grund zum Strahlen: Die Europäische Fußball-Union UEFA hat dem BFV als Ausrichter der Finalrunde um den UEFA Regions' Cup ein fantastisches Zeugnis ausgestellt und die Spiele im Freistaat als "brillant" bezeichnet. Der BFV hat "echte Maßstäbe gesetzt und das Turnier in eine neue Dimension geführt. Das war von A bis Z perfekt und für jeden Teilnehmer ein Erlebnis", sagte der UEFA-Delegierte Adrian Ixari aus Moldawien. Auch UEFA-Projektleiter Peter Nordenström unterstrich "die perfekte und detaillierte Vorbereitung. Selbst an Kleinigkeiten wurde gedacht. Der BFV war ein herausragender Gastgeber, der mit voller Energie bei der Sache war und bewiesen hat, selbst ein etabliertes Turnier wie dieses nochmals auf ein neues Level zu heben." 

Zusammen mit den Ausrichtervereinen TSV Neustadt/Donau, ATSV Kelheim, der SpVgg Landshut, der SpVgg Hankofen sowie Wacker Burghausen hat der BFV in elf Tagen im Auftrag der UEFA 13 Partien im Freistaat über die Bühne gebracht. In der Spitze waren bis zu 338 Zimmer am Team-Quartier in Bad Gögging belegt, Transporte wurden minutiös organisiert und Abläufe rund um Turniergeschehen koordiniert. Insgesamt hatte Turnierdirektor Felix Jäckle fast 50 Teammitglieder des lokalen Organisationskomitees zu koordinieren. "Ein Turnier auf diesem hohen Niveau zur Zufriedenheit aller zu planen und umzusetzen, ist enorm. Der BFV hat dies im Zusammenspiel mit Haupt-und Ehrenamt sowie den Ausrichtervereinen auf eine ganz besondere Art und Weise bewerkstelligt. Wir alle dürfen nicht nur auf Platz zwei im sportlichen Bereich stolz sein, sondern können das auch für die gesamte Organisation behaupten. Diese Leistungsfähigkeit ist enorm und spricht für die große Qualität unseres Verbandes", so das Fazit des deutschen Delegationsleiters und BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher. "Alle Rückmeldungen der UEFA waren überaus positiv, das war eine ganz tolle Sache für den Amateurfußball bei uns in Bayern", ergänzte BFV-Präsident Rainer Koch. 

Der Taum vom Titel ist geplatzt

klicken zum Vergrößern
Die Enttäuschung stand ihm ins Gesicht geschrieben Eduard Root vom SSV Jahn Regensburg. Foto: Getty/Jan Hetfleisch

Der Traum vom Titel ist geplatzt, die Jagd nach der europäischen Amateurfußball-Krone auf der allerletzten Etappe einer ebenso langen wie beinahe märchenhaften Reise nicht von Erfolg gekrönt geblieben: Die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat das Endspiel um den UEFA Regions' Cup verloren. Das Team von Trainer Engin Yanova unterlag in einem verrückten Finale der Europameisterschaft der Amateure Polen mit 2:3 (1:1). Kurios: Vor 1224 Zuschauern in Burghausen fielen vier der fünf Treffer per Foulelfmeter, einer nach zunächst gehaltenem Strafstoß per Nachschuss. Ugur Türk (TSV 1860 München) brachte Deutschland nach 35 Minuten in Führung, die Niederschlesier drehten die Partie durch die Tore von Mateusz Jaros (41.), Kornel Traczyk (47.) und Jacub Bohdanowicz (80.). In der Schlussphase verkürzte Arif Ekin für die BFV-Elf (90.), der sich mit seinem dritten Turniertor die Torjäger-Krone sicherte. Bei der nunmehr elften Auflage des bedeutendsten Amateurfußball-Turniers der Europäischen Fußball-Union UEFA bleibt dem BFV dennoch ein Eintrag in die Geschichtsbücher. Als erstes deutsches Team überhaupt schafften es die Kicker aus dem Freistaat ins Endspiel. Dort wiederholten die Polen mit dem Sieg ihr Kunststück von 2007: Auch damals besiegten sie in Bulgarien den Turniergastgeber und stemmten die 22 Kilogramm schwere Trophäe in den Himmel. 

"Es waren letztlich Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. In zwei, drei Momenten waren wir nicht abgezockt genug. Trotzdem wird die Enttäuschung in ein paar Tagen weichen. Schließlich haben wir Geschichte geschrieben und wurden auch mit der Silbermedaille belohnt", sagte Verbandstrainer Engin Yanova. "Es war eine unglückliche Niederlage in einem echt kuriosen Spiel. Ich glaube, heute hat das glücklichere Team gewonnen. Wir sind natürlich alle enttäuscht. Wer im Finale steht, will es auch gewinnen", sagte Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau).

"BFV-Auswahl hat Großes geleistet"

"Glückwunsch an das polnische Team, das sich heute sicherlich auch glücklich durchgesetzt hat", sagte BFV-Präsident Rainer Koch: "Niederlagen sind immer bitter, diese ganz besonders, denn das Team von Engin Yanova hat bei dieser Endrunde Großes geleistet und war nahe dran an der großen Sensation, erstmals den Regions Cup nach Deutschland zu holen. Kopf hoch, Jungs!" Der deutsche Delegationsleiter und BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher leistete unmittelbar nach Schlusspfiff in Burghausen Aufbauarbeit und rückte die großartige Leistung der BFV-Auswahl in den Vordergrund: "Wir haben unseren großen Traum vom Finaleinzug wahr werden lassen. Klar überwiegt jetzt die Enttäuschung. Aber mit ein paar Tagen Abstand werden alle realisieren, was hier Großartiges geleistet worden ist. Unser Dank gilt der Mannschaft um Engin Yanova, aber auch dem Team hinter dem Team."

Verbandstrainer Engin Yanova hatte gegenüber dem Türkei-Spiel drei Änderungen in der Startformation vorgenommen. Sebastian Gebhart (TSV 1860 München), Sebastian Marx (ATSV Erlangen) und Franz Fischer (FC Garmisch-Partenkirchen) rückten für Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers), Arif Ekin (TSV 1860 München) und Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim) in die erste Elf.

Fünf Elfmeter in einem verrückten Endspiel

Ruhe bewahren, das eigene Spiel aufziehen, auf die Chance warten, dann zuschlagen: Die deutsche Mannschaft setzte die von Verbandstrainer Engin Yanova ausgegebene Marschroute vom Anpfiff weg perfekt um, ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen, wartete geduldig auf die Lücke und tauchte bereits nach sechs Minuten erstmals gefährlich im polnischen Strafraum auf, als Franz Fischer in der sechsten Minute um ein Haar von einem zu kurz geratenen Rückpass auf Polens Schlussmann Jaroslaw Krawczyk profitiert hätte. In der 35. Minute dann die Führung. Sebastian Fries wurde nach einem Eckball im Strafraum von Marcin Burylo von den Beinen geholt. Ugur Türk setzte den fälligen Strafstoß cool rechts unten in die Ecke. Nur wenige Minuten später die identische Situation - nur auf der anderen Seite. Sebastian Gebhart kam gegen Kornel Traczyk zu spät - erneut Elfmeter. Erst im Nachschuss brachte Mateusz Jaros den Ball im Tor unter, weil Deutschlands Schlussmann Dominic Dachs zunächst parierte, den Ball aber nur nach vorne abprallen lassen konnte und gegen den Nachschuss aus kurzer Distanz am Ende aber machtlos war. Kurz darauf das nächste dicke Ding der Polen: Distanzschuss Grzegorz Borowy - aber Dachs war zur Stelle und faustete den Ball über die Latte. Auf der Gegenseite kam Gebhart zum Abschluss, aber sein Schuss von der Strafraumgrenze blieb in der gegnerischen Abwehr hängen.

Nach dem Seitenwechsel dann der Schock unmittelbar nach Wiederanpfiff: Foulspiel David Bauer an Mateusz Jaros, Elfmeter Nummer drei. Diesmal trat Kornel Traczyk an - und verwandelte sicher. Die deutsche Mannschaft ließ sich durch den Rückschlag aber nicht beeindrucken und wäre in der 49. Minute um ein Haar zum Ausgleich gekommen, als Masaaki Takahara aus der Distanz abzog, aber nur den Pfosten traf. In der 65. Minute kam Franz Fischer im polnischen Strafraum zum Abschluss, aber Keeper Jaroslaw Krawczyk konnte zur Ecke klären. Zwei Minuten später setzte Takahara den Ball aus kurzer Distanz über die Latte. Dann der Rückschlag: Nach einem wiederholten Foulspiel sah Kapitän Michael Kraus - wie schon im Spiel gegen Frankreich - nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte (69.). Glück dann in der 72 Minute, als Traczyk nach einem Zuckerpass alleine auf Dachs zulief und im Zweikampf mit dem deutschen Keeper zu Fall kam - diesmal aber entschied der rumänische Schiedsrichter Sebastian Coltescu: kein Strafstoß. In der 79. Minute dann die Vorentscheidung - abermals per Strafstoß: Foul von Bauer an Kornel Traczyk, Elfmeter Jacub Bohdanowicz. 3:1 für Polen. Und es sollte nicht der letzte Strafstoß bleiben: In der 90. Minute verkürzte der eingewechselte Arif Ekin nach Foul von Pawel Slonecki an David Bauer auf 2:3 - und sicherte sich mit seinem dritten Turniertreffer die Torjäger-Trophäe. Zumindst ein kleines Trostpflaster.

 

Achterbahnfahrt der Gefühle

In der Gruppenphase hatte die Mannschaft von BFV-Chefcoach Engin Yanova mit dem 1:0-Sieg gegen Frankreich einen Start nach Maß hingelegt und dank eines 1:1-Unentschiedens gegen die Slowakei den Finaleinzug am letzten Spieltag in der eigenen Hand. Das "Finale ums Finale" geriet dann zur Zitterpartie: Die Türkei drückte, hatte die besseren Möglichkeiten. Aber die Null stand - und in der zweiten Minute der Nachspielzeit war Youngster Henri Koudossou (SV Pullach) zur Stelle und verwandelte mit dem Siegtreffer das Stadion am Hammerbach in Landshut zum Tollhaus. Für Polen wäre um ein Haar bereits am zweiten Spieltag der Gruppenphase Endstation gewesen. Die Spanier gingen früh durch einen Kopfball von Juan Antonio Del Alamo Cruces in Führung und standen bereits mit einem Bein im Endspiel. Doch in der fünften Minute der Nachspielzeit traf Pawel Slonecki zum Ausgleich und vertagte die Entscheidung. Im abschließenden Vorrundenspiel reichte den Polen am Ende sogar nur ein 2:2-Unentschieden gegen Tschechien, weil die Spanier im Parallelspiel Russland mit 1:2 unterlagen.

Statistik

Deutschland
Dominic Dachs (SV Seligenporten - TW) - Sebastian Gebhart (TSV 1860 München, 76. Eduard Root/SSV Jahn Regensburg), Sebastian Marx (ATSV Erlangen, 58. Lukas Imgrund/FC Würzburger Kickers), David Bauer (TSV Rain/Lech), Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau), Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München), Michael Kraus (TSV Aubstadt - C), Ugur Türk (TSV 1860 München), Franz Fischer (FC Garmisch-Partenkirchen, 87. Arif Ekin/TSV 1860 München), Henri Koudossou (SV Pullach), Sebastian Fries (Würzburger FV).

Polen
Jaroslaw Krawczyk (TW), Grzegorz Borowy (C, 54. Adam Bonkowski), Adrian Niewwiadomski, Dawid Pozarycki, Pawel Slonecki, Kornel Traczyk (87. Pawl Niemienionek), Mateusz Kluzek, Jakub Bohdanowicz, Marcin Burylo, Mateusz Jaros, Patryk Calinski, Maciej Tomaszewski.

Tore: 1:0 Türk (35., Elfmeter), 1:1 Jaros (41., Nachschuss nach Elfmeter), 1:2 Traczyk (47., Elfmeter) 1:3 Bohdanowicz (80., Elfmeter), 2:3 Ekin (90., Elfmeter). Gelb-Rot: Michael Kraus (69. - wiederholtes Foulspiel). Besonderes Vorkommnis: Dachs hält Elfmeter von Jaros (41.). Schiedsrichter: Sebastian Coltescu (Rumänien). Zuschauer: 1224 (in Burghausen).

Eine Hand am Pokal

klicken zum Vergrößern

Wie sich der UEFA-Regions'-Cup-Pokal anfühlt, wissen sie schon mal, jetzt müssen sie sich Silber-Trophäe verdienen: Nach der Abschlusspressekonferenz vor dem Endspiel er Europameisterschaft der Amateure zwischen Deutschland und Polen am Mittwoch in der Wacker-Arena in Burghausen (18.30 Uhr, Livestream auf www.facebook.com/bfvonline), durften die beiden Spielführer Michael Kraus (TSV Aubstadt) und Grzegorz Borowy sowie die beiden Chef-Coaches Engin Yanova und Grzegorz Kowalski für das Fotoshooting der UEFA schon mal Hand an die 22 Kilogramm schwere Trophäe legen.

"Wir müssen das Ding einfach holen", sagte Kraus, der den Pokal am liebsten gar nicht erst wieder hergegeben hätte. "Es ist ein wunderbares Gefühl, dass wir das Finale erreicht haben. Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft. Jetzt haben wir die einmalige Chance, Geschichte zu schreiben und als erste deutsche Mannschaft den UEFA Regions' Cup zu gewinnen. Wir werden alles geben, dass unser Traum wahr wird." (Video)

Ruhe bewahren, auf die Chance warten, dann zuschlagen - das vermutet Verbandstrainer Engin Yanova, wird am Mittwoch das Erfolgsgeheimnis sein: "Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die unbedingt gewinnen wollen und alles dafür geben werden. Beide Teams haben in der Vorrunde gezeigt, dass sie gut verteidigen können und in der Defensive sehr kompakt stehen. Deshalb wird es auch nicht einfach, vorne viele Torchancen herauszuspielen. Ich denke, dass letztlich Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden und am Ende die Mannschaft gewinnen wird, die den größeren Willen an den Tag legt und das Ding unbedingt mit nach Haus nehmen möchte. Beide Teams bringen eine gute Physis mit und werden bis zum Schluss kämpfen. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe."

Auch die Polen sind bis in die Haarspitzen motiviert und durchaus selbstbewusst: "2007 haben wir den Regions' Cup bereits einmal gewonnen und damals im Endspiel Gastgeber Bulgarien nach Verlängerung mit 2:1 geschlagen. Wir wissen also, Nichts ist unmöglich", erklärte Polens Chef-Coach Grzegorz Kowalski, der einen großen Kampf erwartet, "weil beide Teams unbedingt aufs Siegerpodest wollen". Von einer "großen Ehre" sprach Polens Spielführer Grzegorz Borowy: "Wir sind sehr stolz, dass wir im Finale stehen und dort unser Land und unsere Region vertreten dürfen. Wir werden alles für den Sieg geben und wollen die Trophäe unbedingt mit nach Polen nehmen."

Der Weg ins Finale war für beide Teams eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle und nichts für schwache Nerven: Für Polen wäre um ein Haar bereits am zweiten Spieltag der Gruppenphase Endstation gewesen. Die Spanier gingen früh durch einen Kopfball von Juan Antonio Del Alamo Cruces in Führung und stand bereits mit einem Bein im Endspiel. Doch in der fünften Minute der Nachspielzeit traf Pawel Slonecki zum Ausgleich und vertagte die Entscheidung. Im abschließenden Vorrundenspiel reichte den Polen am Ende sogar nur ein 2:2-Unentschieden gegen Tschechien, weil die Spanier im Parallelspiel Russland mit 1:2 unterlagen.

Ähnliches Bild in der deutschen Gruppe A: Die Mannschaft von BFV-Chefcoach Engin Yanova legte mit dem 1:0-Sieg gegen Frankreich ein Start nach Maß hin und hatte am letzten Spieltag dank eines 1:1-Unentschiedens gegen die Slowakei den Finaleinzug in der eigenen Hand. Voraussetzung: ein Sieg gegen die Türkei. Das "Finale ums Finale" geriet dann zur Zitterpartie: Die Türkei drückte, hatte die besseren Möglichkeiten. Aber die Null stand - und in der zweiten Minute der Nachspielzeit war Youngster Henri Koudossou (SV Pullach) zur Stelle und verwandelte das Stadion am Hammerbach in Landshut zum Tollhaus.

Gruppen-Ticket-Aktion

Wer die BFV-Auswahl im Finale des bedeutendsten Wettbewerbs der Europäischen Fußball-Union UEFA live in der Wacker-Arena unterstützen möchte, sollte jetzt bei der Gruppenticket-Aktion des Bayerische Fußball-Verbandes (BFV) zuschlagen: Bei Abnahme von mindestens fünf Tickets, beträgt der Preis pro Karte nur 2 Euro. Einfach den Bestellschein ausfüllen und bis 26. Juni an regions-cup@bfv.de zurückschicken. Die Karten werden an der Kasse hinterlegt. Reguläre Tickets gibt es am Finaltag an der Tageskasse. Regulär beträgt der Eintritt 7 Euro (ermäßigt 4 Euro, Kinder bis einschließlich 6 Jahre haben freien Eintritt). Die Tageskassen öffnen 90 Minuten vor Anpfiff. Alle Infos gibt es hier: www.bfv.de/tickets. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) überträgt das Endspiel auf seiner Facebook-Seite (www.facebook.com/bfvonline) in voller Länge im Livestream.

 

The Road to Burghausen



Regions Cup: Turnier der späten Tore

klicken zum Vergrößern

Spanien kostete es den vorzeitigen Finaleinzug, Deutschland bescherte eines den Last-Minute-Trip ins Finale: Die Endrunde um den UEFA Regions' Cup in Bayern ist das Turnier der späten Tore. Fast ein Viertel aller Treffer in der Vorrunde fielen in der Nachspielzeit.

Besonders bitter war das Gegentor, das sich Spanien am zweiten Vorrundenspieltag der Gruppe B gegen Polen in der fünften Minute der Extra-Zeit einhandelte. Ein 1:0-Erfolg hätte den Süd-Europäern zum vorzeitigen Einzug ins Endspiel genügt, so aber traf Slonecki noch zum 1:1-Endstand. So löste Polen letztlich am letzten Spieltag das Final-Ticket, Spanien blieb nur Rang zwei in der Gruppe B. Während der deutschen Mannschaft beim 1:0-Auftaktsieg gegen Frankreich der bis dahin schnellste Turniertreffer gelang - Ekin Arif traf nach nur 39 Sekunden -, war es im finalen Gruppenspiel ein Tor in der Nachspielzeit, das das Tor zum Finale öffnete: Henri Koudossou erlöset die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in der zweiten Minute der Nachspielzeit. 

In der aktuellen Torjägerliste rangieren mit Ekin Arif (Deutschland), Yunus Topal (Türkei) und Abdeljalil Sahloune (Frankreich) gleich drei Spieler mit drei Treffern an der Spitze. Während Topal und Sahloune durch das Aus keine Chance mehr haben, zu treffen, hat Ekin Arif mit der BFV-Auswahl am Mittwoch (18.30 Uhr, Wacker-Arena Burghausen, Livestream auf www.facebook.com/bfvonline) zumindets noch die Möglichkeit. Ebenso wie vier Polen, die bis dato je einmal ins Schwarze trafen.

Während sich Arif Ekin die Spitzenposition in der Scorerliste teilt, liegt die deutsche Mannschaft in der Fair-Play-Wertung nach den drei Vorrundenspieltagen alleine vorne. In die Rechnung fließen verschiedenste Komponenten ein: Zahl der Foulspiele, gelbe Karten und Platzverweise sowie technische Vergehen auf der Bank werden dabei berücksichtigt. Schlusslicht ist Russland, Polen rangiert auf Platz fünf. 

Alle Tore des 3. Spieltags



Voller Fokus aufs Finale

klicken zum Vergrößern
Brachte Deutschland mit seinen zwei Turniertreffern ins Endspiel: Arif Ekin vom TSV 1860 München. Foto: Getty/Alexandra Beier

Die einen packen die Koffer, für die anderen steht die letzte Etappe auf dem Weg zum Titel an: Am Tag nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg vor der Rekordkulisse von 2463 Zuschauern in Landshut gegen die Türkei und dem damit verbundenen Einzug ins Finale um den UEFA Regions' Cup gegen Polen (Mittwoch, 18.30 Uhr, Wacker-Arena Burghausen, Livestream auf www.facebook.com/bfvonline) ging es im Lager der Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) entspannt zu: kein Umzugs- oder Reisestress. Die in der Vorrunde ausgeschiedenen Teams aus Frankreich, Tschechien, der Slowakei, Russland und der Türkei traten die Heimreise an, die Spanier fliegen am Dienstag in die Heimat. Und auch der deutsche Finalgegner aus Polen musste seine sieben Sachen packen und am Teamort im niederbayerischen Bad Gögging das Hotel wechseln. Beide Finalisten wohnen nun in einem Quartier.

Neuer Zuschauerrekord

Und beide Teams haben nur noch ein Ziel: den Titel bei der Europameisterschaft der Amateure! Der wird am Mittwochabend in Burghausen vergeben, zwei Tage Vorbereitung bleiben den Endspielteilnehmern noch, um sich bestmöglich einzustellen. "Wir haben den Last-Minute-Sieg gegen die Türkei alle noch genossen, jetzt aber gilt der Fokus einzig und alleine dem Match gegen Polen. Auf uns wartet das nächste harte Stück Arbeit", betont BFV-Trainer Engin Yanova, der mit seinem Team gleich zwei Rekorde aufgestellt hat: Zum einen war in der Historie des jetzt seit 20 Jahren ausgespielten Regions' Cup, dem bedeutendsten Amateurfußballwettbewerb der Europäischen Fußball-Union UEFA, noch nie eine deutsche Mannschaft im Endspiel. Zum anderen bedeuteten die 2463 Zuschauer am Sonntag im "Gruppenfinale" eine weitere Bestmarke. Noch nie zuvor verfolgten so viele Besucher ein Regions'-Cup-Vorrundenspiel mit. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2001. Damals sahen 1630 Zuschauer in Tschechien das Match zwischen Moldawien und Irland. "Das ist das i-Tüpfelchen auf den Finaleinzug", sagte der deutsche Delegationsleiter und BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: "Wir hoffen, dass jetzt auch viele Zuschauer nach Burghausen kommen und unsere Mannschaft unterstützen. Die Jungs haben sich das verdient."

Auf der Tribüne der Wacker-Arena werden in jedem Fall auch jetzt wieder die Eltern von Marco Luburic miteifern. "Alle fiebern mit und wollen sich das auch jetzt nicht entgehen lassen", sagt der Kicker von Regionalliga-Aufsteiger TSV Rain/Lech: "Meine Eltern werden sicherlich noch den einen oder anderen mitnehmen." Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler war schon im vergangenen Jahr bei der Qualifikationsrunde für das Finalturnier dabei - und damals träumte er insgeheim vom großen Triumph: "Klar, ich bin dabei, um mit dem Team den Pokal zu gewinnen. Dass wir es jetzt ins Finale geschafft haben, ist dann aber doch wahnsinnig. Denn die Teams hier sind alle verdammt stark." Laufkundschaft, wie es Trainer Engin Yanova formulierte, ist bei dieser Endrunde ohnehin keine dabei. Die großen Titelfavoriten aus Spanien und Frankreich aber mussten in der Vorrunde bereits die Segel streichen. Immerhin: Beide hatten zwar keinen Pott im Gepäck, dafür aber unvergessliche Momente. "Es werden Erinnerungen an ein großartig organisiertes Turnier bleiben, an eine ausgezeichnete Gastfreundschaft und an viele neue Freunde", sagte Frankreichs Trainer Clement Lerebours: "Wir hatten uns zwei Jahre auf diese Endrunde vorbereitet und uns mehr vorgenommen. Es hat nicht sollen sein. Mit ein wenig Abstand werden wir uns aber vor allem an die vielen schönen Dinge zurückerinnern."

Seine Spieler hatten indes überhaupt nicht lange gebraucht, um das bereits nach dem zweiten Spieltag feststehende Aus zu verdauen. Beim Abschieds-Dinner am Sonntagabend feierten die Franzosen so, als hätten sie eben den Titel gewonnen. Reihum wurde spontan das Mikrofon gereicht, alle Nationen schmetterten Klassiker aus ihrer Heimat - es war eine ausgelassene Stimmung. Einzig die Spanier hatten sichtlich an ihrem Ausscheiden zu knabbern.

Nun geht sie weiter die Reise: Für die einen nach Hause, für die anderen nach Burghausen. "Jetzt wollen wir den Pokal hier bei uns in Deutschland behalten", sagt Kapitän Michael Kraus vom TSV Aubstadt: "Wir werden alles geben, was wir haben. Dass ist es, was uns in diesem Turnier so ausgemacht hat. Wir waren sicherlich nicht die spielstärkste Mannschaft, aber wir waren ein Team, das gekämpft und immer an sich geglaubt hat. Jetzt glauben wir auch an unsere Chance im Finale."

Gruppen-Ticket-Aktion

Wer die BFV-Auswahl im Finale des bedeutendsten Wettbewerbs der Europäischen Fußball-Union UEFA live in der Wacker-Arena unterstützen möchte, sollte jetzt bei der Gruppenticket-Aktion des Bayerische Fußball-Verbandes (BFV) zuschlagen: Bei Abnahme von mindestens fünf Tickets, beträgt der Preis pro Karte nur 2 Euro. Einfach den Bestellschein ausfüllen und bis 26. Juni an regions-cup@bfv.de zurückschicken. Die Karten werden an der Kasse hinterlegt. Reguläre Tickets gibt es am Finaltag an der Tageskasse. Regulär beträgt der Eintritt 7 Euro (ermäßigt 4 Euro, Kinder bis einschließlich 6 Jahre haben freien Eintritt). Die Tageskassen öffnen 90 Minuten vor Anpfiff. Alle Infos gibt es hier: www.bfv.de/tickets.

 

Für 2 Euro zum Regions Cup-Finale

klicken zum Vergrößern

Der Traum geht weiter: Nach dem Last-Minute-Sieg gegen die Türkei (1:0 - Bericht)steht die BFV-Auswahl im Endspiel des UEFA Regions' Cup und trifft am Mittwoch in Burghausen um 18.30 Uhr auf die polnische Auswahl. Wer die BFV-Auswahl im Finale des bedeutendsten Wettbewerbs der Europäischen Fußball-Union UEFA live in der Wacker-Arena unterstützen möchte, sollte jetzt bei der Gruppenticket-Aktion des Bayerische Fußball-Verbandes (BFV) zuschlagen: Bei Abnahme von mindestens fünf Tickets, beträgt der Preis pro Karte nur 2 Euro. Einfach den Bestellschein ausfüllen und bis 26. Juni an regions-cup@bfv.de zurückschicken. Die Karten werden an der Kasse hinterlegt. Reguläre Tickets gibt es am Finaltag an der Tageskasse. Regulär beträgt der Eintritt 7 Euro (ermäßigt 4 Euro, Kinder bis einschließlich 6 Jahre haben freien Eintritt). Die Tageskassen öffnen 90 Minuten vor Anpfiff. 

Deutscher Finalgegner ist Polen

klicken zum Vergrößern

Der deutsche Finalgegner bei der Endrunde um den UEFA Regions Cup steht fest. Die BFV-Auswahl, die am Vormittag die Türkei dank eines Last-Minute-Treffers von Henri Koudossou (SV Pullach) bezwungen hatte, trifft im Endspiel von Burghausen am Mittwoch um 18.30 Uhr (Livestream auf www.facebook.com/bfvonline) auf Polen, das im Schlussspurt die Spanier noch von Platz eins der Gruppe B verdrängt hat. Den Polen reichte am Ende ein 2:2-Unentschieden gegen Tschechien, weil die Spanier im Parallelspiel Russland mit 1:2 unterlagen. Die polnische Auswahl ging in Neustadt an der Donau zweimal durch Tore von Adrian Niewiadomski und Kornel Traczyk in Führung, für Tschechien trafen Jakub Petrik und Ondrej Tobias. Die spanische Auswahl unterlag im Parallelspiel in Hankofen der Auswahl Russlands mit 1:2. Sergei Lednev hatte die russische Auswahl in Führung gebracht, Dani Burgos traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Den Siegtreffer erzielte in der Schlussphase Mate Devadze. 

BFV-Auswahl im Regions' Cup-Finale

klicken zum Vergrößern
Für die BFV-Auswahl geht die Reise nach dem 1:0-Sieg gegen die Türkei weiter. Foto: Getty/Alexandra Beier

Die Reise geht weiter: Die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat Geschichte geschrieben und steht als erstes deutsches Team überhaupt im Finale um den UEFA Regions' Cup. Das Team von Trainer Engin Yanova setzte sich im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A bei der Europameisterschaft der Amateure in Landshut vor 2463 Zuschauern mit 1:0 (0:0) gegen die Türkei durch und sicherte sich neben dem Gruppensieg auch den Einzug ins Endspiel, das an diesem Mittwoch (18.30 Uhr, Livestream auf www.facebook.com/bvfvonline) in Burghausen steigt. Den Treffer für Deutschland markierte Henri Koudossou (SV Pullach) in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Damit hat die BFV-Auswahl geliefert, denn im direkten Duell hätte den Gästen aus Istanbul ein Remis zum Finaleinzug genügt. (Videobericht)

Nun aber sind es die die Yanova-Schützlinge, die nach der der europäischen Fußball-Krone greifen. Mit wem es die BFV-Auswahl, die als erste deutsche Mannschaft in der 20-jährigen Historie des bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerbs der Europäischen Fußball-Union UEFA das Finale erreicht hat, in Burghausen zu tun bekommt, entscheidet sich erst am Sonntagabend. Chancen auf den Sieg in der Gruppe B und damit auf das Finalticket haben dabei noch Spanien, Polen und Tschechien. "Wir waren in der ersten Halbzeit vielleicht etwas zu fahrig, aber nach der Pause haben wir das überragend gemacht, waren bis zum Schluss geduldig und haben auf unsere Chance gewartet", sagte Yanova: "Ich habe bis zum Schluss an meine Mannschaft geglaubt. Ich bin wahnsinnig stolz auf diese Jungs. Unser Ziel war das Finale in Burghausen. Das haben wir erreicht. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl."

"Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft von Engin Yanova, die immer an sich geglaubt und bis in die Nachspielzeit mit einer unglaublichen Leidenschaft gekämpft hat. In der Schlussphase lag der Treffer in der Luft. Mit dem Finaleinzug hat die BFV-Auswahl schon jetzt Geschichte geschrieben. Jetzt fehlt noch ein Schritt bis zum Titel, wenngleich wir auch ehrlicherweise sagen müssen, dass wir heute zwei ebenbürtige Teams gesehen haben. Am Ende hat das glücklichere gewonnen", erklärte BFV-Präsident Rainer Koch, der die im Rahmen der Fußballiade in Landshut ausgespielte Partie live im Stadion verfolgte: "Es war ein toller Rahmen mit fast 2500 Zuschauern hier vor der Schlussfeier der Fußballiade. Das zeigt, wie stark der Amateurfußball in der Breite ist. Dafür sagen wir Danke!"

"Unser Ziel war von Anfang an das Endspiel in Burghausen. Dass wir das tatsächlich erreicht haben, ist sensationell. Die Jungs haben heute wieder alles rausgehauen und bis zum Schluss daran geglaubt, dass der Traum noch in Erfüllung gehen kann. Alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe", erklärte der deutsche Delegationsleiter Jürgen Faltenbacher. 

"Der Glaube, dass wir ins Endspiel kommen, war immer da. Jetzt haben wir es geschafft - das ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin richtig stolz auf die Jungs, das ist ein überragendes Truppe. Und jetzt wollen wir in Burghausen natürlich den Titel holen!", sagte der bayerische Regions'-Cup-Botschafter Jimmy Hartwig.

Verbandstrainer Engin Yanova hatte gegenüber dem Slowakei-Spiel vier Änderungen in der Startformation vorgenommen. David Bauer (TSV Rain/Lech) kehrte für Sebastian Gebhart (TSV 1860 München) in die Innenverteidigung zurück, der zuletzt gesperrte Kapitän Michael Kraus (TSV Aubstadt) ersetzte Sebastian Marx (ATSV Erlangen) im defensiven Mittelfeld. Im Sturm starteten Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers) und Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim) für den gesperrten Franz Fischer (FC Garmisch-Partenkirchen) und Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers). Die 2463 Zuschauer im Landshuter Stadion sahen ein Spiel, bei dem beide Mannschaften von Beginn an nach vorne spielten. Wer vermutet hatte, die Türkei würde auf Remis spielen und Tabellenführung in Gruppe A verwalten, sah sich getäuscht: Angezogene Handbremse? Fehlanzeige! Die Mannschaft des gesperrten Coaches Ismail Tavis, der auf der Bank von seinem Co-Trainer Inanc Yavuz vertreten wurde, dachte nicht daran, den Deutschen die Spielgestaltung zu überlassen. Obwohl auch die deutsche Mannschaft in der Offensive etwas spritziger agierte, blieben wirkliche Tormöglichkeiten im ersten Durchgang Mangelware: Nach einem schnellen Antritt von Sebastian Fries (Würzburger FV) über die linke Seite kam Arif Ekin (TSV 1860 München), der bereits in den Spielen gegen Frankreich und die Slowakei getroffen hatte, zum Abschluss - doch der türkische Keeper Ahmet Pekgöz war zur Stelle. Kurz darauf jagte Fries einen Ball knapp über die Latte. Näher dran an der Führung war aber letztlich doch die Mannschaft aus dem Raum Istanbul: Kurz vor der Pause lief Umut Aydin nach einem Musterzuspiel allein auf Bayerns Schlussmann Dominic Dachs (SV Seligenporten) zu, der die Ruhe bewahrte, lange stehen blieb und zur Ecke klärte. Kurz darauf erneut eine riesige Möglichkeit für die Türkei: Ein Freistoß von Samet Semiz setzt kurz vor Dachs auf, der noch mit den Fingerspitzen dran war und den Ball an den Innenpfosten lenkte. Halbzeit, Durchatmen! "Unterm Strich war das ein Match auf Augenhöhe, mal hatte die eine, mal die andere Mannschaft mehr vom Spiel. Aber wir haben Willen gezeigt und ich habe immer daran geglaubt. Entsprechend geduldig sind wir geblieben - und haben uns, wenn auch spät, belohnt. Das ist sensationell", sagte Marco Luburic vom TSV Rain/Lech.

Die erste Aktion nach der Pause gehörte der deutschen Mannschaft: Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München) startete auf der rechten Seite durch, legte auf den in der Mitte lauernden Philipp Nagengast ab, der aber knapp im Abseits stand. Nur kurz darauf die nächste Möglichkeit: Erneuter Antritt Takahara, erneut mustergültige Ablage auf Ugur Türk (TSV 1860 München), der den Ball aber nicht unter Kontrolle bekam. Aber auch die Türken blieben brandgefährlich: Flanke Dogan Zincir, Kopfball Umut Aydin - drüber! In der 70. Minute fasste sich Arif Ekin ein Herz, zog aus 20 Metern ab, aber der Ball rauschte am rechten Pfosten vorbei. In der Schlussphase erhöhte die deutsche Auswahl den Druck, drängte auf den Siegtreffer und wäre in der 79. Minute fast belohnt worden, als Ugur Türk im Fünfmeterraum auf das leere Tor schoss, ein türkischer Abwehrspieler jedoch im letzten Moment zur Ecke klären konnte. Die Erlösung dann in der Nachspielzeit durch Henri Koudossou (SV Pullach). "Mir ist es völlig egal, ob ich das Tor gemacht habe oder nicht - wichtig war nur, dass wir es überhaupt gemacht haben. Wir haben als Mannschaft geliefert und wollen jetzt auch den Titel in Burghausen holen. Dafür werden wir wieder alles reinhauen", sagte der Siegtorschütze.

Statistik

Deutschland
Dominic Dachs (SV Seligenporten) - David Bauer (TSV Rain/Lech), Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau), Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München), Michael Kraus (TSV Aubstadt - C) Ugur Türk (TSV 1860 München), Arif Ekin (TSV 1860 München, 83. Eduard Root/SSV Jahn Regensburg), Henri Koudossou (SV Pullach), Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers), Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim, 63. Marco Luburic/TSV Rain/Lech), Sebastian Fries (Würzburger FV).

Türkei
Ahmet Pekgöz (TW) - Kemal Yilmaz, Dogan Zincir, Vedat Cikin, Yildiray Uyar (C), Fatih Gönen, Samet Semiz, Umut Aydin, Caner Güner (65. Yunus Topal), Emre Seker, Onur Gecgel (84. Alpaslan Bagimsiz).

Tor: 1:0 Koudossou (90+2.). Schiedsrichter: Georgi Vadachkoria (Georgien). Zuschauer: 2463 (in Landshut).

 

2:0 zum Abschied: Frankreich schlägt Slowakei

klicken zum Vergrößern

Während die deutsche Mannschaft in Landshut um die Final-Teilnahme kämpfte, trennten sich die bereits ausgeschiedenen Teams aus Frankreich und der Slowakei in Neustadt mit 2:0.
In der ersten Halbzeit erspielten sich die Franzosen zahlreiche aussichtsreiche Chancen, belohnten sich jedoch nicht. Die größte Möglichkeit hatte Abdellah Sihel in der zweiten Minute der Nachspielzeit - nur Dank einer Glanztat des slowakischen Keepers Peter Pilný ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff dann die Führung für Frankreich: Nach einem schnellen Konter ließ Abdejalil Sahloune dem slowakischen Torhüter keine Chance und traf zur 1:0-Führung. In der 68. Minute erhöhte Axel Flucher auf 2:0.
Zeitgleich trennten sich die Türkei und Deutschland in Landshut mit 0:1. Held des Tages für die deutsche Auswahl: Henri Koudossou, der in der 92. Minute das einzige und entscheidende Tor der Partie erzielte und die Finalteilnahme sicherte. Die deutsche Auswahl trifft am Mittwoch um 18.30 Uhr entweder auf Spanien oder Polen. Beide Aprtien und das große Finale überträgt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) live auf Facebook (www.facebook.com/bfvonline) und Instagram (www.instagram.com/bfvonline) übertragen - präsentiert von "Oddset - Die Sportwette". 

Geschichtsstunde in der Allianz Arena

klicken zum Vergrößern
Teambetreuer Richard Sedlmaier gab "seinen" Slowaken einen Einblick in die Historie des FC Bayern München.

Durchschnaufen, Kraft tanken, den Kopf frei bekommen: Die acht Mannschaften, die bei der in Bayern ausgespielten Endrunde um den UEFA Regions' Cup (18. bis 26. Juni) am Start sind, haben den Ruhetag nach dem zweiten Spieltag für gemeinschaftliche Ausflüge genutzt. Hoch im Kurs stand dabei München: Während die deutsche Mannschaft einen Abstecher zur Fußballiade in Landshut unternahm und dort bei einem Interview auf der großen Bühne vor dem Rathaus Rede und Antwort stand, statteten gleich sechs Teams der bayerischen Landeshauptstadt einen Besuch ab. Neben den klassischen Touristenattraktionen wie Rathausplatz, Viktualienmarkt oder BMW-Welt gab es für die Kicker natürlich noch eine weitere Pflichtadresse: Die FC-Bayern-Erlebniswelt samt Führung durch die Allianz Arena. Und die sportliche Heimat des deutschen Rekordmeisters verfehlte seine Wirkung nicht. Bereits bei der Anfahrt auf die Arena zückten die slowakischen Kicker und Teambetreuer ihre Handys und schossen Erinnerungsfotos vom Schmuckkästchen vor den Toren Münchens. 

Geschichtsstunde für die Slowakei

Drinnen gab es dann eine kleine Geschichtsstunde - und einen besseren Guide als ihren Team-Betreuer Richard Sedlmaier hätten die Slowaken nicht finden können. Privat schlägt das Herz des BFV-Bezirksspielleiters aus Niederbayern zwar für den 1. FC Köln, aber als Fußballliebhaber kennt er natürlich auch den FC Bayern bis ins letzte Detail: Die Anreise zu den Spieltagen mit Fahrrad oder Motorrad in den Gründungsjahren, der Bundesliga-Aufstieg, die ikonischen 1970er Jahre mit dem Titelhattrick im Europapokal der Landesmeister. Mit Liebe zum Detail zeichnete der 68-Jährige den Aufstieg des 1900 gegründeten Münchner Klubs in die Weltspitze nach. Und die Geschichtsstunde war auch nötig. Wer Manuel Neuer, Robert Lewandowski, Franck Ribéry, Arien Robben sind, das wussten natürlich alle. Anders aber sah es bei den Ikonen des deutschen Fußballs aus: Franz Beckenbauer war den jungen Spielern zwar noch ein Begriff - "Someone like Ceasar", wie es der slowakische Medienverantwortliche Marian Cervenca treffend formulierte - aber schon bei Gerd Müller standen dem einen oder anderen Youngster die Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. "Das ist der Bomber der Nation - 365 Bundesliga-Tore und 68 Treffer in 62 Länderspielen", erklärte Sedlmaier - die Zahl beeindruckte. Für offene Münder sorgten natürlich auch die Pokal-Vitrinen mit den 29 Meisterschalen, den 19 DFB-Pokal-Trophäen und den fünf Henkel-Potts aus dem Landespokal der Landessieger und der Champions League. Anschließend ging es weiter ins Stadion - wobei die Highlights natürlich der Besuch in der Spielerkabine sowie der Einlauf im Spielertunnel zu den Klängen der Champions League-Melodie waren.

Schmuckstück vor Münchens Toren

"Die Allianz Arena gehört zu den schönsten Stadien der Welt. Der Besuch war eine tolle Erfahrung, weil der FC Bayern einer der besten Klubs der Welt ist. Dort zu sein, wo sonst die großen Stars sind, ist etwas ganz Besonderes. Ich habe es sehr genossen", sagte Denis Martinko, der sich vom Regions' Cup ebenso begeistert zeigte wie sein Teamkollege Timotej Jancek: "Der Regions' Cup ist wirklich einzigartig. Die Organisation ist auf einem Top-Level, die Plätze in einem sehr guten Zustand. Es ist alles sehr aufregend für mich. Für mich ist es das beste Turnier in meinem Leben."

Die deutsche Mannschaft nutzte ihre Freizeit für einen Rundgang über die Fußballiade und sprach auf der Bühne auf dem Rathausplatz mit Sky-Moderator Marcel Meinert über die bisherigen beiden Spieltage bei der Europameisterschaft der Amateure, das "Finale ums Finale" am Sonntag um 10.30 Uhr in Landshut gegen die Türkei und den Traum vom Endspiel im Burghausen. "Wir haben jetzt am Sonntag das große Spiel gegen die Türkei. Das wollen wir natürlich gewinnen und das werden wir auch gewinnen - ebenso wie das Endspiel am Mittwoch", erklärte Kapitän Michael Kraus (TSV Aubstadt), der nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder dabei ist. "Wir brauchen eure Hilfe", warb Verbandstrainer Engin Yanova um die Unterstützung der Landshuter für das Spiel gegen die Türkei. "Schon bei der Turnierplanung war es für uns wichtig, dass wir es am Ende in der eigenen Hand haben, ins Finale einzuziehen. Das haben wir erreicht, jetzt wollen wir ins Finale." Der doppelte deutsche Torschütze Arif Ekin (TSV 1860 München) ergänzte: "Wahnsinn, was hier abgeht. Der Regions' Cup ist so professionell aufgezogen, wie ich es noch nie erlebt habe. Jeder ist für jeden da, jeder zieht mit. Wir wollen natürlich jetzt am Sonntag gewinnen und dann auch im Finale alles raushauen."

Die Fußballiade begeistert

Auch für die UEFA-Verantwortlichen und die Delegationsleiter der acht Teilnehmernationen ging es nach Landshut, wo am Abend im Hotel "Goldene Sonne" das offizielle Dinner mit BFV-Präsident Rainer Koch und DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge anstand. Zuvor aber gab es einen eineinhalbstündigen Rundgang über die Fußballiade-Festwiese und die Festmeile in der Landshuter Altstadt. "Wir hatten schon im Vorfeld viel von der Fußballiade gehört und auch das Video von der Premiere vor vier Jahren gesehen. Aber das selbst mitzuerleben, toppt das natürlich nochmal. Die Veranstaltung ist eine fantastische Geschichte", erklärte Peter Nordenström. Der zuständige Projektmanager der Europäischen Fußball-Union UEFA zeigte sich vor allem von den Mitmach-Stationen auf der Ringelstecherwiese begeistert: "Allen von uns hat es direkt im Fuß gekribbelt und wir hätten alle Stationen am liebsten selbst ausprobiert. Da wird man selbst wieder zum fußballbegeisterten Kind", so Nordenström, der vor allem den Organisatoren seinen Respekt zollte: "Es ist unglaublich, was die vielen ehrenamtlichen Helfer hier vor Ort leisten, das ist keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit." Tief beeindruckt war Nordenström auch von der Leistung der Amputierten-Fußballer. "Es ist wirklich unglaublich, mit welcher Leidenschaft, mit welchem Biss und welcher Fairness diese Kicker ihre Sache angehen und sich von ihrem Handicap nicht einschränken lassen. An dieser Einstellung können sich alle Fußballer ein Beispiel nehmen."

Bankett in der "Goldenen Sonne"

Beim anschließenden Bankett dankte Rainer Koch, BFV-Präsident und DFB-Interimspräsident, allen Vereinen und Helfern, die mit ihrer Arbeit im Hintergrund dafür sorgen, dass mit dem UEFA Regions' Cup und der Fußballiade gleich zwei Mega-Events parallel in Bayern über die Bühne gehen können. "Der UEFA Regions' Cup und die Fußballiade machen deutlich, welche Kraft der Amateurfußball hat. Solche Events sind elementar, um auch den Nachwuchs für unseren Sport zu begeistern. Wir konnten die beiden Veranstaltungen aber nur auf die Beine stellen, weil im Hintergrund Hunderte ehrenamtliche Vereinsmitarbeiter unzählige Stunde ihrer Freizeit opfern und uns auch die Stadt Landshut unglaublich unterstützt", sagte Koch.

"Mit der Organisation der Endrunde um den UEFA Regions' Cup hat der Bayerische Fußball-Verband neue Maßstäbe gesetzt. Daran müssen sich die kommenden Ausrichter messen lassen", erklärte der UEFA-Delegierte Adrian Ixari, der damit den Eindruck von DFB-Schatzmeister Osnabrügge bestätigte: "Wir von DFB-Seite sind ganz bewusst nur mit zwei Mitarbeitern nach Bayern gekommen, weil wir wissen, dass der Bayerische Fußball-Verband perfekt aufgestellt ist und bei einem internationalen Turnier wie dem UEFA Regions' Cup nichts dem Zufall überlässt." Und für den deutschen Delegationsmeister und BFV-Schatzmeister hat sich schon vor dem letzten Gruppenspieltag bewahrheitet, was er sich erhofft hatte: "Die Rückmeldungen sind allesamt extrem positive. Die Mannschaften fühlen sich sehr wohl, hier fehlt es ihnen an nichts. Und auch die UEFA hat uns bereits ein exzellentes Zeugnis ausgestellt. Dieses hohe Level wollen wir jetzt bis zum Finale am kommenden Mittwoch in Burghausen halten. Umso schöner wäre es, wenn wir es mit unserer Mannschaft nach Burghausen schaffen."

 

UEFA sperrt Ismail Tavis

klicken zum Vergrößern

Im Vorrundenspiel des Finalturniers um den UEFA Regions' Cup gegen Deutschland an diesem Sonntag (10.30 Uhr, Landshut, Livestream auf facebook.com/bfvonline) muss die Türkei auf die Dienste von Trainer Ismail Tavis verzichten. Die UEFA hat den 55 Jahre alten früheren Nationalspieler wegen einer Unsportlichkeit zunächst für ein Spiel gesperrt. Tavis war beim 2:1-Erfolg gegen Frankreich am Donnerstag in Hankofen von Referee Sebastian Coltescu aus Rumänien auf die Tribüne geschickt worden, nachdem er einen Ball weggeschlagen hatte. Tavis wird gegen Deutschland auf der Tribüne in Landshut sitzen, darf nicht mit der Mannschaft anreisen und während des Spiels nicht mit kommunizieren. Assistenztrainer Yavuz Inanc wird stattdessen auf der türkischen Bank Platz nehmen.

Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag in der Gruppe A klar: Während die punktlosen Franzosen und die Slowakei (1 Punkt) nicht mehr Gruppenerster werden können, benötigt die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (4 Punkte) einen Sieg gegen die bis dato zweimal siegreichen Türken, um als Gruppenerster ins Finale einzuziehen. Die Slowakei trifft am Sonntag parallel zum deutschen Spiel auf Frankreich. Anstoß in Neustadt an der Donau ist um 10.30 Uhr. 

Deutschland zweimal top

klicken zum Vergrößern

Wenn es an diesem Sonntag im Rahmen der Fußballiade in Landshut zum "Endspiel" um den Sieg in der Vorrundengruppe A und damit um den Endspieleinzug zwischen der Türkei und Deutschland (10.30 Uhr, Livestream auf www.facebook.com/bfvonline) kommt, wird das auch das Aufeinandertreffen der beiden Top-Torjäger bei dieser Endrunde um den UEFA Regions' Cup sein: Während Yunus Topal beim türkischen 3:1-Auftakterfolg gegen die Slowakei einen Doppelpack geschnürt hat, erzielte Arif Ekin in beiden Matches der BFV-Auswahl gegen Frankreich (1:0) und die Slowakei (1:1) die Tore. Die beiden führen die Torjägerliste nach den ersten beiden Spieltagen mit je zwei Treffern an. Insgesamt fielen bei der Endrunde in Bayern bis dahin in acht Partien 17 Tore. Die Treffer erzielten 14 unterschiedliche Spieler. Ein Eigentor steht zu Buche. 

Während sich Arif Ekin die Spitzenposition in der Scorerliste mit Yunus Topal teilt, liegt die deutsche Mannschaft in der Fair-Play-Wertung nach den ersten beiden Vorrundenspieltagen alleine vorne. In die Rechnung fließen verschiedenste Komponenten ein: Zahl der Foulspiele, gelbe Karten und Platzverweise sowie technische Vergehen auf der Bank werden dabei berücksichtigt. Schlusslicht ist Russland, die Türkei rangiert auf Platz vier. 

Doppeltes "Heimspiel" für Engin Yanova

klicken zum Vergrößern
BFV-Coach Engin Yanova (l.) und der türkische Trainer Ismail Tavis während der Auftakt-Pressekonferenz beim UEFA Regions' Cup.

Damit der Traum vom Endspieleinzug der Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) bei der Endrunde um den UEFA Regions' Cup wahr wird, braucht's im Vorrundenfinale der Gruppe A an diesem Sonntag (10.30 Uhr, Landshut, live auf www.facebook.com/bfvonline) einen Sieg gegen die Türkei. Kein leichtes Unterfangen für das deutsche Team um Trainer Engin Yanova, für den die Partie gleich in doppelter Hinsicht eine besondere ist. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir ins Finale wollen. Wir haben weiter alle Chancen und es jetzt selbst in der Hand", sagt der Fußball-Lehrer, dessen Mutter 1971 aus der Türkei nach Deutschland kam, der Vater drei Jahre später, der heute 42-jährige Yanova selbst ist in Berlin geboren worden. "Klar sind wir alleine schon durch die Verwandtschaft in der Türkei verwurzelt. Aber das ist jetzt ein Spiel, in dem beide Seiten nur ein Ziel haben: das Finale in Burghausen!" 

Der Gegner aus der Region Istanbul ist die einzig verlustpunktfreie Mannschaft bei dieser Amateureuropameisterschaft in Bayern. Und die Schützlinge von Coach Ismail Tavis haben gleich doppelt Comeback-Qualitäten unter Beweis gestellt: Sowohl beim 3:1-Sieg gegen die Slowakei als auch beim 2:1-Erfolg über Frankreich drehten die Türken jeweils einen 0:1-Rückstand. "Das wird ein hartes Stück Arbeit", weiß BFV-Keeper Dominic Dachs vom SV Seligenporten, der zur neuen Saison für Regionalligist VfR Garching auflaufen wird: "Aber letztlich lassen sich hier ganz schwer Vergleiche ziehen. Unser Spiel gegen Frankreich war ein ganz anderes als das gegen die Slowakei. Fest steht nur, dass hier kein Gegner abfällt. Alle sind leistungsmäßig sehr nah beieinander, die Qualität ist echt hoch." Arif Ekin vom TSV 1860 München, der bis dato beide bayerischen Treffer bei dieser Finalrunde erzielt hat, verspricht schon jetzt, "dass wir bestens vorbereitet in dieses Match gehen. Es sind ja diese Spiele mit Finalcharakter, die wir als Fußballer mögen und die den Fußball so sehr ausmachen".

Für BFV-Trainer Yanova ist die Partie gegen die Türkei gleich in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich, seine Eltern stammen aus der Türkei, oft weilt er am Ägäischen Meer, besucht regelmäßig Verwandte und Freunde: "Klar ist das jetzt schon etwas Besonderes, am Ende aber auch nur ein Spiel, in dem wir uns mit einem Sieg fürs Finale qualifizieren möchten. Da spielen meine türkischen Wurzeln keine Rolle."

Als ein glücklicher BFV-Präsident Rainer Koch nach dem deutschen 1:1 (0:0) im zweiten Gruppenspiel gegen die Slowakei auf der Fußballiade in Landshut davon sprach, "dass wie schon beim 1:0-Sieg gegen Frankreich zum Auftakt auch dieses Match nichts für schwache Nerven war, wir jetzt aber zumindest Klarheit haben, dass nur ein Sieg fürs Finale reicht", brauchten die deutschen Jungs eine Abkühlung. Zurück aus Landshut im Teamquartier in Bad Gögging sprangen die Kicker der BFV-Auswahl im Nieselregen noch in den Hotel-Pool. Einen klaren Kopf, das steht fest, wird es gegen die Türkei brauchen, "denn da müssen wir alle voll bei der Sache sein, das wird bestimmt ein Spiel mit ganz vielen Emotionen", wie es Franz Fischer vom Landesligisten 1. FC Garmisch-Partenkirchen trefflich formulierte. Der Offensivspieler wird zur neuen Spielzeit das Trikot des Bezirksligisten FC Penzberg tragen, gegen die Türkei muss der 25-Jährige eine Zwangspause einlegen. Im Duell mit der Slowakei sah er seine zweite gelbe Karte bei dieser Endrunde - dafür kehrt der etatmäßige Kapitän Michael Kraus von Regionalliga-Aufsteiger TSV Aubstadt nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre ins Yanova-Team zurück. Fischer hatte Kraus gegen die Slowakei als Spielführer vertreten, jetzt wird Kraus die Binde wieder tragen: "Wer das Turnier bislang verfolgt hat, weiß, dass wir alles reinhauen müssen. Das werden wir auch tun, denn wir wollen unbedingt ins Finale. Das war unser großes Ziel, und die Rechnung ist eine einfache: Wir müssen gewinnen. Dafür geben wir alles", sagt Kraus. Der deutsche Turnierbotschafter und frühere Nationalspieler Jimmy Hartwig ist überzeugt, "dass wir das schaffen. Wir haben noch Luft nach oben. Wir alle dürfen nicht vergessen, dass wir hier alles Amateure haben, die im normalen Leben einem Beruf nachgehen oder studieren. Von daher bin ich begeistert, wie es untereinander passt. Das verdient große Anerkennung. Die Jungs zerreißen sich bei diesem Turnier".

So einfach die Formel auch ist, auf dem Platz wird die BFV-Auswahl ganz gewiss nicht nur fußballerisch gefordert, sondern auch emotional. Beim 2:1-Erfolg der Türken gegen Frankreich am Donnerstag in Hankofen flogen drei Franzosen vom Platz. "Es ist nicht meine Auffassung von Fußball, wie die Türkei hier spielt", formulierte es Clement Lerebours, Trainer der Normandie-Auswahl, diplomatisch: "Der Erfolg aber gibt der Türkei recht", schob er nach, "weil wir uns von den Emotionen haben leiten lassen, anstatt über den Dingen zu stehen".

 

Tribünengäste Koch, Curtius und Faltenbacher

Vielleicht hilft es der deutschen Mannschaft ja, dass auch die Partie im Rahmen der Fußballiade in Landshut steigt und der Großteil der Zuschauer es mit den bayerisch-deutschen Farben hält. "Die Fußballiade ist eine tolle Plattform für den Amateurfußball. Dazu der ins Programm integrierte Regions' Cup, den die UEFA ja eigens für die Amateurfußballer geschaffen hat. Ich bin sehr beeindruckt, was der Bayerische Fußball-Verband auf die Beine gestellt hat. Es ist toll zu sehen, wie so viele junge Menschen den Fußball und das Leben feiern. Es herrscht eine ganz besondere Stimmung und ich denke, dass sich an diesem Event viele andere Regionen in Deutschland einiges abschauen können. Es wäre ein Traum, ein Amateurfußball-Fest wie die Fußballiade auf ganz Deutschland auszuweiten", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius, der zusammen mit BFV-Präsident Rainer Koch und dem deutschen Delegationsleiter Jürgen Faltenbacher das deutsche Spiel mit über 1000 weiteren Zuschauern gegen die Slowakei von der Tribüne aus mitverfolgte. "Jetzt haben wir unser Endspiel. Ich glaube, dass auch dieses Finale ums Finale wieder nichts für schwach Nerven werden wird. Aber ich bin überzeugt, dass unsere Jungs alles geben. Diese Chance wird wohl keiner aus dem Team mehr bekommen, ein Finale auf höchster europäischer Ebene zu spielen. Von daher braucht es keine zusätzliche Motivation. Fakt ist aber, dass wir gegen die Türkei nochmals über unsere Grenzen hinauswachsen müssen. Ich habe ein gutes Gefühl, vielleicht wird unser Team ja dem deutschen Ruf gerecht: Wir sprechen ja immer gerne von deutschen Turniermannschaften, die sich im Verlauf von Spiel zu Spiel steigern", betonte Faltenbacher, wohl wissend, dass ein viertes Spiel mit bayerischer Beteiligung bei der Endrunde um den UEFA Regions' Cup die Krönung wäre. Das Finale steigt kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) in Burghausen.

Alle Tore des 2. Spieltags



Deutscher Traum vom Finale lebt weiter

klicken zum Vergrößern
Deutschland und die Slowakei lieferten sich in Landshut ein packendes Match. Foto: Getty/Alexandra Beier

Die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat auch beim zweiten Vorrundenspiel des UEFA Regions' Cup in der Gruppe A gepunktet und hat den Finaleinzug weiter in der eigenen Hand, braucht am Sonntag aber gegen die zweimal erfolgreichen Türken einen Sieg: Die Mannschaft von Verbandstrainer Engin Yanova trennte sich in Landshut vor 1084 Zuschauern von der Slowakei mit 1:1 (0:0). Arif Ekin (TSV 1860 München) hatte die BFV-Auswahl in der 47. Minute mit seinem zweiten Turniertreffer in Führung gebracht, Patrik Krcula glich in der 62. Minute für die Slowaken aus. (Zum Video)

"Letztlich kann ich mit dem einen Punkt leben, weil wir den Gruppensieg im letzten Spiel noch in der eigenen Hand haben. Wir haben jetzt das Endspiel gegen die Türkei, das wir gewinnen müssen, wenn wir ins Finale wollen. Die Einstellung der Jungs hat auch heute wieder gestimmt. Aber wir brauchen mehr Ballbesitz und Spielkontrolle", resümierte Engin Yanova und blickte bereits auf das Finale fürs Finale am Sonntag in Landshut (10.30 Uhr) voraus. Auch dieses Match findet im Rahmen der Fußballiade statt. Die deutsche Mannschaft hat nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Frankreich nun vier Zähler auf dem Konto, die Türkei (2:1 gegen Frankreich, 3:1 gegen die Slowakei) indes hat bestmöglich gepunktet.

 

Verbandstrainer Engin Yanova hatte gegenüber dem Frankeich-Spiel zwei Änderungen in der Startaufstellung vorgenommen: Sebastian Marx vom ATSV Erlangen startete für David Bauer (TSV Rain/Lech) in der Innenverteidigung, Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers) rückte für den nach seiner gelb-roten Karte gesperrten Michael Kraus ins defensive Mittelfeld.

Zu Beginn waren beide Mannschaften um Ballkontrolle bemüht, wobei auf beiden Seiten noch die Präzision im Spiel nach vorne fehlte. Die erste gute Möglichkeit gehörte der BFV-Auswahl: Nach 14 Minuten zog Arif Ekin (TSV 1860 München) eine Ecke scharf auf das slowakische Tor, doch der slowakische Keeper Samuel Vavrus konnte den Ball noch über die Latte lenken. Kurz darauf sorgte auch die Slowakei für den ersten Offensivakzent - und die BFV-Elf hatte Glück, dass der steil geschickte Patrik Krcula den Ball nicht nur über Schlussmann Dominic Dachs (SV Seligenporten) hob, sondern auch neben das Tor.

Ein echtes Übergewicht konnte sich auch in der Folge keines der beiden Teams erspielen. Die Slowaken fanden kein Mittel, um die sichere deutsche Abwehr auszuhebeln und probierten es immer wieder mit der Brechstange: Doch sowohl Denis Martinko als auch Branislav Duris verfehlten bei ihren Distanzschüssen das Ziel deutlich. Brenzlig wurde es erst kurz vor der Pause: Zunächst jagte Juraj Pragai den Ball kurz vor der Pause aus zehn Metern über den Kasten, dann musste Dominic Dachs in höchster Not klären, ehe Roman Holicek den Nachschuss über die Latte setzte. Die deutsche Mannschaft hingegen versuchte es spielerisch, fand aber ebenfalls kein Mittel, um die sicher stehende slowakische Defensive auszuhebeln.

"Bei dieser Endrunde gibt es keine Laufkundschaft", stellte Dachs fest: "Es war heute ein völlig anderes Spiel als das zuletzt gegen Frankreich. Von daher lässt sich schwer beurteilen, was besser und was schlechter war", sagte Dachs: "Defensiv, so finde ich, haben wir das heute ganz ordentlich gemacht und nur wenig zugelassen. Unterm Strich ist das 1:1 das gerechte Resultat." Der Keeper selbst war wie schon am Dienstag in Kelheim gegen Frankreich in Top-Form: "Das sollen andere beurteilen", sagte Dachs: "Letztlich habe ich ein gutes Gefühl, in der Mannschaft passt es, wir verstehen uns gut, der eine ist für den anderen da."

Diesen Eindruck hatte auch BFV-Präsident Rainer Koch, der gemeinsam mit DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius unter den über 1000 Zuschauern in Landshut auf der Tribüne saß. "Ich bin erst einmal glücklich, dass unsere Mannschaft weiter im Rennen ist. Das Ergebnis heute geht in Ordnung, jetzt zählt es gegen die Türkei", sagte Koch, der ebenso wie der deutsche Delegtionsleiter und BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher von einer "traumhaften Kulisse und einem tollen Rahmen" sprach: "Die SpVgg Landshut und das Team des BFV haben einmal mehr ganze Arbeit geleistet. Darauf dürfen wir sehr stolz sein. Es war heute ein perfekter Auftakt für die Fußballiade hier in Landshut. Ich freue mich schon auf das entscheidende Spiel am Sonntag." Für Curtius war es "beeindruckend, was die Vereine und der BFV hier für den Amateurfußball auf die Beine gestellt haben".

Nach dem Seitenwechsel legte die BFV-Elf einen Blitzstart hin und ging in der 47. Minute in Führung. Der am Fünfmeterraum lauernde Arif Ekin, der bereits beim 1:0-Sieg gegen Frankreich getroffen hatte, wurde mustergültig bedient und schob den Ball zur Führung für die Yanova-Auswahl ein. "Dafür bin ich als Stürmer da", sagte Ekin: "Letztlich entscheidend ist aber, dass wir noch alle Karten in de Hand halten. Um ins Finale zu kommen, braucht es jetzt einen Sieg gegen die Türkei am Sonntag. Fest steht, dass wir da eine Schippe drauflegen müssen und werden."

Die Führung von Ekin sollte indes keine lange Halbwertszeit haben. In der 62. Minute fand der slowakische Spielführer Roman Holicek die Lücke, schickte Patrik Krcula auf die Reise, der alleine auf Dachs zulief und keine Mühe hatte, den Ball zum Ausgleich im Tor unterzubringen. Im Gegenzug fast die erneute deutsche Führung - doch Vavrus konnte gegen Ekin im letzten Moment klären (63.). Die Slowakei war nach dem Ausgleich das aktivere Team und sorgte vor allem durch den schnellen Patrik Krcula immer wieder für Betrieb vor dem deutschen Kasten.

In der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch einmal die große Chance, das Spiel zu entscheiden: Masaaki Takaharas (SV Türkgücü-Ataspor München) Freistoß wurde kurz vor der Linie geblockt, Denis Martinko fand auf der Gegenseite seinen Meister in Dominic Dachs, der abermals einen starken Tag erwischt hatte: "Das sollen andere beurteilen. Fakt ist, dass es mit den Jungs richtig Spaß macht, wir wachsen immer weiter zusammen. Und ich bin mir sicher, dass wir auch am Sonntag gegen die Türkei wieder alles reinhauen werden." Auch diese Partie findet dann wieder im Rahmen der Fussballiade in Landshut statt.

Im zweiten Spiel der Gruppe A setzte sich die Türkei vor 216 Zuschauern in Hankofen mit 2:1 gegen Frankreich durch. Abdejalil Sahloune brachte die Franzosen zunächst in Führung, doch die Türken drehten die Partie durch ein Eigentor von Kevin Auzou und Caner Güner noch. Bereits zum Auftakt hatte die Türkei gegen die Slowakei nach einem 0:1-Rückstand noch mit 3:1 die Oberhand behalten. "Das ist eine giftigte Mannschaft, die uns alles abverlangen wird", sagt Engin Yanova: "Wir sind froh, dass wir jetzt zwei Tage Pause haben. Der eine Erholungstag war nach dem Spiel in Unterzahl gegen Frankreich für uns definitiv zu wenig."

Alle vier Partien des dritten Spieltags zeigt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) live auf Facebook (www.facebook.com/bfvonline) und Instagram (www.instagram.com/bfvonline) - präsentiert von "Oddset - Die Sportwette". Auch die restlichen Vorrundenspiele sowie das Finale in Burghausen am 26. Juni werden live im Stream zu sehen sein. Alle Infos zum UEFA Regions Cup gibt es auf www.bfv.de/regions-cup.

Statistik

Deutschland
Dominic Dachs (SV Seligenporten) - Sebastian Gebhart (TSV 1860 München, 75. Sebastian Staudt/FC Würzburger Kickers), Sebastian Marx (ATSV Erlangen), Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau), Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München), Ugur Türk (TSV 1860 München), Arif Ekin (TSV 1860 München), Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen, Kapitän, 67. Eduard Root/SSV Jahn Regensburg), Sebastian Brey, TSV 1865 Dachau, 67. Henri Koudossou/SV Pullach), Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers), Sebastian Fries (Würzburger FV).

Slowakei
Samuel Vavrus, Rastislav Ozimy, Frederik Domasta, Patrik Krcula, Roman Holicek (Kapitän), Denis Martinko, Daniel Pilny (56. Kristian Bartos), Juraj Pragai, Branislav Duris (79. David Krcik), Daniel Valasik (56. Rene Siko), Matej Zavadzan.

Tore: 1:0 Ekin (47.), 1:1 Krcula (62.). Gelb-Rot: Roman Holicek (88., Slowakei, wiederholtes Foulspiel). Schiedsrichter: Sergei Tsinkevich (Weißrussland). Zuschauer: 1084 (in Landshut).

 

Last-Minute-Ausgleich für Polen

klicken zum Vergrößern

Entscheidung vertagt: Die Spanier standen im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe B gegen Polen bereits mit einem Bein im Endspiel: Juan Antonio Del Alamo Cruces köpfte die Mannschaft von Trainer Mario Sanchez Garcia vor 313 Zuschauern in Hankofen nach 18 Minuten in Führung - und die sollte bis in die Nachspielzeit hinein Bestand haben. Dann schlugen die Polen zurück und kamen durch Pawel Slonecki in der fünften Minute der Nachspielzeit noch zum Ausgleich. Damit gehen beide Teams punktgleich in den letzten Gruppenspieltag, wo es im Fernduell um den Finaleinzug geht. Die Spanier treffen am Sonntag um 17.30 Uhr erneut in Hankofen auf Russland, das bereits ausgeschieden ist, die Polen spielen zeitgleich in Neustadt gegen Tschechien, das seinerseits noch die Chance auf das Finale hat, dabei aber auf einen Patzer der Spanier angewiesen ist. 

Unter erneut lautstarker Unterstützung ihrer mitgereisten Fans setzten die Spanier von Beginn an auf schnelle Angriffe, Polen hielt mit körperlicher Stärke dagegen. In der 18. Spielminute ging Spanien durch einen Kopfball von Juan Antonio Del Alamo Cruces in Führung. Der spanische Torhüter Juan Berlana Galan machte es in der 25. Minute nach einem misslungenen Abwurf spannend, Mateusz Jaros konnte die Vorlage für Polen allerdings nicht nutzen. Und es sollte nicht die einzige Möglichkeit zum Ausgleich bleiben: Nach einer Rückgabe kam Jakub Bohdanowicz in der 34. Minute zu einem Abschluss am Elfmeterpunkt, der spanische Torhüter war aber auf dem Posten. Die polnische Auswahl agierte jetzt druckvoller und verlagerte das Spiel nun auch öfter in die spanische Hälfte. Dennoch ging es mit der 1:0-Führung für Spanien in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste zu Ende gegangen war: Die körperlich überlegenen Spanier drückten weiter aufs Tempo. Doch auch Spanien kam zu Chancen. Ein sehenswerter Sololauf des eingewechselten Marcin Burylo wurde von der spanischen Verteidigung geblockt (68.).

Angetrieben von den Fans verteidigte Spanien die Führung und setzte selbst gefährliche Nadelstiche. So vergab Roberto Garcia Puente eine aussichtsreiche Konterchance in der 73. Minute. In der Schlussphase warf Polen alles nach vorne, dadurch kam Spanien vermehrt zu Konterchancen. Luis Emilio Iglesias Gonzalez traf in der 89. Minute nur polnischen Pfosten. In der Nachspielzeit erzielt Pawel Slonecki den Treffer für Polen, die damit im Rennen um die Finalteilnahme weiter mit Spanien gleichauf liegen.
Im zweiten Spiel der Gruppe B schlug Tschechien die russische Auswahl in Kelheim am Nachmittag mit 1:0. Den goldenen Treffer erzielte Tomás Kabelac in der 67. Minute. Tschechien hat damit drei Punkte auf der Habenseite, die noch punktlosen Russen sind nach dem zweiten Spieltag das Schlusslicht der Gruppe.

In Gruppe A haben die Deutschen nach dem 1:1 gegen die Slowakei den Finaleinzug weiter selbst in der Hand. Die Führung für Deutschland besorgte Arif Ekin kurz nach dem Seitenwechsel (48.), Patrik Krcula glich nach 62 Minuten aus.
Alle vier Spiele hatte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) live auf Facebook (www.facebook.com/bfvonline) und Instagram (www.instagram.com/bfvonline) übertragen - präsentiert von "Oddset - Die Sportwette". Auch die restlichen Spiele werden live im Stream zu sehen sein. 

Russland verliert auch zweites Duell - Tschechien wahrt Final-Chancen

klicken zum Vergrößern
In Kelheim standen sich am Donnerstag die Teams aus Tschechien und Russland gegenüber.

Dank eines 1:0-Erfolgs gegen Russland hat das tschechische Team die Chance auf den Final-Einzug im Regions Cup bewahrt. Beide Teams waren am Dienstag mit einer Niederlage in die Endrunde gestartet: Tschechien verlor mit 0:3 gegen Spanien und Russland unterlag 0:1 gegen Polen - das Spiel am Donnerstag in Kelheim war somit für beide bereits ein Endspiel. 

In der 15. Minute setzte das tschechische Team das erste Ausrufezeichen: Der russische Torhüter konnte den Fernschuss von Martin Malý jedoch parieren. Im direkten Gegenzug wurde es auf der anderen Seite gefährlich. Nach einer Freistoß-Hereingabe verpasst Marek Brich den Ball nur knapp. In der ersten Halbzeit strahlte das russische Team von Trainer Kalin Stepanyan insgesamt mehr Torgefahr aus - insbesondere nach ruhenden Bällen erarbeitete sich sein Team zahlreiche aussichtsreiche Chancen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit (51.) hatte erneut Martin Malý die Führung auf dem Fuß: Sein Elfmeter landete am Pfosten. Danach sahen die 237 Zuschauer in intensives Spiel, das vor allem durch Zweikämpfe im Mittelfeld geprägt war. In der 67. Minute fiel das viel umjubelte Führungstor Tomás Kabelác - nach einer Ecke setzte sich der tschechische Kapitän im Strafraum durch und erzielte das 1:0. Kurz vor Schluss parierte der tschechische Torhüter eine Freistoß vom mittlerweile eingewechselten Sergei Lednev. Am Ende freuten sich die Tschechen über den ersten Dreier auf bayerischem Boden, während dass russische Team nach zwei Niederlagen keine Chance mehr auf das Weiterkommen hat. 

Bereits vor der Partie in Kelheim trennten sich die Türkei und Frankreich 2:1, die Türkei steht damit nach zwei Spieltagen bei sechs Punkten. Das zweite Gruppenspiel der deutsche Mannschaft gegen die Slowakei endete 1:1-Unentschieden. Um 18 Uhr stehen sich am Donnerstag in Hankofen noch die gut ins Turnier gestarteten Spanier und die Mannschaft aus Polen gegenüber. Alle vier Spiele des zweiten Spieltags überträgt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) live auf Facebook und Instagram - präsentiert von "Oddset - Die Sportwette". Auch die restlichen Spiele werden live im Stream zu sehen sein. Eine Übersicht gibt es hier.  

Alle Tore des 1. Spieltags



Nach dem Sieg ist vor dem Spiel

klicken zum Vergrößern
Voller Fokus auf das Spiel gegen die Slowakei: Verbandstrainer Engin Yanova.

Kraft tanken, konzentriert bleiben, voller Fokus auf's nächste Spiel: Nach dem gelungen 1:0-Auftaktsieg in Kelheim gegen die Weltmeister-Nation Frankreich richtet die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) um Trainer Engin Yanova, die am Mittwoch noch eine leichte Regenerations-Trainingseinheit absolviert, den Blick auf das zweite Gruppenspiel am Donnerstag (14.30 Uhr) in Landshut. Gegner ist die Auswahl der Slowakei, die ihr Auftaktspiel 1:3 (1:2) gegen die Türkei verloren hat und entsprechend bereits mit dem Rücken zur Wand steht. (Das komplette Interview)

Dreier gegen Frankreich war nur Etappensieg

"Das 1:0 gegen Frankreich war wichtig, um ins Turnier zu finden, aber letztlich auch nicht mehr als ein Etappensieg. Unser Ziel ist und bleibt das Finale in Burghausen. Um das zu erreichen, dürfen wir nicht nachlassen. Gegen die Franzosen war unsere Widerstandsfähigkeit der Schlüssel zum Erfolg. Jeder Einzelne hat gerade in der Unterzahlsituation noch einmal ein paar Prozentpunkte mehr rausgehauen, um das auszugleichen. Natürlich kam auch etwas Match-Glück dazu. Aber wenn man letztlich die klaren Torchancen zählt, hatten wir durchaus auch noch Möglichkeiten, ein Tor mehr zu machen", erklärt Yanova, der davor warnt, die Slowakei auf die leichte Schulter zu nehmen: "Wir haben jetzt der Punkte in der Tasche, aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Die Slowaken werden morgen alles geben, um im Turnier weiterhin eine Rolle zu spielen. Für sie ist es die letzte Chance. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Bei einer Endrunde gibt es keine leichten Aufgaben. Wenn wir so geschlossen und leidenschaftlich auftreten wie gegen Frankreich, werden wir den nächsten Schritt Richtung Endspiel machen. Da bin ich sicher."

Disziplin und Ballkontrolle als Schlüssel zum Erfolg

Auch im zweiten Gruppenspiel setzt Yanova auf die defensive Stabilität und die Disziplin. "Im weiteren Turnierverlauf ist es sehr wichtig, dass das passt. Gegen die Slowakei erhoffe ich mir aber auch mehr Spiel- und Ballkontrolle, wir müssen den Ball besser laufen lassen und konstruktiver nach vorne spielen, um zu noch mehr Tormöglichkeiten zu kommen. Das war in Unterzahl gegen die Franzosen weniger der Fall."

Verzichten muss der BFV-Chefcoach auf Kapitän Michael Kraus (TSV Aubstadt), der im Auftaktmatch gegen Frankreich nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte sah. "Michael fehlt uns nicht nur als Spieler, sondern vor allem auch als Leader auf dem Platz. Aber Franz Fischer wird ihn ersetzen und seine Aufgabe wie bereits im Spiel gegen die Franzosen sehr gut erfüllen. Wie wir die Position in der zentralen Achse neu besetzen, werden wir erst heute nach dem Training entscheiden. Aber ich habe schon die eine oder andere Idee im Kopf."

Wer in der ersten Elf steht, wird Yanova den Spielern erst kurz vor der Abfahrt nach Kelheim verraten. Vorher stehen noch Einzelgespräche mit den Spielern an. Auch die Spieler brennen bereits auf Spiel Nummer zwei: "Der erste Schritt ist getan, jetzt wollen wir gegen die Slowakei und die Türkei nachlegen", erklärt Arif Ekin (TSV 1860 München), der mit seinem Treffer nach 39 Sekunden gegen Frankreich für einen Auftakt nach Maß für die BFV-Auswahl gesorgt hatte und sicherlich gute Karten für einen zweiten Startelf-Einsatz hat.

Minimalist Slowakei

Unter den acht Nationen, de aktuell in Bayern um den Europameistertitel der Amateure kämpfen, sind die Slowaken - salopp formuliert - die Minimalisten: In der Zwischenrunde reichten der Mannschaft von Trainer Peter Gergely in Gruppe 2 ein Sieg und zwei Unentschieden, um das Ticket für die Endrunde zu buchen: Nach einem 2:2 gegen England und einem 1:1 gegen Irland glückte damals im letzten Gruppenspiel ein erlösender 4:1-Sieg gegen Rumänien. Im Endrunden-Auftaktspiel gegen die Türkei sorgte Kristian Bartos mit seinem Tor nach vier Minuten für einen Blitzstart. Zum Sieg sollte es dennoch nicht reichen, weil Yunus Topal per Doppelpack (28., 45.+5) und Onur Gecgel (90.+1) das Spiel zum türkischen Sieg drehten.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) zeigt das zweite Gruppenspiel er deutschen Auswahl gegen die Slowakei live auf Facebook (www.facebook.com/bfvonline). Präsentiert wird der Livestream von "Oddset - die Sportwette".

Der Kader der BFV-Auswahl

Tor
Dominic Dachs (SV Seligenporten)
Lukas Trum (SV Egg an der Günz)

Abwehr
David Bauer (TSV Rain/Lech)
Sebastian Gebhart (TSV 1860 München)
Henri Koudossou (SV Pullach)
Sebastian Marx (ATSV Erlangen)
Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau)
Eduard Root (SSV Jahn Regensburg)
Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers)

Mittelfeld
Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau)
Arif Ekin (TSV 1860 München)
Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers)
Michael Kraus (TSV Aubstadt)
Marco Luburic (TSV Rain/Lech)
Alexander Spitzer (TSV 1860 München)
Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München)

Sturm
Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen)
Sebastian Fries (Würzburger FV)
Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim)
Ugur Türk (TSV 1860 München)

Alles zum UEFA Regions' Cup gibt es unter www.bfv.de/regions-cup

Keine Nullnummer am ersten Spieltag

klicken zum Vergrößern
Der Türke Yunus Topal (Mitte) glänzte im Spiel gegen die Slowakei als Doppeltorschütze.

Vier Spiele, neun Treffer, ein Doppeltorschütze, faire Franzosen: Zum Auftakt der Vorrunde beim Finalturnier um den UEFA Regions' Cup in Bayern haben die Amateure nicht mit Toren gegeizt. Keine Partie endete torlos, der Türke Yunus Topal schnürte beim 3:1 (2:1)-Erfolg in der deutschen Gruppe A den ersten und bis dahin einzigen Doppelpack. Der Schnitt von 2,25 Treffern pro Spiel liegt dennoch unter dem des Wettbewerbs: In den bis dato 52 Partien der Qualifikation, Zwischen- und Endrunde fielen 195 Treffer (3,75 pro Match). 

Während die Torschützenliste bei der Europameisterschaft der Amateure recht einfach zu führen ist (Scorerpunkte für Tor-Vorlagen werden nicht gezählt), errechnet die Fair-Play-Tabelle der Computer. In dem Ranking erfasst die UEFA bei jedem Spiel die Anzahl der Foulspiele aller Mannschaften und summiert diese mit Gelben, Gelb-Roten oder Roten Karten nach einem ganz speziellen Schlüssel. Für sämtliche Vergehen gibt es spezielle Werte, die letztlich in die Tabelle einfließen. "Fairstes" Team ist demnach nach dem ersten Spieltag Frankreich vor Spanien, an dritter Stelle wird die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) geführt - und dies, obwohl Michael Kraus als einziger Akteur des ersten Spieltages nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste. Schlusslicht der Fair-Play-Tabelle ist Russland, das beim 0:1 gegen Polen den Kürzeren zog. 

"Wir sind hier, um Großes zu erreichen"

klicken zum Vergrößern
Die komplette deutsche Mannschaft stimmte beim Frühstück ein "Happy Birthday" für Geburtstagskind Sebastian Marx an.

Am Tag nach dem ebenso nervenaufreibenden wie kräftezehrenden 1:0 (1:0)-Auftaktsieg gegen Frankreich beim Finalturnier um den UEFA Regions' Cup richtete sich der Fokus im deutschen Lager auf das zweite Vorrundenspiel der Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) an diesem Donnerstag gegen die Slowakei (14.30 Uhr, Landshut, live auf www.facebook.com/bfvonline - präsentiert von Oddset - Die Sportwette). Zuvor aber gab es erstmal Kuchen. Sebastian Marx vom ATSV Erlangen feierte seinen 23. Geburtstag - die Torte brachte Turnierdirektor Felix Jäckle zum Frühstück, die Teamkollegen stimmten ein "Happy Birthday" an. (Video)

Und es mag stellvertretend für diese außergewöhnliche Chemie im deutschen Kader stehen, dass Marx ein breites, ja fast schon verlegenes Grinsen aufsetzte. Beim Auftaktsieg am Abend vorher war der Mittelfranke, den es nach dieser Europameisterschaft der Amateure zum Studium in die USA zieht, nicht zum Einsatz gekommen. Er musste die 90 Minuten von der Bank aus ansehen. "Es ist jetzt nicht so, dass ich damit zufrieden bin. Dann wäre ich hier auch falsch. Ich will spielen und werde weiter Vollgas geben", sagte der Innenverteidiger, "aber jetzt den Kopf hängen zu lassen, wäre das völlig falsche Signal. Wir sind hier, um Großes zu erreichen. Da sind alle Spieler wichtig. Die auf dem Feld und auch die auf der Bank. Diesen Geist leben wir. Und ich bin mir sicher, dass wir das Spiel nicht gewonnen hätten, wären wir nicht dieser eingeschworene Haufen."

Denn gleich die Auftaktpartie vor 577 Zuschauern in Kelheim war für alle Beteiligten eine turbulente Achterbahn der Gefühle - auf und neben dem Feld. Nach 39 Sekunden erzielte Arif Ekin von den Münchner Löwen den Führungstreffer. Es war die rasante Fahrt auf den Gipfel der Freude. "Auch deshalb, weil wir das im Training entsprechend einstudiert hatten, mit diesem Spielzug hinter die Kette der Franzosen zu gelangen", sagte Verbandstrainer Engin Yanova, dessen Stimme gelitten hatte, weil er vor allem gegen Ende der Partie Kommandos im Sekundentakt aufs Feld schickte. Die Franzosen hatten mehr vom Spiel, das ist unbestritten, "aber wir haben erfolgreich Beton angerührt und alles reingehauen", wie es Torschütze Ekin formulierte, aber auch gleich nachschob, "dass das nur die halbe Wahrheit ist, denn wir hatten auch unsere Möglichkeiten, den Sack früher zuzumachen". Sie taten es aber nicht, und weil nach 65 Minuten Kapitän Michael Kraus (TSV Aubstadt) mit Gelb-Rot vom Rasen musste, war die Aufgabe ungemein schwerer. Auf der Achterbahn der Gefühle deutete sich eine Talfahrt an. "Es tut mir furchtbar leid für die Mannschaft, das ärgert mich selbst am meisten. Ich als Kapitän muss vorangehen, aber keineswegs so", sagte Kraus, der damit im Spiel am Donnerstag gegen die Slowakei eine Zwangspause einlegen muss, später: "Dafür muss ich mich entschuldigen. Ich bin den Jungs dankbar, dass sie die Meter für mich mitgegangen sind." 

Mit Auslauf war es auf der Tribüne im Stadion von Kehlheim nichts, BFV-Präsident Rainer Koch und der deutsche Delegationsleiter, BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, fieberten auf ihren Plätzen mit, mit Beine vertreten war da nichts. "Ich hatte zwischendurch Angst um mein Herz", sagte Faltenbacher, "aber ich bin verdammt stolz auf die Mannschaft, die auch zu zehnt alles gegeben hat und am Ende den Vorsprung ins Ziel gebracht hat. Das war ein Auftakt nach Maß, der uns alle weiter vom Titel träumen lässt."
Koch indes mochte vor lauter Spannung in den letzten Minuten bisweilen gar nicht mehr auf den Platz sehen: "Das hat Nerven gekostet. Ich bin aber aus zweierlei Gründen heute sehr glücklich. Logisch, freut sich ein Verbandspräsident, wenn die eigene Mannschaft gewinnt. Noch dazu gegen Frankreich, das viele vor dem Start als Top-Favoriten genannt haben. Glückwunsch, an Engin Yanova und sein Team. Aber ich bin auch stolz auf unsere Vereine und die vielen Helfer des BFV, die am ersten Tag alle vier Partien in Kelheim und Neustadt perfekt organisiert haben. Für uns als BFV geht es auch darum, sich hier als exzellenter Gastgeber zu präsentieren. Ich bin mir sicher, dass der deutsche Sieg zusätzliche Motivation für alle ist, die hier im Einsatz sind."

Wenn es überhaupt eines Belegs bedarf, dass sich die sieben Teams hier beim UEFA Regions' Cup in Bayern wohlfühlen und untereinander ein offenes Miteinander pflegen, dann bot der Mittwochabend den wohl besten Beweis: Nach der Partie zwischen Deutschland und Frankreich saßen beide Teams auf ihren Plätzen im Hotel-Restaurant, als es Kuchen gab. Amaury Tessier hatte schließlich Geburtstag, wurde 26. Zu feiern aber war dem Kicker aus der Normandie zunächst nicht. Dann aber stimmte die BFV-Auswahl von Gegenüber ein "Happy Birthday" an...

klicken zum Vergrößern
Nach nur 39 Sekunden ließ Arif Ekin die deutsche Auswahl jubeln. Foto: Getty/Jan Hetfleisch

Auftakt nach Maß: Die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes ist mit einem ebenso knappen wie hart erkämpften Sieg in die Endrunde des UEFA Regions' Cup in Bayern gestartet. Die Mannschaft von Verbandstrainer Engin Yanova setzte sich im ersten Vorrundenspiel der Gruppe A vor 577 Zuschauern in Kelheim gegen die Weltmeister-Nation Frankreich mit 1:0 (1:0) durch - und das, obwohl die BFV-Auswahl nach einer gelb-roten Karte gegen Kapitän Michael Kraus (65., TSV Aubstadt) über 35 Minuten in Unterzahl agieren musste. Das zweite Spiel der Yanova-Elf bei der Europameisterschaft der Amateure steigt am Donnerstag (14.30 Uhr) in Landshut. Gegner ist die Slowakei, die ihr Auftaktspiel 1:3 (1:2) gegen die Türkei verloren hat. (Video: Die Stimmen zum Spiel)

"Gegen starke Franzosen war das ein, wie Fußballer immer so schön sagen, dreckiger Sieg. Und in jedem Fall einer, der uns durch dieses Turnier tragen kann. Wir haben absoluten Willen gezeigt. Kompliment an meine Jungs! Obwohl wir am Ende den Sack bei unseren dicken Möglichkeiten früher zu machen müssen, war der Druck phasenweise enorm. Jetzt gilt es, so schnell wie möglich, zu regenerieren und Kräfte zu tanken. Schon am Donnerstag steht das nächste Spiel an und das wird nicht einfacher", sagte Engin Yanova. Für Torschütze Arif Ekin war es "einfach ein geiles Gefühl", so früh getroffen zu haben: Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir Beton angerührt und Frankreich so vor Probleme gestellt. Klar, waren wir heute vielleicht nicht unbedingt das bessere Team, aber wir haben alle zusammen auf die Zähne gebissen und so den Auftaktsieg erzwungen."

Anstoß, Ballstafette, Tor: Die deutsche Auswahl legte einen buchstäblichen Blitzstart hin: Nach einem schnellen Angriff über die linke Außenbahn über Sebastian Fries (Würzburger FV), legte Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München) perfekt auf den im Rückraum lauernden Arif Ekin (TSV 1860 München) ab, der dem Ball nach nur 39 Sekunden zur deutschen Führung unhaltbar ins Netz jagte. "Um ehrlich zu sein, hatten wir diesen Spielzug in der Tat auch so im Training einstudiert", freut ich Yanova über den fulminanten Auftakt: "Das freut mich für die Jungs, dass der Treffer dann auc noch dazu ein so schöner war." Nach dem Schock zum Start zogen die Franzosen das Tempo an, verbuchten deutlich mehr Ballbesitz, wirklich zwingende Chancen blieben aber dennoch Mangelware. Die deutsche Hintermannschaft stand sicher und ließ zunächst wenig zu, mit Fortdauer des Matches aber wurden die Amateure aus der Normandie präziser. Bei der ersten nennenswerten Möglichkeit setzte Top-Stürmer Thomas Vauvy, der bereits in der Zwischenrunde sechs Treffer erzielt hatte, freistehend am linken Torpfosten vorbei (14.). Nur wenige Minuten später verhinderte Schlussmann Dominic Dachs (SV Seligenporten) mit einer Glanzparade den Ausgleich, als er gegen Maxime Roynel aus kurzer Distanz partierte (18.). Bei einem der in dieser Phase wenigen Entlastungsangriffen der Yanova-Elf suchte Sebastian Brey (TSV 1860 Dachau) den in der Spitze wartenden Ugur Türk (TSV 1860 München), der allerdings einen Schritt zu spät kam und das Nachsehen gegen den Französischen Keeper Xavier Gallien hatte (25.). Auf der Gegenseite zog Gérard Bopu in bester Arien-Robben-Manier von der Strafraumgrenze ab, doch der Ball rauschte letztlich doch klar über den deutschen Kasten (32.). Deutsche Angriffe blieben die Ausnahme - aber wenn, dann wurde es gefährlich: Wie nach einem Eckball von Ekin, als erst Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen) scharf auf das französische Tor köpfte und abermals Türk im Nachschuss fast der zweite bayerische Treffer gelungen wäre (36.).

Der Beginn der zweiten Hälfte war fast ein Spiegelbild der ersten: Das erste Ausrufezeichen setzte die deutsche Mannschaft. Ugur Türk wurde auf der rechten Außenbahn steil geschickt, der legte zielgenau auf Masaaki Takahara ab, der den Ball aus wenigen Metern nur knapp über das Gebälk jagte (47.). Schock dann für die deutsche Mannschaft. Kapitän Michael Kraus kam einen Schritt zu spät und sah nach einem Foulspiel an dem kurz zuvor eingewechselten Steve Mendy die gelb-rote Karte (54.) - Unterzahl. Dennoch stand die Null zunächst weiter, die BFV-Auswahl verteidigte geschickt, setzte auf Konter. Zu Chancen kamen das Team von Trainer Clément Lerebours dennoch, das weiter auf den Ausgleich drängte. In der 69. Minute zog Bopu aus der Distanz ab - drüber. Dann die ganz dicke Möglichkeit für die Deutschen, alles klar zu machen: Franz Fischer legte nach einem Konter auf den eingewechselten Eduard Root (SSV Jahn Regensburg) ab, der freistehend vergab (75.). In der Nachspielzeit die nächste dicke Möglichkeit, als Takahara eine Hereingabe von Root knapp verpasste. "Es war eine packene Partie mit einer stark kämpfenden deutschen Mannschaft", freute sich BFV-Präsident Rainer Koch, während der deutsche Delegtionsleiter und BFV-Schatzmeistr Jürgen Faltenbacher davon sprache, "dass das nicht spurlos an mir vorübergegangen ist. Aud der Tribüne war das eine nervenaufreibende Angelegenheit mit einem guten Ende für uns. Ich freue mich ungemein für Engn und sein Team. Dieses Match hat gezeigt, zu was diese Mannschaft imstande ist".

In der ersten Partie der Gruppe A hatte die Türkei am Dienstagnachmittag ebenfalls in Kelheim einen 3:1-Sieg gegen die Slowakei gefeiert. Kristian Bartos brachte die Slowakei zunächst nach vier Minuten in Führung, doch noch vor der Pause drehte die nach der souveränen Qualifikation leicht favorisierte Mannschaft von Trainer Ismail Tavis die Partie durch Yunus Topal (28. Minute, 45+5). Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Onur Gecgel (90+1). In Gruppe B kamen die Spanier in Neustadt an der Donau zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Tschechien. Die Tore für die Mannschaft von Trainer Mario Sánchez García erzielten Kapitän Roberto García Puente (12. Minute), Javier Amor García per direkt verwandeltem Freistoß (43.) sowie Jorge Rodríguez Alvarez (73.). Im Abendspiel setzte sich Polen mit 1:0 gegen Russland durch. Das Tor erzielte Mateusz Jaros. "Wir haben heute tolle vier Spiele mit einer ebenso starken Organisation gesehen", sagte Faltenbacher: "Wir fiebern ja nicht nur mit unserer Mannschft, sondern wollen gemeinsam mit unseren Vereinen ein möglichst perfekter Gastgeber sein."

Alle vier Partien des ersten Spieltags hatte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) live auf Facebook (www.facebook.com/bfvonline) und Instagram (www.instagram.com/bfvonline) übertragen - präsentiert von "Oddset - Die Sportwette". Auch die restlichen Vorrundenspiele sowie das Finale in Burghausen am 26. Juni werden ebenfalls live im Stream zu sehen sein. Eine Übersicht gibt es hier.

Statistik

Deutschland

Dominic Dachs (SV Seligenporten) - Sebastian Gebhart (TSV 1860 München), David Bauer (TSV Rain/Lech), Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau), Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München), Michael Kraus (TSV Aubstadt - Kapitän), Ugur Türk (TSV 1860 München, 85. Philipp Nagengast/SpVgg Jahn Forchheim), Arif Ekin (TSV 1860 München, 55. Eduard Root/SSV Jahn Regensburg.), Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen), Sebastian Brey, TSV 1865 Dachau, 71. Henri Koudossou/SV Pullach), Sebastian Fries (Würzburger FV).

Frankreich

Xavier Gallien - Axel Flucher, Clément Bassin, Joël Lembo Ndongala, Valentin Sanson, Florian Levasseur (Kapitän), Gérard Bopu, Thomas Valentin (70. José Dembi), Thomas Vauvy (80. Abdellah Sihel), Maxime Roynel, Amaury Tessier (48. Steve Mendy).

Tor: 1:0 Ekin (1.). Gelb-Rot: Kraus (65., Deutschland, wiederholtes Foulspiel). Schiedsrichter: Eitan Shmuelevitz (Israel). Zuschauer: 577 (in Kelheim).

Regions Cup: Polen siegreich

klicken zum Vergrößern
Die polnische Elf entschied die hart umkämpfte Abendpartie am ersten Regionscup-Abend für sich.
Das zweite Aufeinandertreffen des Tages in Gruppe B entschied Polen mit 1:0 für sich. Den einzigen Treffer des Abends in Neustadt erzielte Mateusz Jaros.


Nach einem zerfahrenen Beginn mit viel Ballbesitz im Mittelfeld, kam Polen in der 23. Minute zur ersten hochkarätigen Chance, als Mateusz Kluzek am Fünfmeterraum nur knapp verpasst. Zur Halbzeit stand auf beiden Seiten die Null. Die erste Chance in der zweiten Hälfte hatten wiederum die Polen: Der Schuss des Kapitäns Grzegorz Borowy wurde jedoch abgewehrt. In der 60. Minute konnten die Polen ihr Chancen-Übergewicht in zählbares umwandeln, Mateusz Jaros staubt nach dem Elfmeter seines Teamkollegen Marcin Burylo eiskalt ab. In der Schlussphase entwickelte die russische Mannschaft mehr Zug zum Tor, konnte sich aber trotz zahlreicher Chancen nicht belohnen.

In der ersten Partie der Gruppe A hatte die Türkei am Dienstagvormittag in Kelheim einen 3:1-Sieg gegen die Slowakei gefeiert. Kristian Bartos brachte die Slowakei zunächst nach vier Minuten in Führung, doch noch vor der Pause drehte die nach der souveränen Qualifikation leicht favorisierte Mannschaft von Trainer Ismail Tavis die Partie durch Yunus Topal (28. Minute, 45+5). Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Onur Gecgel (90+1).

In Gruppe B kamen die Spanier in Neustadt an der Donau zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Tschechien. Die Tore für die Mannschaft von Trainer Mario Sánchez García erzielten Kapitän Roberto García Puente (12. Minute), Javier Amor García per direkt verwandeltem Freistoß (43.) sowie Jorge Rodríguez Alvarez (73.). Im Abendspiel trennten sich Deutschland und Frankreich 1:0. Das Tor erzielte Arif Ekin.

Alle vier Spiele hatte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) live auf Facebook und Instagram übertragen - präsentiert von "Oddset - Die Sportwette". Auch die restlichen Spiele werden live im Stream zu sehen sein. Eine Übersicht gibt es hier

Regions Cup: Auftaktsieg für die Türkei

klicken zum Vergrößern
Die Türkei konnte zum Auftakt einen 3:1-Sieg gegen die Slowakei bejubeln.

Die türkische Auswahl ist mit einem Sieg in die Endrunde des UEFA Regions' Cup in Bayern gestartet. Im Auftaktspiel der Gruppe A setzte sich die Auswahl von Trainer Ismail Tavis mit 3:1 (2:1) gegen die Slowakei durch. Lange mussten die 216 Zuschauer im Kelheimer Stadion dabei nicht auf den ersten Treffer warten. Bereits in der vierten Spielminute war Kristian Bartos nach einer schönen Kombination über die rechte Seite zur Stelle und traf bei der ersten Chance der Partie aus knapp sieben Metern zur Führung für die Slowakei. Die Türkei zeigte sich zwar kurz geschockt, fand aber schnell zurück in die Partie, erhöhte den Druck und glich in der 28. Minute durch Yunus Topal aus. Und jetzt wollte der Favorit, der sich mit drei deutlichen Siegen in der Zwischenrunde souverän das Endrunden-Ticket gesichert hatte, mehr. Und wurde noch vor dem Pausenpfiff für die mutigere, offensivere Spielweise belohnt - Yunus Topal war in der Nachspielzeit der ersten Hälfte erneut zur Stelle. 

Die Slowakei kehrte etwas spritziger aus der Kabine zurück und drängte auf den Ausgleich, während sich die Türkei zunächst aufs Kontern verlegte. Das erste große Ausrufezeichen setzte Rene Siko, der den Ball aus 16 Metern an die Latte setzte. Aber auch die Türkei kam zu Möglichkeiten: Einen Schuss von Caner Güner konnte die Hintermannschaft der Slowakei im letzten Moment klären, der eingewechselte Emre Seker versuchte es in der Schlussphase aus der Distanz, verfehlte das Tor allerdings um einen knappen Meter. Besser machte es in der Nachspielzeit Onur Gecgel, der mit dem dritten Treffer für die Türkei den Deckel draufmachte (90+1).

Im zweiten Gruppenspiel der Gruppe A trifft am Dienstagabend ebenfalls in Kelheim das deutsche Team um Cheftrainer Engin Yanova auf die Weltmeisternation Frankreich. Anpfiff ist um 18.45 Uhr. Der BFV streamt alle Partien der Endrunde live auf Facebook (www.facebook.com/bfvonline) und Instagram (www.instagram.com/bfvonline) - präsentiert von "Oddset - Die Sportwette".

 

UEFA Regions' Cup: Die Gruppe B

Es wird ernst: Am 18. Juni fällt der Startschuss für die Endrunde des UEFA Regions' Cup in Bayern. In Gruppe B kämpfen Tschechien, Polen, Russland und Spanien um den Finaleinzug beim bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerb der UEFA. Die beiden Gruppensieger bestreiten das Finale um den UEFA Regions' Cup am 26. Juni in der Wacker-Arena in Burghausen. Die zwölf Vorrundenbegegnungen werden bei der SpVgg Hankofen-Hailing in Leiblfing, im städtischen Stadion in Kelheim, im Hammerbachstadion in Landshut und im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau ausgetragen. Wir stellen die Gruppe B vor und zeichnen den Weg der vier Mannschafen in die Endrunde nach. 

Tschechien

Zwei Siege, ein Unentschieden, kein Gegentreffer: Das ist die Bilanz von Tschechien, das sich in Gruppe 7 durchsetzte. Dem 4:0 in der Eröffnungspartie gegen Bosnien-Herzegowina ließen die Osteuropäer ein 2:0 gegen San Marino folgen. Im letzten Gruppenspiel stand gegen Ungarn am Ende ein torloses Remis, was letztlich den Einzug in die Endrunde bedeutete. Der Kader der tschechischen Mannschaft um den besten Torschützen Martin Kejzlar (drei Tore) setzt sich aus nur fünf Vereinen zusammen und ist daher sehr eingespielt. Trainer Milos Dvorak setzt daher voll auf den Zusammenhalt seines Teams. "Ich hoffe, dass das Kollektiv auch in der Endrunde unsere größte Stärke sein wird. Es wird für uns alle der Höhepunkt unseres Fußballerlebens", erklärt der Coach voller Vorfreude.

Torschützen:
3 Tore: Martin Kejzlar
1 Tor: Lukás Hlava, Michael Moravec, Martin Holec

Polen

Neben Deutschland ist Polen, Champion von 2007, die einzige Mannschaft, die trotz einer Niederlage die Endrunde erreichte. Nach einem 3:1-Sieg gegen die Schweiz zum Auftakt und einem 4:0-Erfolg gegen Moldawien unterlagen die Osteuropäer im letzten Gruppenspiel Italien knapp mit 1:2 - verwiesen die Südeuropäer aber dank des besseren Torverhältnisses auf Platz zwei. Bester polnischer Torschütze war Kornel Traczyk mit zwei Toren. Trainer Grzegorz Kowalski sieht seine Mannschaft im Nachbarland nicht unter Druck und stapelt tief: "Natürlich wollen wir in der Endrunde einen guten Eindruck hinterlassen, aber um Leben und Tod geht es für uns nicht. Zuallererst wird das Turnier ein spannendes Abenteuer für unsere Spieler."

UEFA Regions' Cup: Die Gruppe A

klicken zum Vergrößern
Die deutsche Mannschaft.

Es wird ernst: Am 18. Juni startet die deutsche Mannschaft um 18.45 Uhr in Kelheim mit dem Auftaktmatch gegen Frankreich in die Endrunde des UEFA Regions' Cup. Weitere deutsche Kontrahenten in der Vorrundengruppe A sind die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Auswahl der Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien steigen im Rahmen der Fußballiade, die vom 20. bis 23. Juni erneut in Landshut stattfindet. "Unser Ziel ist ganz klar das Finale am 26. Juni in Burghausen. Nachdem sich nur jeweils der Gruppenerste für das Endspiel qualifiziert, müssen wir gegen Frankreich, die Türkei und die Slowakei bestehen. Das ist sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber dennoch eine lösbare Aufgabe, auf die wir uns ganz gezielt vorbereitet haben", erklärt Verbandstrainer Engin Yanova, der die deutsche Auswahl betreut. Wir stellen die Gruppe A vor und zeichnen den Weg der vier Mannschafen in die Endrunde nach. 

Deutschland

Endrunden-Gastgeber Deutschland startete mit einer bitteren 1:2-Auftaktniederlage gegen Israel in die Zwischenrunde, ließ sich dadurch aber nicht beirren. Gegen Malta meldete sich die Mannschaft von Trainer Engin Yanova eindrucksvoll zurück, erzwang mit dem 6:0-Erfolg das "Endspiel" in Gruppe 5 gegen Serbien und feierte den für das Weiterkommen nötigen Sieg mit mindestens zwei eigenen Treffern (2:0). Die besten deutschen Schützen waren David Bauer und Marco Luburic mit jeweils zwei Toren in der Zwischenrunde. Jetzt will Trainer Yanova auch den Titel beim UEFA Regions' Cup. "Wenn wir an einem Wettbewerb teilnehmen, wollen wir ihn auch gewinnen. Der Pokal soll in Bayern bleiben", so das Ziel des BFV-Verbandstrainers.

Die Torschützen:
2 Tore: David Bauer, Marco Luburic
1 Tor: Sebastian Gebhart, Sebastian Marx, Florian Fromholzer, Franz Fischer, Philipp Nagengast

Türkei

Die Türkei behielt wie Frankreich und Spanien in der Zwischenrunde eine weiße Weste und löste mit drei deutlichen Siegen mit nur drei Gegentreffern in Gruppe 4 souverän das Endrunden-Ticket: Dem 6:2 im Auftaktspiel gegen Wales folgten ein 3:0-Erfolg gegen Weißrussland und ein 3:1-Sieg gegen Bulgarien. Caner Güner und Yunus Topal trafen jeweils dreimal, Umut Aydin erzielte zwei Tore für den letztjährigen Endrunden-Gastgeber beim UEFA Regions' Cup. Trainer Ismail Tavis, ehemaliger türkischer Nationalspieler, glaubt an den ganz großen Coup. "Wir sind ein offensiv eingestelltes Team mit großer Ausdauer. Ich glaube wirklich, dass wir dieses Turnier gewinnen können", sagt der ehemalige Profi von Besiktas Istanbul.

Die Torschützen:
3 Tore: Caner Güner, Yunus Topal
2 Tore: Umut Aydin,
1 Tor: Ömer Öztürk, Mehmet Arslan, Ümit Can Yiten, Fatih Gönen

Slowakei

Ein Sieg und zwei Unentschieden reichten der Slowakei in Gruppe 2, um das Ticket für die Endrunde zu buchen: Nach zwei Unentschieden zum Auftakt der Zwischenrunde gegen England (2:2) und Irland (1:1) glückte im letzten Gruppenspiel ein erlösender 4:1-Sieg gegen Rumänien. Vize-Vorsitzender Stefan Korman ist erleichtert über die Teilnahme an der Endrunde in Bayern. "Endlich - 2017 fehlte uns ein einziger Treffer für die Endrunden-Qualifikation. Wir sind sehr glücklich, dass es dieses Mal geklappt hat." Bester Torschütze war mit zwei Zwischenrunden-Treffern Denis Martinko. Trainer der slowakischen Auswahl ist Peter Gergely, der vor allem auf die mannschaftliche Geschlossenheit setzt und eine enge Beziehung zu seinem Team pflegt.

Torschützen:
2 Tore: Denis Martinko
1 Tor: Matej Vaculík, Roman Holíek, Michal Hrenák, Matej Zavadzan, Daniel Pilný

Frankreich

Frankreich dominierte die Gruppe 3, marschierte mit drei Siegen und einem sensationellen Torverhältnis von 19:1 locker in die Endrunde und dürfte auch dort zu den Top-Favoriten auf den Titel zählen. Die Franzosen starteten fulminant mit zwei Kantersiegen gegen Lettland (8:0) und Litauen (7:0) und setzten sich letztlich auch gegen Titelverteidiger Kroatien souverän mit 4:1 durch. Thomas Vauvy glänzte in der Zwischenrunde als sechsfacher Torschütze, Stive Mendy und Maxime Roynel trafen jeweils vierfach. Trainer Clément Lerebours freut sich schon auf die Endrunde in Bayern: "Ich kann mit der Auslosung gut leben. Das werden drei interessante Spiele, insbesondere das gegen die deutschen Gastgeber."

Die Torschützen:
6 Tore: Thomas Vauvy
4 Tore: Stive Mendy, Maxime Roynel
2 Tore: Abdejalil Sahloune
1 Tor: Amaury Tessier, Kevin Auzou, Florian Levasseur

Schwarz-rot-goldener Traum in Blau

klicken zum Vergrößern
Delegationsleiter Jürgen Faltenbacher hatte als Überraschung ein spezielles Trikot für die BFV-Auswahlspieler im Gepäck.

BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der die deutsche Delegation bei der Endrunde des UEFA Regions' Cup anführt, und der bayerische UEFA-Regions'-Cup-Botschafter Jimmy Hartwig haben die deutsche Auswahl um Verbandstrainer Engin Yanova auf das Auftaktspiel gegen Frankreich (Dienstag, 18.45 Uhr in Kelheim) eingeschworen. "Die Europameisterschaft der Amateure ist eine gigantische Bühne für jeden einzelnen von euch. Was wir gemeinsam als Team erreichen können, haben wir bereits bei der Zwischenrunde im Vorjahr gezeigt. Ich bin überzeugt, dass wir bei diesem Turnier weit kommen können, wenn jeder alles für unseren gemeinsamen Traum gibt", erklärte Faltenbacher, der eine besondere Überraschung für die Spieler im Gepäck hatte - ein im Design an das Nationalmannschaftstrikot der Weltmeistergeneration von 1990 angelehntes Trikot, das die DFB-Elf bei der WM in Russland getragen hatte - in einer speziell bayerisch-blauen Variante. 

Unter dem BFV-Logo prangt die deutsche Flagge, auf dem Rücken sind unter dem Bayern-Schriftzug die Spielernachnamen angebracht. "Ein echt geiles Gefühl, dass wir in diesen ganz speziellen Trikots auflaufen dürfen", sagt Kapitän Michael Kraus vom TSV Aubstadt.

"Für mich war es immer eine Ehre, für Deutschland auflaufen zu dürfen. Es ist ein einzigartiges Gefühl. Diejenigen, die bereits bei der Zwischenrunde dabei waren, wissen das, die anderen werden es morgen merken. Die Augen aus Europa sind auf euch gerichtet und vor allem für diejenigen von euch, die vielleicht noch mit einer Karriere im Profifußball liebäugeln, ist das Turnier eine einmalige Gelegenheit. Dennoch dürft ihr eines nie vergessen: Im Fußball gewinnt man als Team und verliert als Team. Ihr werdet nur Erfolg haben, wenn jeder alles für den anderen gibt", erklärte Hartwig. "Ihr wisst, dass der Sieger im kommenden Jahr in den USA spielt - und da will ich mit euch hin. Also gebt Vollgas morgen gegen Frankreich, geht selbstbewusst in Partie und zieht euer Spiel durch."

Der BFV streamt alle Partien live auf Facebook (www.facebook.com/bfvonline) und Instagram (www.instagram.com/bfvonline).

Alles zum UEFA Regions' Cup gibt es unter www.bfv.de/regions-cup

Die Jagd nach der Trophäe beginnt

klicken zum Vergrößern
Will beim UEFA Regions' Cup mit der BFV-Auswahl den Titel holen: Verbandstrainer Engin Yanova.

Jetzt zählt's, die Jagd nach der Trophäe beginnt: Die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) startet an diesem Dienstag in die Endrunde um den UEFA Regions' Cup (Video). Bei der Europameisterschaft der Amateure, die vom 18. bis 26. Juni in Bayern stattfindet, trifft das deutsche Team um Cheftrainer Engin Yanova auf die Weltmeisternation Frankreich. Anpfiff am Dienstagabend ist um 18.45 Uhr in Kelheim. Bereits um 14 Uhr steigt eine weitere Partie der Gruppe A zwischen der Slowakei und der türkischen Amateurauswahl in Kelheim. Beide Matches der Gruppe B werden in Neustadt an der Donau ausgetragen. Den Auftakt machen um 14 Uhr Spanien und Tschechien, um 18.45 Uhr bekommt es schließlich Russland mit Polen zu tun. Der BFV streamt alle Partien live auf Facebook (www.facebook.com/bfvonline) und Instagram (www.instagram.com/bfvonline). 

Prüfstein Frankreich

Mit Frankreich wartet auf Deutschland gleich zum Start ein echter Prüfstein. Der Nachwuchs der Weltmeisternation dominierte die Gruppe 3 der Zwischenrunde nach Belieben. Die Franzosen starteten fulminant mit zwei Kantersiegen gegen Lettland (8:0) sowie Litauen (7:0) und setzten sich letztlich auch gegen Titelverteidiger Kroatien souverän mit 4:1 durch. Vor allem das sensationelle Torverhältnis von 19:1 spricht eine deutliche Sprache und macht Frankreich zu einem der heißen Anwärter auf den Titel.

Die deutsche Mannschaft um Verbandstrainer Engin Yanova hat bei der Vorbereitung deshalb auch nichts dem Zufall überlassen und sich ganz gezielt auf das Frankreich-Spiel vorbereitet: "Dank der sozialen Medien konnten wir ein paar Eindrücke von der französischen Mannschaft gewinnen. Wir haben im Netz ein Spiel gefunden und es ausgiebig analysiert. Entscheidend wird aber ohnehin sein, was auf dem Platz passiert. Es wird wichtig sein, dass wir uns schnell auf den Gegner einstellen, aber auch unsere eigenen Stärken ausspielen", erklärt Yanova, der davon ausgeht, dass sich beide Teams erst einmal abtasten werden und sich nicht von Beginn an einen offenen Schlagabtausch liefern werden: "Beide Mannschaften werden zunächst darum bemüht sein, die Spielkontrolle zu gewinnen. Unser Ziel ist es, unseren Matchplan durchzudrücken und unser Spiel zu machen. Wir wollen zunächst sicher stehen, aber auch in der Offensive unsere Chancen suchen."

Jede Partie ein Endspiel

Nachdem sich nur der jeweilige Gruppensieger für das Finale in Burghausen qualifiziert, ist jede einzelne Partie im Grunde ein Endspiel - und eine Niederlage mit hoher Wahrscheinlichkeit gleichbedeutend mit dem Aus. Das weiß auch Verbandstrainer Yanova: "Grundsätzlich ist es schwierig, wenn man in der Turnierphase ein Spiel verliert. Bei gerade einmal drei Partien zählt jeder Punkt. Hier gilt der Grundsatz: Wenn du das Spiel nicht gewinnen kannst, darfst du es zumindest nicht verlieren. Die drei Spiele in einer Woche werden Körner kosten - und es wird sicher nicht einfach werden. Wir müssen mental und körperlich top vorbreitet sein."

Teamgeist als Schlüssel zum Erfolg

Der Schlüssel zum Erfolg wird die mannschaftliche Geschlossenheit werden, die die deutsche Mannschaft schon in der Zwischenrunde so stark gemacht hat. Die BFV-Auswahl startetet im vergangenen Herbst mit einer bitteren 1:2-Auftaktniederlage gegen Israel in die Zwischenrunde, ließ sich dadurch aber nicht beirren. Gegen Malta meldete sich die Mannschaft von Trainer Yanova eindrucksvoll zurück, erzwang mit dem 6:0-Erfolg das "Endspiel" in Gruppe 5 gegen Serbien und feierte den für das Weiterkommen nötigen Sieg mit mindestens zwei eigenen Treffern (2:0). "Wir haben alle ein Ziel vor Augen, sind extrem fokussiert und arbeiten hart. Was uns besonders auszeichnet ist der Teamgeist, die Moral und die Leidenschaft, die jeder Einzelne an den Tag legt - egal ob auf dem Platz oder im Umfeld. Wir sind optimal eingestellt", erklärt Co-Kapitän Franz Fischer vom FC Garmisch-Partenkirchen, der ebenso bereits in der Zwischenrunde dem BFV-Kader angehörte wie Sebastian Gebhart vom TSV 1860 München, der dem Turnierstart zuversichtlich entgegenblickt: "Wir sind extrem selbstbewusst und gehen mit breiter Brust in das Spiel. Wir haben ja bereits in der Zwischenrunde gezeigt, was wir können - und das werden wir auch jetzt wieder machen. Wir werden als Einheit auftreten und unser Bestes für Bayern geben", verspricht Gebhart, der wie keiner seiner 19 Teamkollegen weiß, ob er in der Startelf stehen wird: "Das gibt der Trainer erst in der Besprechung am Spieltag bekannt."

Der Kader der BFV-Auswahl

Tor
Dominic Dachs (SV Seligenporten)
Lukas Trum (SV Egg an der Günz)

Abwehr
David Bauer (TSV Rain/Lech)
Sebastian Gebhart (TSV 1860 München)
Henri Koudossou (SV Pullach)
Sebastian Marx (ATSV Erlangen)
Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau)
Eduard Root (SSV Jahn Regensburg)
Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers)

Mittelfeld
Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau)
Arif Ekin (TSV 1860 München)
Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers)
Michael Kraus (TSV Aubstadt)
Marco Luburic (TSV Rain/Lech)
Alexander Spitzer (TSV 1860 München)
Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München)

Sturm
Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen)
Sebastian Fries (Würzburger FV)
Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim)
Ugur Türk (TSV 1860 München)
 

klicken zum Vergrößern

Die besten acht Amateur-Regionalauswahlen aus ganz Europa kämpfen vom 18. bis 26. Juni in Bayern bei der Endrunde des UEFA Regions' Cup um den Europameistertitel. Für alle zwölf Vorrundenspiele sowie für das Finale gibt es an den Tageskassen der Spielorte Burghausen, Leiblfing, Kelheim, Landshut und Neustadt an der Donau Tickets für 7 Euro (ermäßigt 4 Euro, Kinder bis einschließlich 6 Jahre haben freien Eintritt). Bei Spielen der deutschen Mannschaft sowie beim Endspiel in Burghausen öffnen die Tageskassen 90 Minuten vor Anpfiff, bei allen weiteren Partien 60 Minuten vor Spielbeginn.

Auf der Facebook-Seite (www.facebook.com/bfvonline) und dem Instagram-Account (www.instagram.com/bfvonline) des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) werden alle 13 Spiele der Endrunde um den UEFA Regions' Cup live übertragen. Bei Parallelspielen wird es eine Konferenz geben. Alle Spiele werden kommentiert, bei Spielen ohne deutsche Beteiligung in englischer Sprache.

Die BFV-Auswahl, die beim bedeutendsten Amateurwettbewerb der UEFA die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vertritt, trifft in der Vorrunde im Eröffnungsspiel am 18. Juni in Kelheim auf Frankreich (18.45 Uhr). In den zwei weiteren Partien geht es gegen die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien finden im Rahmen der Fußballiade in Landshut statt. In Gruppe B kämpfen Tschechien, Polen, Russland und Spanien um den Finaleinzug beim bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerb der UEFA. Die beiden Gruppensieger bestreiten das Finale um den UEFA Regions' Cup am 26. Juni in der Wacker-Arena in Burghausen. Die zwölf Vorrundenbegegnungen werden bei der SpVgg Hankofen-Hailing in Leiblfing, im städtischen Stadion in Kelheim, im Hammerbachstadion in Landshut und im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau ausgetragen.

Die Partien im Überblick

Neustadt an der Donau

Dienstag, 18. Juni, 14 Uhr: Tschechien - Spanien
Dienstag, 18. Juni, 18.45 Uhr: Russland - Polen
Sonntag, 23. Juni, 10.30 Uhr: Frankreich - Slowakei
Sonntag, 23. Juni, 17.30 Uhr: Polen - Tschechien

Kelheim

Dienstag, 18. Juni: 14 Uhr: Slowakei - Türkei
Dienstag, 18. Juni: 18.45 Uhr: Deutschland - Frankreich
Donnerstag, 20. Juni, 16 Uhr: Tschechien - Russland

Hankofen

Donnerstag, 20. Juni, 13 Uhr: Türkei - Frankreich
Donnerstag, 20. Juni, 18 Uhr: Polen - Spanien
Sonntag, 23. Juni, 17.30 Uhr: Spanien - Russland

Landshut

Donnerstag, 20. Juni, 14.30 Uhr: Deutschland - Slowakei
Sonntag, 23. Juni, 10.30 Uhr: Türkei - Deutschland

Burghausen

Mittwoch, 26. Juni, 18.30 Uhr: Finale (Sieger Gruppe A - Sieger Gruppe B)

UEFA Regions' Cup: Alle Teams sind da

klicken zum Vergrößern

Exakt 44 Stunden vor ihrem ersten Auftritt bei der Endrunde um den UEFA Regions Cup an diesem Dienstag um 14 Uhr in Kelheim gegen die Türkei ist am Sonntagabend mit der Slowakei das letzte der acht teilnehmenden Teams auf bayerischem Boden eingetroffen. Bereits am frühen Sonntagvormittag hatte als erste Mannschaft der Tross aus Russland im Teamquartier in Bad Gögging eingecheckt. Die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes war bereits am Freitag individuell angereist und hatte am Samstag noch ein Testspiel in Neustadt an der Donau gegen Landesligist SpVgg Landshut bestritten (0:0). Während die weiteren deutschen Vorrundengegner Türkei, Frankreich und Slowakei (alle Gruppe A) sowie Spanien, Russland und Polen (alle Gruppe B) mit dem Flugzeug am Münchner Airport gelandet waren, reiste das Team aus Tschechien direkt mit dem Bus ins Teamquartier im niederbayerischen Bad Gögging an. 

Für das Transport-Team um Michael Tittmann vom Bayerischen Fußball-Verband war es der intensivste Tag des Turniers: Denn neben den Teams musste auch die Abholung der UEFA-Delegierten sowie der insgesamt 15 eingeteilten Referees organisiert werden. "Insgesamt hatten wir 34 Transfers vom Flughafen ins Teamhotel zu planen, da muss ein Rad ins andere greifen. Aber wir waren pünktlich, alle unsere elf Fahrer haben einen tollen Job gemacht", sagte Tittmann, der Mitglied im Verbands-Spielausschuss des BFV und einer von insgesamt 33 Ehrenamtlichen ist, die bei der Amateur-Europameisterschaft im lokalen Organisationskomitee (LOK) im Einsatz sind: Darunter Ärzte, Team- und Schiedsrichterbetreuer sowie Helfer fürs Rahmenprogramm.

"Der BFV stellt bei dieser Endrunde einmal mehr unter Beweis, dass er in der Lage ist, ein solches UEFA-Turnier mit höchsten Ansprüchen entsprechend perfekt durchzuführen. Dabei stehen wir jetzt erst am Anfang des Turniers, doch schon die ersten Tage haben gezeigt, dass wir auch diesmal auf einem sehr guten Weg sind", sagte BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der beim UEFA Regions' Cup selbst als Delegationsleiter des deutschen Teams im Einsatz ist.

Gleich sechs Nationen nutzten am Sonntag nach der Anreise auch noch gleich die Trainingsmöglichkeiten in Bad Gögging. Einzig die Slowaken und Tschechen haben noch keine Einheit vor Ort absolviert. Die Spanier verließen den Rasen des Hotels "Marc Aurel" erst kurz vor Sonnenuntergang um kurz nach neun Uhr.

Für die BFV-Auswahl stand am Sonntag zunächst das obligatorische Fotoshooting für die UEFA an, außerdem Medienmaßnahmen des BFV, der alle 13 Partien auf Facebook (www.facebook.com/bfvonline) und Instagram (www.instagram.com/bfvonline) live streamt und auf beiden Kanälen umfangreich berichtet. "Das ist alles schon brutal professionell. Das sind alles Dinge, die wir als Amateure ein Leben lang nicht vergessen werden", sagte BFV-Kapitän Michael Kraus vom Regionalliga-Aufsteiger TSV Aubstadt: "Wir wollen da jetzt auch etwas zurückgeben und möglichst den Pokal holen." Für Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau) ist es "ein perfekt organisiertes Turnier, das für uns alle etwas Außergewöhnliches ist. Jetzt wollen wir auch auf dem Platz liefern."

Am späten Nachmittag bat BFV-Trainer Engin Yanova schließlich sein Team zum Training auf den Rasen in Neustadt. "Es geht darum, weiter die Abstimmung untereinander voranzutreiben und zu verfeinern, um bestmöglich vorbereitet ins Turnier zu starten." 

Regions Cup: Schatzkammer in "Berlin"

klicken zum Vergrößern
UEFA-Logistiker Tristan Wyler mit der Regions'-Cup-Goldmedaille.

Die Schatzkammer klingt freilich nicht so geheimnisvoll, und das Schild zum "Raum Berlin" im Hotel "The Monarch" von Bad Gögging lässt nicht erahnen, was sich auf den 125 Quadratmetern hinter der schweren Türe verbirgt. Dennoch: Hier liegt das, was die acht Teams, die bei der Endrunde um den UEFA Regions' Cup auf bayerischem Boden dabei sind, antreibt, ihre Sehnsüchte weckt. Medaillen. Gold. Silber. Bronze. In der gezimmerten Holzkiste mit dem Absender einer Schmiedemanufaktur aus der Schweiz liegen die Objekte der Begierde, fein säuberlich verpackt zwischen grob gehobelter Späne aus Holz. Am 26. Juni wird der Endspielsieger in der Wacker-Arena von Burghausen gekürt, im Konfettiregen gibt's dann die Medaillen mit dem blauen Band und der weißen Aufschrift "Germany 2019". Ein Moment, den es nicht zu kaufen gibt (Video).

Alles ist vorbereitet, weil der Zufall kein Mitspieler ist bei dieser Europameisterschaft der Amateurfußballer. "Klar, kennen alle die perfekt organisierten Spiele in der Champions League, der Europa League oder dem Supercup und einer EURO", sagt Peter Nordenström, der zuständige Projektmanager der Europäischen Fußball-Union UEFA: "Aber auch beim Regions' Cup wollen wir ein Turnier spielen, das allen Beteiligten in bester Erinnerung bleibt. Es ist etwas ganz Besonderes, es ist der bedeutendes europäische Amateurwettbewerb. Entsprechend ziehen wir das dann auch auf."

Es ist alles perfekt geplant, alleine fünf Paletten haben die Logistiker nach Bad Gögging gebracht, wo die acht Teilnehmernationen ihr Quartier beziehen, die Schiedsrichter und das Organisationskomitee für den Turnierzeitraum untergebracht sind. In der Spitze werden bis zu 386 Betten belegt sein. Es sind die Details, die erahnen lassen, was sich abspielt, wenn vom 18. bis 26. Juni der Ball in Bayern rollt, die Teams aus Polen, Russland, Frankreich, Spanien, der Slowakei, Tschechien, der Türkei und die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) auf der Jagd sind, um ihre Sehnsüchte vom großen Triumph zu stillen. Einer wird am Ende jubeln. "Die anderen", sagt Turnierdirektor Felix Jäckle vom lokalen Organisationskomitee des BFV, "werden spätestens mit etwas Abstand merken, dass sie an etwas ganz Großem teilgenommen haben."

Dass die Finalrunde um den UEFA Regions' Cup etwas ganz Großes ist, zeigen Winzigkeiten, beweisen Details: So sind Trainings- und Spielbälle feinsäuberlich mit dem Logo der Endrunde bedruckt, 320 an der Zahl. Die Kapitäne werden eine besondere UEFA-Binde (#equalgame) am Arm tragen, die viele nur aus dem Fernsehen kennen, weil sie Ronaldo oder Messi auf europäischem Parkett zur Schau tragen - auch die gibt es in zwei Farben, weil der Zufall bei dieser Endrunde nicht mitspielt. Mehr als 3000 Kleidungsstücke hat Tristan Wyler, der zuständige UEFA-Logistiker, sortiert. T-Shirts, Hosen und Stutzen. Für die Ball- und Einlaufkinder. Die nach Farben sortierten Leibchen in den 15 grünen Boxen werden die Ordnungskräfte, Fotografen und TV-Teams tragen. Eis für die Teams gibt's aus der Kühlbox mit dem Turnier-Logo, das auch die über 200 Trinkflaschen ziert, die den Spielern von der Bank gereicht werden. "Wir", sagt Peter Nordenström mit einem Lächeln auf den Lippen, "sind bereit". Er weiß, dass der Zufall in diesen Tagen der Europameisterschaft der Amateurfußballer kein Mitspieler sein wird. 

Regions' Cup: Generalprobe ohne Tore

klicken zum Vergrößern
Stieß als Nachrücker zur BFV-Auswahl: Marco Luburic (blaues Trikot) vom TSV Rain/Lech.

Drei Tage vor dem Auftaktmatch beim Finalturnier um den UEFA Regions' Cup gegen Frankreich (Dienstag, 18.45 Uhr, Kelheim, Livestream auf www.facebook.com/bfvonline) hat die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) ihren letzten Test bestritten: In Neustadt an der Donau trennten sich das deutsche Team und Landesligist SpVgg Landshut mit einem torlosen Unentschieden. Gespielt wurden zweimal 30 Minuten sowie 20 Minuten im letzten Drittel. BFV-Cheftrainer Engin Yanova setzte den kompletten 20-Mann-Kader ein. Auf Seiten des Tabellensiebten der Landesliga Südost kamen 16 Akteure zum Einsatz. Hier gibt's die Stimmen zum Spiel.

"Für uns war es wichtig, mindestens einmal auch zusammen zu spielen, um zu sehen, woran wir in den letzten Tagen noch im Training arbeiten müssen", sagte BFV-Coach Engin Yanova: "Ich bin sehr zufrieden, alle haben vollen Einsatz gezeigt. Defensiv sind wir gut gestanden und haben ganz wenig zugelassen. Mit Fortdauer der Partie haben die Mechanismen immer besser gegriffen." Bei der Zusammenstellung des Kaders hatte Yanova und sein Trainerteam rund 600 Akteure im Freistaat gesichtet und letztlich den erweiterten Kreis zu vier Trainingsmaßnahmen eingeladen. Die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes, die beim bedeutendsten Amateurturnier der Europäischen Fußball-Union (UEFA) die Farben des Deutschen Fußball-Bundes vertritt, hatte am Freitag Quartier in Bad Gögging bezogen und bis zum Test am Samstagnachmittag zweimal trainiert. Die weiteren Teilnehmernationen aus Frankreich, Russland, Spanien, Polen, Tschechien, der Türkei und der Slowakei werden an diesem Sonntag im niederbayerischen Bad Gögging erwartet.

"Ich bin froh, dass heute gegen starke Landshuter noch nicht alles geklappt hat und wir jetzt wissen, dass wir bis zur Auftaktpartie gegen Frankreich noch einiges an Arbeit vor uns haben. Wir sind auf einem guten Weg, wir haben als Team auch abseits des Platzes in dieser sehr kurzen Zeit schnell zusammengefunden, das müssen wir jetzt auch auf dem Platz zeigen. Und das werden wir", verspricht BFV-Kapitän Michael Kraus vom Regionalliga-Aufsteiger TSV Aubstadt. Und auch David Bauer vom TSV Rain/Lech ist überzeugt, "dass wir aus der Generalprobe heute einiges mitnehmen werden. Vor allem in den zweiten 30 Minuten hat das schon sehr ordentlich ausgesehen. Das stimmt nicht zuversichtlich, dass wir bis zum Turnierstart dort sind, wo wir hinwollen".

Die BFV-Auswahl trifft in der Vorrunde im Eröffnungsspiel am 18. Juni in Kelheim auf Frankreich (18.45 Uhr). In den zwei weiteren Partien geht es gegen die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien finden im Rahmen der Fußballiade in Landshut statt. In Gruppe B kämpfen Tschechien, Polen, Russland und Spanien um den Finaleinzug beim bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerb der UEFA. Die beiden Gruppensieger bestreiten das Finale um den UEFA Regions' Cup am 26. Juni in der Wacker-Arena in Burghausen. Die zwölf Vorrundenbegegnungen werden bei der SpVgg Hankofen-Hailing in Leiblfing, im städtischen Stadion in Kelheim, im Hammerbachstadion in Landshut und im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau ausgetragen.

Der BFV darf nach den UEFA-Regeln auf Spieler zwischen 19 und 40 Jahren aus bayerischen Vereinen zurückgreifen, die in der laufenden Spielzeit maximal in der Bayernliga spielen und bisher weder Profi- noch A-Nationalspieler gewesen sein dürfen. Die Spieler müssen zudem seit mindestens zwei Jahren in einem bayerischen Fußball-Verein registriert sein, die Nationalität spielt keine Rolle.

Der Bayerische Fußball-Verband sorgt bei der Amateur-Europameisterschaft für eine echte Premiere und wird erstmals alle 13 UEFA-Regions'-Cup-Partien live und kommentiert auf seiner Facebook-Seite (www.facebook.com/bfvonline) und bei Instagram (www.instagram.com/bfvonline) streamen. Noch bis 17. Juni haben alle bayerischen Vereine die Möglichkeit, von der BFV-Gruppenticketaktion unter www.bfv.de/tickets Gebrauch zu machen und Tickets zum Preis von nur 2 Euro zu bestellen (Mindestabnahme 10 Karten). Zudem wird es an der Tageskasse am jeweiligen Spielort Eintrittskarten geben.

Der 20-Mann-Kader der BFV-Auswahl

Tor: Dominic Dachs (SV Seligenporten), Lukas Trum (SV Egg an der Günz).

Abwehr: David Bauer (TSV Rain/Lech), Sebastian Gebhart (TSV 1860 München), Henri Koudossou (SV Pullach), Sebastian Marx (ATSV Erlangen), Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau), Eduard Root (SSV Jahn Regensburg), Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers).

Mittelfeld: Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau), Arif Ekin (TSV 1860 München), Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers), Michael Kraus (TSV Aubstadt), Marco Luburic (TSV Rain/Lech), Alexander Spitzer (TSV 1860 München), Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München).

Sturm: Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen), Sebastian Fries (Würzburger FV), Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim), Ugur Türk (TSV 1860 München). 

Die Spieler der BFV-Auswahl - Teil 3

klicken zum Vergrößern
Ein eingespieltes Team: Philipp Nagengast (l.) und Co-Kapitän Franz Fischer (Mitte).

Wichtig ist auf dem Platz: Gemeinsam mit seinen beiden Co-Trainern Helmuth Weisensel und Michael Urbansky hat Verbandstrainer Engin Yanova im vergangenen halben Jahr rund 600 Spieler der beiden Bayernligen Nord und Süd gesichtet, um den Kader der Regions'-Cup-Zwischenrunde punktuell zu verstärken. Schließlich ist das Ziel für Endrunde klar: "Das Finale am 26. Juni in Burghausen. Für uns stand von Beginn an fest, dass wir zwar grundsätzlich auf die Spieler bauen, die bereits die Zwischenrunde gespielt haben, aber auch, dass wir den Kader auf einigen Positionen verstärken müssen, damit wir die reelle Chance haben, um den Titel mitzuspielen", erklärt Yanova. In drei Teilen stellen wir die Spieler der BFV-Auswahl vor. Heute: der Sturm.

Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen, 29): Er ist der Co-Kapitän der bayerischen Auswahl. Neben Spielführer Michael Kraus hat der 29-Jährige schon bei der Zwischenrunde bewiesen, was es heißt, positive Energie auf ein ganzes Team zu übertragen. Über den BCF Wolfratshausen und den FC Penzberg kam er zum 1. FC Garmisch-Partenkirchen, feierte mit den Oberbayern erst vor eineinhalb Wochen den Klassenerhalt in der Landesliga. Bevor es den Stürmer zur nächsten Saison zurück zum Heimatverein nach Penzberg zieht, will er die gegnerische Defensive beim Regions' Cup mit gewohnt durchdachten Laufwegen vor schwierige Aufgaben stellen.

Sebastian Fries (Würzburger FV, 28): Ein Mann mit Drittligaerfahrung! Nach Stationen beim TSV Wiesenfeld und Viktoria Aschaffenburg lief der 28-Jährige sechs Jahre für den FC Carl Zeiss Jena auf. Mittlerweile hat Fries sein sportliches Zuhause in Würzburg gefunden, spielte drei Jahre bei den Kickers und geht seit Sommer 2017 für den Stadtrivalen Würzburger FV auf Torejagd - erfolgreich: In der abgelaufenen Saison steuerte er beim Bayernligisten neun Treffer bei. Als Goalgetter will sich der flinke Offensivakteur auch beim Regions' Cup einen Namen machen.

Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim, 26): Schnell, kopfball- und konterstark: der 26-Jährige bringt alles mit, was ein Stürmer braucht. Ganze 15 Jahre spielte er für seinen Heimatverein TSV Germania Kirchehrenbach, wechselte nach vier Jahren bei der DJK Weingarts im Sommer 2017 zum Bayernligisten SpVgg Jahn Forchheim. Insgesamt 20 Tore schoss Nagengast in den letzten zwei Spielzeiten. Nach seinem Treffer in der Zwischenrunde gegen Malta will er sein Torkonto auch bei der Endrunde des Regions' Cup weiter in die Höhe schrauben.

Ugur Türk (TSV 1860 München, 21): 16 Tore in 20 Spielen: Das ist die top Quote, die das Löwen-Urgestein in der abgelaufenen Bayernliga-Saison erreicht hat. Seit 2010 läuft der 21-Jährige für den TSV 1860 München auf, spielte vorher beim SV DJK Kolbermoor und dem TSV 1860 Rosenheim. Auf Türks Goalgetterqualitäten setzen Yanova und sein Trainerteam nun auch bei der Regions Cup-Endrunde. Klare Aufgabe: Tore schießen, egal ob kunstvoll oder abgestaubt.

 

Startschuss zur Operation Titelgewinn

klicken zum Vergrößern
Die deutsche Auswahl um Verbandstrainer Engin Yanova hat am Freitag ihr Quartier in Bad Gögging bezogen.

Die Operation Titelgewinn beim Finalturnier um den UEFA Regions' Cup hat begonnen: Als erste der insgesamt acht Teilnehmernationen ist die deutsche Mannschaft am Freitag im Teamhotel "The Monarch" in Bad Gögging eingetroffen - und startete direkt durch: Nach dem Bezug der Zimmer und der ersten Team-Besprechung ging es direkt raus auf den Trainingsplatz, wo Verbandstrainer Engin Yanova sowie seine Co-Trainer Helmuth Weisensel und Michael Urbansky mit den 20 Auswahlspielern noch einmal die in den vier Vorbereitungstrainings einstudierten Abläufe auffrischte und an den Standardsituationen arbeitete. Hier geht's zum Videobericht.

Spieler fiebern Start entgegen

"Wir überlassen nichts dem Zufall und bereiten uns penibel auf jedes einzelne Spiel vor. Nachdem sich nur der Gruppensieger für das Finale in Burghausen qualifiziert, ist jede einzelne Partie ein Endspiel - und eine Niederlage mit hoher Wahrscheinlichkeit gleichbedeutend mit dem Aus. Wir haben mit Frankreich, der Türkei und der Slowakei sicherlich keine leichte Gruppe erwischt. Aber die Aufgabe ist lösbar. Die Jungs sind top-motiviert und sehr fokussiert. Wir sind froh, dass es jetzt endlich losgeht", erklärt Yanova.

Auch die Spieler sind bereits vom Endrunden-Fieber infiziert: "Ich freue mich riesig, dass ich hier mit dabei sein darf. Es ist eine große Ehre. Der UEFA Regions' Cup ist eine gigantische Bühne. Das Turnier ist definitiv eines der großen Highlights in meiner Karriere", erklärte Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers), der gemeinsam mit seinem Teamkollegen Lukas Imgrund und Sebastian Fries vom Stadtrivalen Würzburger FV aus der unterfränkischen Universitätsstadt angereist war.

"Wir treten hier an, um zu gewinnen. Wir haben eine super Mannschaft zusammen und funktionieren als Team. Unser Fokus liegt jetzt erst einmal auf dem Auftaktspiel gegen Frankreich. Wir wollen schließlich möglichst mit einem Sieg ins Turnier starten und damit die Grundlage für unseren Traum vom Finale in Burghausen legen", erklärte Sebastian Fries.

Auftakt gegen Frankreich in Kelheim

Gleich zum Start wartet ein richtig dicker Brocken auf die BFV-Auswahl: Im Auftaktspiel geht es am 18. Juni um 18.45 Uhr in Kelheim gegen den Nachwuchs der Weltmeisternation Frankreich, der bereits in der Qualifikationsrunde ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hatte: Mit drei Siegen und einem sensationellen Torverhältnis von 19:1 marschierte die Auswahl locker in die Endrunde und zählt damit selbstredend auch dort zu den Top-Favoriten auf den Titel. Die Franzosen starteten fulminant mit zwei Kantersiegen gegen Lettland (8:0) und Litauen (7:0) und setzten sich letztlich auch gegen Titelverteidiger Kroatien souverän mit 4:1 durch. Vor allem die Offensivreihe wusste dabei zu überzeugen: Thomas Vauvy glänzte in der Zwischenrunde als sechsfacher Torschütze, Stive Mendy und Maxime Roynel trafen jeweils vierfach. Trainer Clément Lerebours freut sich schon auf die Endrunde in Bayern: "Ich kann mit der Auslosung gut leben. Das werden drei interessante Spiele, insbesondere das gegen die deutschen Gastgeber."

Weitere deutsche Kontrahenten in der Vorrundengruppe A sind die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Auswahl der Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien steigen im Rahmen der Fußballiade, die erneut in Landshut stattfindet. In der Gruppe B machen Polen, Russland, Spanien und Tschechien den Vorrunden-Sieg unter sich aus - nur die beiden Gruppensieger erreichen das Finale der Amateurfußball-Europameisterschaft am 26. Juni in Burghausen (18.30 Uhr).

BFV-Ticketaktion für Vereine

Noch bis 17. Juni haben alle bayerischen Vereine die Möglichkeit, von der BFV-Gruppenticketaktion unter www.bfv.de/tickets Gebrauch zu machen und Tickets zum Preis von nur 2 Euro zu bestellen (Mindestabnahme 10 Karten). Zudem wird es an der Tageskasse am jeweiligen Spielort Eintrittskarten geben. Auf der Facebook-Seite (www.facebook.com/bfvonline) des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) werden alle 13 Spiele der Endrunde um den UEFA Regions' Cup live übertragen. Bei Parallelspielen wird es eine Konferenz geben. Alle Spiele werden kommentiert, bei Spielen ohne deutsche Beteiligung in englischer Sprache.

 

Die Spieler der BFV-Auswahl - Teil 2

klicken zum Vergrößern
Der Leader: Michael Kraus (r.) führt die BFV-Auswahl auch in der Endrunde als Kapitän an.

Wichtig ist auf dem Platz: Gemeinsam mit seinen beiden Co-Trainern Helmuth Weisensel und Michael Urbansky hat Verbandstrainer Engin Yanova im vergangenen halben Jahr rund 600 Spieler der beiden Bayernligen Nord und Süd gesichtet, um den Kader der Regions'-Cup-Zwischenrunde punktuell zu verstärken. Schließlich ist das Ziel für Endrunde klar: "Das Finale am 26. Juni in Burghausen. Für uns stand von Beginn an fest, dass wir zwar grundsätzlich auf die Spieler bauen, die bereits die Zwischenrunde gespielt haben, aber auch, dass wir den Kader auf einigen Positionen verstärken müssen, damit wir die reelle Chance haben, um den Titel mitzuspielen", erklärt Yanova. In drei Teilen stellen wir die Spieler der BFV-Auswahl vor. Heute das Mittelfeld. 

Mittelfeld

Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau, 24) ist einer der Neuzugänge im Mittelfeld und hat Verbandstrainer Engin Yanova vor allem mit seiner Schnelligkeit und seiner Stärke im Eins-gegen-Eins überzeugt. In der Jugend schnürte er die Fußballschuhe für den MTV 1879 München, den TSV Forstenried München, den TSV Großhadern, die SpVgg Unterhaching und die FT Starnberg 09, ehe er sich dem Bayernliga-Kader des BCF Wolfratshausen anschloss. Aktuell läuft Brey für den TSV 1865 Dachau in der Bayernliga Süd auf, absolvierte in der abgelaufenen Saison 28 Spiele und erzielte dabei zwei Tore.

Arif Ekin (TSV 1860 München, 23) hat ebenfalls über die Sichtungen für die Endrunde den Sprung in die BFV-Auswahl geschafft: Der 23-Jährige ist ein ausgewiesener Standardspezialist, besitzt eine exzellente Spielübersicht und ist als Linksfuß eine echte Geheimwaffe - kein Wunder, dass Verbandstrainer Engin Yanova auf den 23-Jährigen nicht verzichten wollte. Die fußballerischen Wurzeln von Ekin liegen in Schwaben: Er lernte das Kicken bei der TSG Augsburg, beim FC Augsburg, wo er in der Junioren-Bundesliga spielte, und beim TSV Schwaben Augsburg. Zur Saison 2018/19 wechselte er zum TSV 1860 München, bestritt für die Zweite Mannschaft in der Bayernliga Süd 31 Spiele und erzielte auch zwei Saisontreffer.

Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers, 19) rückte kurzfristig für den verletzten Patrick Kroiß (SpVgg Ansbach) in den Kader und ist mit seinen 19-Jahren einer der "Jungen Wilden" im Team von Verbandstrainer Engin Yanova. In der abgelaufenen Saison war er einer der Stützen in der Zweiten Mannschaft des FC Würzburger Kickers, für die er in 32 Partien der Bayernliga Nord auf dem Platz stand und dabei fünf Saisontreffer erzielte. Weitere Stationen waren der FC 1934 Oberafferbach und der SV Viktoria Aschaffenburg.

Michael Kraus (TSV Aubstadt, 30) ging bei der Zwischenrunde als Leader voran. Auch bei der Endrunde setzt Verbandstrainer Engin Yanova auf die Führungsqualitäten des 30-jährigen Routiniers, der die abgelaufene Saison in der Bayernliga Nord mit dem Aufstieg des TSV Aubstadt in die Regionalliga Bayern krönte - und selbst zwei Treffer beisteuerte. Den Grundstein für seine Karriere legte Kraus bei der DJK Brebersdorf. Weitere Stationen waren der FV Egenhausen, der FC Schweinfurt 05 und der SV Euerbach/Kützberg. Neben seiner Spielübersicht spricht für Kraus, dass er sehr flexibel einsetzbar ist.

Marco Luburic (TSV Rain/Lech, 21) kam bei der Zwischenrunde auf drei Einsätze und rückte jetzt für den verletzten Johannes Müller (TSV Rain/Lech) in den Endrunden-Kader. Und der 21-Jährige ist viel mehr als ein Lückenfüller: Mit seinen zwei Treffern hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass die BFV-Auswahl jetzt um den Europameistertitel der Amateure spielt. Ausgebildet wurde Luburic beim TSV 1860 München, beim FC Augsburg, beim FC Ingolstadt 04 und beim FC Stätzling. Über den TSV Nördlingen fand er schließlich zum TSV Rain/Lech, wo er in der abgelaufenen Spielzeit in der Bayernliga Süd auf elf Einsätze kam.

Alexander Spitzer (TSV 1860 München, 20) ist extrem kopfball- und zweikampfstark. Über seinen Heimatverein FC Egglkofen und den SV Wacker Burghausen fand der heute 20-Jährige schnell den Weg zum TSV 1860 München. Für die Löwen lief er zunächst in der U17- und U19-Bundesliga auf. Seit der Saison 2017/18 gehört dem Bayernliga-Kader an. In der abgelaufenen Saison stand Spitzer 20 Mal auf dem Platz und glänzte dabei einmal auch als Torschütze.

Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München, 23) ist stark im Dribbling, hat einen schnellen Antritt, ist ein versierter Techniker und weiß auch in Eins-gegen-Eins-Situationen zu überzeugen - genau aus diesen Gründen erhielt er auch eine Einladung von Verbandstrainer Engin Yanova für die Endrunde. Über den FC Deisenhofen und den FC Unterföhring führte ihn sein Weg zum SV Türkgücü-Ataspor München, mit dem er gleich in der ersten Saison die Bayernligameisterschaft feierte und den Aufstieg in die Regionalliga Bayern perfekt machte. 32 Mal stand er in der abgelaufenen Saison für die Münchner auf dem Platz - und erzielte dabei acht Tore.

Yanova nominiert zwei Spieler nach

klicken zum Vergrößern
Rückte für den verletzten Johannes Müller ins Team: Marco Luburic vom TSV Rain/Lech.

Verbandstrainer Engin Yanova muss seinen Kader für die Endrunde des UEFA Regions' Cup personell umbauen: Johannes Müller (TSV Rain/Lech, Muskelfaserriss) und Patrick Kroiß (SpVgg Ansbach, Kniebeschwerden) mussten verletzungsbedingt kurzfristig ihre Teilnahme für das Turnier absagen, das vom 18. bis 26. Juni in Bayern ausgespielt wird. Für die beiden rücken Marco Luburic (TSV Rain/Lech, Mittelfeld) und Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers, Mittelfeld) nach. 

"Verletzungen kommen leider sowohl im Profi- als auch im Amateurfußball vor. Grundsätzlich steht für mich die Gesundheit der Spieler immer an erster Stelle - deshalb habe ich auch ganz bewusst darauf verzichtet, mit angeschlagenen Spielern ins Turnier zu starten - das Risiko ist einfach zu groß. Mit Marco Luburic, der bereits die Zwischenrunde gespielt hat, und Lukas Imgrund, der in der abgelaufenen Bayernliga-Saison fünf Tore erzielt hat, haben wir erstklassigen Ersatz gefunden und werden definitiv mit einer schlagkräftigen Truppe ins Turnier starten. Für Johannes Müller und Patrick Kroiß tut es mir unglaublich leid, dass für sie der Traum von der Endrunde platzt. Ich wünsche beiden eine schnelle Genesung und hoffe, dass wir sie als Unterstützer beim Endspiel in Burghausen begrüßen können - denn da wollen wir hin", erklärt Yanova.

Der endgültige Kader muss am 17. Juni der UEFA gemeldet werden.

Der 20-Mann-Kader

Tor
Dominic Dachs (SV Seligenporten)
Lukas Trum (SV Egg an der Günz)

Abwehr
David Bauer (TSV Rain/Lech)
Sebastian Gebhart (TSV 1860 München)
Henri Koudossou (SV Pullach)
Sebastian Marx (ATSV Erlangen)
Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau)
Eduard Root (SSV Jahn Regensburg)
Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers)

Mittelfeld
Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau)
Arif Ekin (TSV 1860 München)
Lukas Imgrund (FC Würzburger Kickers)
Michael Kraus (TSV Aubstadt)
Marco Luburic (TSV Rain/Lech)
Alexander Spitzer (TSV 1860 München)
Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München)

Sturm
Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen)
Sebastian Fries (Würzburger FV)
Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim)
Ugur Türk (TSV 1860 München)

UEFA-Offizielle sind von Trainingsbedingungen begeistert

klicken zum Vergrößern
UEFA-Projektleiter Peter Nordenström (l.) ist von den guten Trainingsbedingungen in Bad Gögging überzeugt.

Mit der bayerischen Auswahl bezieht am Wochenende ihr Quartier in Bad Gögging. Gleich nach Ankunft wird Engin Yanova seine Mannschaft zur ersten Trainingseinheit bitten. Auf insgesamt vier Feldern können sich die insgesamt acht Nationen den letzten Feinschliff vor dem Turnierauftakt am kommenden Dienstag holen. Dass das Training unter besten Bedingungen ablaufen kann, haben die UEFA-Offiziellen am Mittag im Rahmen einer Platzbegehung bestätigt.

"Wir sind ja immer sehr fordernd, aber wenn das keine gute Anlage ist, dann weiß ich auch nicht. Vor allem die Privatsphäre, die die Teams hier beim Training vorfinden, aber auch der allgemeine Zustand der Plätze, liegen weit über dem Durchschnitt. Nicht umsonst ist die Anlage auch bei Bundesligisten beliebt", erklärte UEFA-Projektleiter Peter Nordenström.

Dort, wo sich auch schon Spitzenmannschaften wie der FC Augsburg oder Union Berlin auf ihre Spiele vorbereitet haben, herrscht spätestens ab Sonntag Hochbetrieb. Dann haben alle Teams ihr Quartier in Bad Gögging bezogen.

Die Spieler der BFV-Auswahl - Teil 1

klicken zum Vergrößern
Nicht nur in der Defensive eine Bank, sondern auch torgefährlich: Abwehrturm David Bauer (TSV Rain/Lech).

Wichtig ist auf dem Platz: Gemeinsam mit seinen beiden Co-Trainern Helmuth Weisensel und Michael Urbansky hat Verbandstrainer Engin Yanova im vergangenen halben Jahr rund 600 Spieler der beiden Bayernligen Nord und Süd gesichtet, um den Kader der Regions'-Cup-Zwischenrunde punktuell zu verstärken. Schließlich ist das Ziel für Endrunde klar: "Das Finale am 26. Juni in Burghausen. Für uns stand von Beginn an fest, dass wir zwar grundsätzlich auf die Spieler bauen, die bereits die Zwischenrunde gespielt haben, aber auch, dass wir den Kader auf einigen Positionen verstärken müssen, damit wir die reelle Chance haben, um den Titel mitzuspielen", erklärt Yanova. In drei Teilen stellen wir die Spieler der BFV-Auswahl vor. Heute Torhüter und Abwehr. 

Tor

Dominic Dachs (SV Seligenporten, 23) stieß erst für die Endrunde des UEFA Regions' Cup zur BFV-Auswahl. Seine Karriere startete der 1,88 Meter Rechtsfuß beim FC Falke Markt Schwaben. In der Jugend des TSV 1860 München und FC Augsburg schnupperte er bereits Bundesligaluft. Über den 1. FC Schweinfurt 05, den TSV 1862 Erding und den SC Baldham-Vaterstetten fand er schließlich seinen Weg zum SV Seligenporten, für den er in der vergangenen Saison in der Bayernliga Nord 26 Spiele bestritt und sich als sicherer Rückhalt erwies. Engin Yanova schätzt den Schlussmann für seine gute Spieleröffnung.

Lukas Trum (SV Egg an der Günz, 23) gehörte bereits in der Zwischenrunde des UEFA Regions' Cup zur BFV-Auswahl, stand in zwei der drei Partien im Tor, hielt im "Finale" gegen Serbien den Kasten sauber und hatte damit maßgeblichen Anteil am Einzug in die Finalrunde. Seine Karriere startete Trum beim SSV Ulm. Über den TSV Buch fand er seinen Weg zum SV Egg an der Günz. In der abgelaufenen Spielzeit der Landesliga Südwest bestritt Trum 26 Partien.

Abwehr

David Bauer (TSV Rain/Lech, 24) war eine der großen Stützen in der Zwischenrunde. Der Abwehrhüne stand in allen drei Partien auf dem Platz und hielt nicht nur die Abwehr zusammen, sondern steuerte auch zwei Tore zum Zwischenrunden-Sieg bei. Damit war er neben Marco Luburic (TSV Rain/Lech) der Top-Torschütze des deutschen Teams. Nach den ersten fußballerischen Schritten beim TSV Rain/Lech spielte Bauer für den FC Augsburg in der Junioren-Bundesliga, ehe er zu seinem Heimatverein zurückkehrte und die abgelaufenen Saison mit dem Aufstieg des TSV Rain/Lech in die Regionalliga Bayern krönte und dabei einen Treffer beisteuerte. Engin Yanova schätzt vor allem die Kopfballstärke des Abwehrturms.

Sebastian Gebhart (TSV 1860 München, 19) gehörte bereits bei der Zwischenrunde zum Stammpersonal, stand die kompletten 270 Minuten auf dem Platz und steuerte ebenfalls einen Treffer zum Finaleinzug bei. Seine Karriere begann Gebhart beim TSV Rohrdorf-Thansau. Über den TSV 1860 Rosenheim fand er schließlich 2014 seinen Weg zum TSV 1860 München, wo er zunächst in den Junioren-Bundesligen zum Einsatz kam. In der vergangenen Saison stand er für die Zweite Mannschaft der Löwen in 26 Partien der Bayernliga Süd auf dem Platz und erzielte dabei einen Treffer. Großes Plus von Gebhart sind seine Zweikampfstärke und seine Laufbereitschaft.

Henri Koudossou (SV Pullach, 19) ist einer der Neuzugänge in der deutschen Auswahl und überzeugte Engin Yanova und seine Co-Trainer mit seiner Schnelligkeit, seiner Agilität und der hohen Einsatzbereitschaft in den vier Trainingseinheiten. Seine Karriere begann der Außenverteidiger beim SC Unterpfaffenhofen. Über die DJK Würmtal Planegg, den FC Ismaning und den FC Memmingen fand er schließlich seinen Weg zum SV Pullach, wo er in der abgelaufenen Saison in 18 Partien der Bayernliga Süd auf dem Platz stand. Mit seinen 19 Jahren ist er neben Sebastian Gebhart einer der "Jungen Wilden" im Team.

Sebastian Marx (ATSV Erlangen, 22) ist ebenfalls ein Altbekannter, stand in allen drei Zwischenrunden-Partien auf dem Platz und traf ebenfalls einmal ins Schwarze. Neben seiner starken Spieleröffnung schätzt Engin Yanova vor allem das Zweikampfverhalten des 22-Jährigen. Seine ersten fußballerischen Schritte unternahm Marx beim SC Eltersdorf zu dem er nach einem Zwischenspiel bei der SpVgg Erlangen noch einmal zurückkehrte. In der abgelaufenen Saison stand Marx, der in die USA wechselt, für den ATSV Erlangen in 33 Partien der Bayernliga Nord auf dem Platz und erzielte zwei Tore.

Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau, 30): Er ist der Erfahrene im Team. Zwar war der 30-Jährige bei der Zwischenrunde im September nicht dabei, aber hat schon vor dem Turnierstart eine ganz klare Aufgabe: der Defensive der Bayern zusätzliche Stabilität geben. Groß geworden in den Jugendteams des SC 1924 Pommelsbrunn und des 1. FC Nürnberg kam der 1,84 Meter große Innenverteidiger über die SpVgg Greuther Fürth und den FC Ismaning zum TSV 1865 Dachau, wo er in der abgelaufenen Spielzeit in 24 Partien der Bayernliga Süd auch drei Tore erzielte. Beim Bayernligisten unterstützt er Fabian Lamotte zusätzlich als Co-Trainer. Aufgrund seiner Spielübersicht und Coaching-Qualitäten soll Weiser nun auch beim Regions' Cup der verlängerte Arm von Engin Yanova auf dem Feld werden.

Eduard Root (SSV Jahn Regensburg, 27): Stets positiv, top Mentalität, hohe Bereitschaft: Charaktereigenschaften, die Eduard Root zur wichtigen Stütze der bayerischen Auswahl machen. Als Kapitän der Zweiten Mannschaft des SSV Jahn Regensburg (abgelaufene Saison 27 Einsätze, 1 Tor) weiß der 27-Jährige aber nicht nur seine Mitspieler mitzureißen, sondern auch spielerisch mit Übersicht und Kopfballstärke zu überzeugen. Nach Stationen bei der SpVgg Weiden, SpVgg Oberfranken Bayreuth und der SpVgg Bayern Hof setzt das Trainerteam um Engin Yanova auch bei der Endrunde auf seinen reichen Erfahrungsschatz. In der Jugend stand Root bei seinem Heimatverein SV Wacker Marktredwitz sowie für den TSV Waldershof auf dem Platz.

Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers, 20) ist ein weiteres neues Gesicht im Endrunden-Kader. Die große Stärke des Rechtsverteidigers, dass sein Linker genauso stark ist wie sein Rechter. Seine fußballerische Laufbahn begann der 20-Jährige beim TSG 1862 Estenfeld. Über den 1. FC Schweinfurt 05 fand er seinen Weg zum 1. FC Nürnberg, für den er in der U17-Junioren-Bundesliga Spielerfahrungen sammelte. Seit der Spielzeit 2016/17 spielt Staudt für den FC Würzburger Kickers. In der abgelaufenen Saison stand er für die Zweite Mannschaft in 30 Partien der Bayernliga Nord auf dem Platz und erzielte dabei auch drei Tore.

Organisations-Komitee bezieht Quartier

klicken zum Vergrößern

Die Vorbereitungen auf die Endrunde des UEFA Regions' Cup laufen auf Hochtouren: Am Dienstagvormittag bezog das Lokale Organisations-Komitees (LOK) um Turnierdirektor Felix Jäckle (Hauptabteilungsleiter Sport beim BFV) ihr Quartier im Hotel "The Monarch" in Bad Gögging. Die 48 LOK-Mitglieder kümmern sich darum, dass beim Kontinental-Turnier alles wie am Schnürchen klappt: die Unterbringung und Betreuung der acht Teilnehmernationen (Hotel Marc Aurel/The Monarch) sowie der UEFA-Offiziellen und Schiedsrichter (Hotel The Monarch), das Transport-Management, die Spielorganisation, das Ticketing, die Sicherheit in den Stadien sowie die Medienarbeit. Das Orga-Büro ist bereit, die Tagungsräume bezogen, für die Spieler wird es wieder eine Players-Lounge mit Playstation und Flatscreens geben. Am Mittwochnachmittag reist ebenfalls bereits ein Teil der UEFA-Offiziellen an, die sich in den kommenden Tagen noch einmal einen Überblick über den Stand der Vorbereitungen in den Stadien in Kelheim, Hankofen, Neustadt, Landshut und Burghausen verschaffen werden. 

Perfekte Rahmenbedingungen schaffen

"Damit sich die acht Mannschaften voll und ganz auf ihre sportlichen Ziele fokussieren können, ist es extrem wichtig, dass wir perfekte Rahmenbedingungen vor Ort schaffen. Ich bin überzeugt, dass wir wie bereits bei der Zwischenrunde aus organisatorischer Sicht ein Event auf die Beine stellen, das dem bedeutendsten Amateurturnier der UEFA auch gerecht wird. Schließlich ist es nicht nur für unsere Spieler eine Ehre, hier dabei zu sein, sondern auch für jeden einzelnen unserer Mitarbeiter - egal ob aus dem Haupt- oder Ehrenamt. Alle sind bis in die Haarspitzen motiviert und haben sich penibel auf ihre Aufgaben vorbereitet", erklärt Felix Jäckle, der bereits im Mai einen zweitägigen Workshop mit allen LOK-Mitgliedern organisiert hatte, um nichts den Zufall zu überlassen. Neben den themenspezifischen Abläufen ging es dabei auch darum, den Teamgeist zu beschwören. "Der Zusammenhalt untereinander war bei der Organisation der Zwischenrunde das Erfolgsgeheimnis. Nur wenn es intern stimmt, kann ein Rad perfekt ins andere greifen."

"Die UEFA erwartet bei ihrem bedeutendsten Amateurturnier nicht Kreisklasse, sondern Champions League - und genau die werden wir wieder liefern: auf dem Platz, aber auch hinter den Kulissen. Wir haben uns beim Zwischenrunden-Qualifikationsturnier einen exzellenten Ruf erarbeitet - und es ist unser Anspruch, diesen zu bestätigen", sagt Jürgen Faltenbacher. Der BFV-Schatzmeister ist wie schon in der Qualifikation 2018 auch in diesem Jahr erneut Delegationsleiter der deutschen Auswahl, die der Bayerische Fußball-Verband für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) stellt.

Yanova: "Unser Ziel ist das Finale"

Auch für die Mannschaft von Verbandstrainer Engin Yanova läuft der Countdown: Am Freitag reisen die 20 Auswahlspieler und das achtköpfige Funktionsteam an. Nach dem Bezug der Zimmer und der Einkleidung steht bereits am selben Abend das erste Training auf dem Programm.

"Für mich ist es wichtig, dass die Spieler die Spielidee verinnerlichen, die wir in den vier Trainingseinheiten einstudiert haben. Das wollen wir noch einmal auffrischen, damit die Abläufe zum Start perfekt sitzen. Außerdem werden wir uns noch einmal ganz gezielt auf die Standards vorbereiten", erklärt Yanova, der dem Start entgegenfiebert. "Unser Ziel war von Anfang an klar: Wenn wir antreten, wollen wir auch gewinnen. Nachdem sich nur jeweils der Gruppenerste für das Endspiel qualifiziert, müssen wir gegen Frankreich, die Türkei und die Slowakei bestehen. Das ist sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber dennoch eine lösbare Aufgabe, auf die wir uns ganz gezielt vorbereitet haben."

Eröffnungsspiel gegen Frankreich in Kelheim

Ernst wird es für die deutsche Mannschaft dann am 18. Juni, wenn um 18.45 Uhr in Kelheim das Auftaktmatch gegen Frankreich angepfiffen wird. Weitere deutsche Kontrahenten in der Vorrundengruppe A sind die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Auswahl der Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien steigen im Rahmen der Fußballiade, die erneut in Landshut stattfindet. In der Gruppe B machen Polen, Russland, Spanien und Tschechien den Vorrunden-Sieg unter sich aus - nur die beiden Gruppensieger erreichen das Finale der Amateurfußball-Europameisterschaft am 26. Juni in Burghausen (18.30 Uhr).

Noch bis 13. Juni haben alle bayerischen Vereine die Möglichkeit, von der BFV-Gruppenticketaktion unter www.bfv.de/tickets Gebrauch zu machen und Tickets zum Preis von nur 2 Euro zu bestellen (Mindestabnahme 10 Karten). Zudem wird es an der Tageskasse am jeweiligen Spielort Eintrittskarten geben. Auf der Facebook-Seite (www.facebook.com/bfvonline) des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) werden alle 13 Spiele der Endrunde um den UEFA Regions' Cup live übertragen. Bei Parallelspielen wird es eine Konferenz geben. Alle Spiele werden kommentiert, bei Spielen ohne deutsche Beteiligung in englischer Sprache. 

Interview mit Engin Yanova

klicken zum Vergrößern
Will beim UEFA Regions' Cup mit der BFV-Auswahl den Titel holen: Verbandstrainer Engin Yanova.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ist vom 18. bis zum 26. Juni 2019 Gastgeber des Endrunden-Turniers um den UEFA Regions' Cup. Frankreich, die Slowakei, die Türkei, Polen, Russland, Spanien, Tschechien und die bayerische Regionalauswahl, die für Deutschland antritt, spielen in Kelheim, Hankofen, Neustadt an der Donau, Burghausen und Landshut um die Krone des bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerbs der Europäischen Fußball-Union UEFA. Im Interview spricht Verbandstrainer Engin Yanova über den Stellenwert des Turniers, seine Zielsetzung und die Kaderzusammenstellung. 

Sie haben im vergangenen halben Jahr an die 600 Spieler in ganz Bayern gesichtet. Wie schwierig war es schließlich, den finalen 20-Mann-Kader zusammenzustellen?

Engin Yanova: In der Tat war das gar nicht so einfach. Wir haben uns seit dem Start der Rückrunde viele Spiele beider Bayernligen angesehen und Kandidaten beobachtet. Meine Co-Trainer Helmuth Weisensel und Michael Urbansky haben die Nord-Staffel übernommen, ich war an fast allen Spieltagen im Süden unterwegs. Natürlich stand für uns von Beginn an fest, dass wir die Endrunde grundsätzlich mit den Spielern bestreiten möchten, die bereits die Zwischenrunde gespielt und uns so zur Finalrunde gebracht haben. Aber uns war auch klar, dass wir den Kader auf einigen Positionen punktuell verstärken müssen, damit wir die reelle Chance haben, um den Titel mitspielen zu können. Denn unser Ziel ist klar: Wenn wir antreten, wollen wir auch gewinnen. Wir haben deshalb ganz gezielt geschaut, wer uns auf welcher Position weiterbringen kann. Leider konnten wir nicht alle Wunschspieler für unsere Mission gewinnen. Einige sind aus beruflichen Gründen für den Turnierzeitraum verhindert, andere hatten in der Vergangenheit bereits Einsätze im Profibereich und sind deshalb für die Amateur-Europameisterschaft nicht spielberechtigt.

Der Regions' Cup ist der wichtigste Amateurfußball-Wettbewerb der der Europäischen Fußball-Union. Welchen Stellenwert hat das Turnier in Deutschland?

Yanova: In Deutschland genießt der Wettbewerb leider noch nicht den Stellenwert, den er verdient. In der Türkei oder in Kroatien ist das beispielsweise ganz anders. Aber dank der bei uns ausgespielten Zwischenrunde kann mittlerweile zumindest in Bayern jeder mit dem Begriff UEFA Regions' Cup etwas anfangen. Natürlich hat dazu auch unser Erfolg in der Quali-Runde beigetragen, der viele Emotionen geweckt hat. Wir sind mit der BFV-Auswahl zum ersten Mal bei einer Endrunde dabei und wollen das auch nutzen, um den Wettbewerb hierzulande noch bekannter zu machen. Als Amateur eine offiziell von der UEFA organisierte Europameisterschaft zu spielen - das ist das Größte!

Nach der Zwischenrunde hat die UEFA auch das Endrundenturnier an Bayern vergeben. Ist es eine zusätzliche Motivation für die Jungs, vor der eigenen Haustüre zu spielen?

Yanova: Das ist definitiv nochmal ein zusätzlicher Anreiz. Ein Turnier wie den Regions' Cup zu spielen und das als Gastgeber vor Freunden und Verwandten vor der eigenen Haustüre - mehr geht nicht für einen Amateurfußballer. Das hat man den Jungs auch schon bei den vier Trainingseinheiten angemerkt. Alle haben Vollgas gegeben, um im Juni dabei zu sein. Wir freuen uns vor allem auch auf die beiden Gruppenspiele während der Fußballiade in Landshut, wo uns sicher zahlreiche Zuschauer unterstützen werden. Als Gastgeber hat der BFV bereits bei der Zwischenrunde gezeigt, dass er in der Lage ist, ein Turnier auf höchstem Niveau auch entsprechend perfekt zu organisieren.

In Gruppe A bekommt es die BFV-Auswahl mit Frankreich, der Türkei und der Slowakei zu tun. Wie schätzen Sie die Gruppe ein?

Yanova: Unser Ziel ist ganz klar das Finale am 26. Juni in Burghausen. Nachdem sich nur jeweils der Gruppenerste für das Endspiel qualifiziert, müssen wir gegen Frankreich, die Türkei und die Slowakei bestehen. Das ist sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber dennoch eine lösbare Aufgabe, auf die wir uns ganz gezielt vorbereitet haben.

Insgesamt standen in der Vorbereitung vier Trainingseinheiten auf dem Programm. Welchen Eindruck haben Sie mitgenommen?

Yanova: Das Wichtigste ist, dass man von Beginn an gemerkt hat, dass sich alle Spieler auf das Turnier freuen und alles dafür getan haben, um dabei zu sein. Die Mischung aus Vorfreude und Anspannung stimmt. Wichtig ist es jetzt für die Phase vor dem Turnierstart, dass die Jungs sich gut vorbereiten und bis zum Auftaktspiel auch körperlich topfit sind.

Mit Dominic Dachs ist ein neuer Torhüter zum Team gestoßen, der in der kommenden Saison für den VfR Garching in der Regionalliga auflaufen wird und der beim FC Augsburg sowie bei den Münchner Löwen ausgebildet wurde.

Yanova: Dominic Dachs ist eine echte Verstärkung. Er war in der vergangenen Saison als Stamm-Keeper ein sehr sicherer Rückhalt für den SV Seligenporten und hat auch in den vier Trainingseinheiten rundum überzeugt. Wir freuen uns, dass er uns für das Turnier zur Verfügung steht und zusammen mit Lukas Trum vom SV Egg den Kasten sauber hält.

 

Auch in der Abwehr gibt es den einen oder anderen "Neuzugang"...

Yanova: Wir haben insgesamt einen ganz guten Mix aus Erfahrung und Jugend gewonnen. Zu den ganz erfahrenen Spielern zählt Alexander Weiser, der beim TSV 1865 Dachau spielt und dort auch Fabian Lamotte als Co-Trainer unterstützt. Er ist schon sehr weit, was das Coaching anbelangt und ist so etwas wie mein verlängerter Arm auf dem Feld. Er wird uns in der Defensive zusätzliche Stabilität geben, die bei einem internationalen Turnier sehr, sehr wichtig ist. Auch vom Typ her passt er super in die Mannschaft. Er ist top-motiviert und brennt auf seinen Einsatz. Einer der Jungen Wilden ist Henri Koudossou vom SV Pullach, der mir bei den Spielbeobachtungen positiv aufgefallen ist und den ich ganz gezielt angesprochen habe. Er bringt als Außenverteidiger eine gute Dynamik rein. Ich freue mich auf seinen Einsatz.

Mit Michael Kraus ist als eine der großen Stützen der Zwischenrunde wieder mit dabei. Wie wichtig ist der Kapitän?

Yanova: Michael Kraus hat als Spielführer gemeinsam mit Co-Kapitän Franz Fischer in der Qualifikation einen super Job gemacht und wird auch Kapitän bleiben. Ich freue mich besonders, dass er mit dem TSV Aubstadt den Aufstieg in die Regionalliga gepackt hat und hoffe, dass er den Schwung und die positive Energie mit nach Bad Gögging bringt.

Im Sturm ist Ugur Türk vom TSV 1860 München neu dabei...

Yanova: Er hat in der Bayernliga in diesem Jahr bei 20 Einsätzen 16 Tore gemacht - das ist eine top Quote. Vor allem im Strafraum ist er sehr torgefährlich. Er ist genau der Spielertyp, den wir bei einem solchen Turnier brauchen. Natürlich hoffen wir, dass er seine Torgefährlichkeit auch bei der Endrunde zeigt.

Was passiert jetzt noch in den Tagen bis zum Eröffnungsspiel in Kelheim gegen Frankreich?

Yanova: Wichtig ist, dass alle Spieler unsere Spielidee verinnerlichen, an der wir in den Trainingseinheiten gearbeitet haben. Das wollen wir noch einmal auffrischen, damit alles sitzt zum Start. Und dann werden wir uns noch einmal ganz gezielt auf die Standards vorbereiten.

Gleich zum Start wartet mit Frankreich, das Team aus dem Weltmeister-Land, ein richtig dicker Brocken...

Yanova: Das kann man nicht anders sagen: Es ist der Nachwuchs der Weltmeisternation. Frankreich hat die Zwischenrunde auch klar dominiert. Ein kleines Manko ist die Tatsache, dass wir uns nicht ganz gezielt auf den Gegner vorbereiten können, denn ich gehe davon aus, dass die Franzosen - ähnlich wie auch wir - ihren Kader umgebaut und punktuell verstärkt haben. Im Endeffekt muss es uns gelingen, dass wir uns auf dem Platz auf jeden Gegner sofort einstellen können. Der Vorteil ist: Wir haben eine gute Mannschaft, die dazu jederzeit in der Lage ist.

Kader der BFV-Regionallauswahl steht fest

klicken zum Vergrößern

Der Kader der BFV-Regionalauswahl für die Endrunde des UEFA Regions' Cup steht: Verbandstrainer Engin Yanova hat heute auf Facebook das 20-köpfige Aufgebot bekannt gegeben, mit dem er vom 18. bis 26. Juni in Bayern um den Europameistertitel der Amateure spielen wird. Zehn Spieler gehörten bereits im vergangenen Herbst der Mannschaft an, die sich bei der ebenfalls im Freistaat ausgespielten Zwischenrunde gegen Malta, Israel und Serbien durchgesetzt hatte. Insgesamt hatte BFV-Coach Yanova vier Sichtungstrainings angesetzt, bei denen insgesamt knapp 60 Spieler vorspielten.

"Die Vorbereitung war sehr intensiv, aber sie hat sich gelohnt. Ich bin überzeugt davon, dass wir ab dem ersten Spiel eine Mannschaft auf dem Platz sehen werden, die alles für den Traum vom Titel geben wird. Wichtig ist es jetzt, dass wir wieder jenen Teamspirit entwickeln, der uns in der Zwischenrunde so stark gemacht hat", erklärte Yanova bei der Kaderpräsentation im BFV.TV-Studio.

Der 20-Mann-Kader

Tor
Dominic Dachs (SV Seligenporten)
Lukas Trum (SV Egg an der Günz)

Abwehr
David Bauer (TSV Rain/Lech)
Sebastian Gebhart (TSV 1860 München)
Henri Koudossou (SV Pullach)
Sebastian Marx (ATSV Erlangen)
Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau)
Eduard Root (SSV Jahn Regensburg)
Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers)

Mittelfeld
Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau)
Arif Ekin (TSV 1860 München)
Michael Kraus (TSV Aubstadt)
Johannes Müller (TSV Rain/Lech)
Alexander Spitzer (TSV 1860 München)
Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München)

Sturm
Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen)
Sebastian Fries (Würzburger FV)
Patrick Kroiß (SpVgg Ansbach 09)
Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim)
Ugur Türk (TSV 1860 München)

Die BFV-Auswahl, die beim bedeutendsten Amateurwettbewerb der UEFA die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vertritt, trifft in der Vorrunde im Eröffnungsspiel am 18. Juni in Kelheim auf Frankreich (18.45 Uhr). In den zwei weiteren Partien geht es gegen die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien finden im Rahmen der Fußballiade in Landshut statt. In Gruppe B kämpfen Tschechien, Polen, Russland und Spanien um den Finaleinzug beim bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerb der UEFA. Die beiden Gruppensieger bestreiten das Finale um den UEFA Regions' Cup am 26. Juni in der Wacker-Arena in Burghausen. Die zwölf Vorrundenbegegnungen werden bei der SpVgg Hankofen-Hailing in Leiblfing, im städtischen Stadion in Kelheim, im Hammerbachstadion in Landshut und im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau ausgetragen.

Der BFV darf nach den UEFA-Regeln auf Spieler zwischen 19 und 40 Jahren aus bayerischen Vereinen zurückgreifen, die in der laufenden Spielzeit maximal in der Bayernliga spielen und bisher weder Profi- noch A-Nationalspieler gewesen sein dürfen. Die Spieler müssen zudem seit mindestens zwei Jahren in einem bayerischen Fußball-Verein registriert sein, die Nationalität spielt keine Rolle.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat für alle zwölf Vorrundenspiele sowie für das Finale in Burghausen Gruppentickets zum Preis von 2 Euro pro Karte (Mindestabnahme zehn Tickets) im Angebot. Bestellungen sind bis 13. Juni über das Bestellformular auf www.bfv.de/tickets möglich.

Medizin-Check und letztes Training

klicken zum Vergrößern

Vierte und letzte Trainingsmaßnahme vor dem Start in die Endrunde der Europameisterschaft der Amateure, dazu die sportmedizinische Untersuchung: Cheftrainer Engin Yanova und sein Team haben mit dem erweiterten Kader des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) letztmals vor der Nominierung in der kommenden Woche trainiert. Nach der Einheit auf dem Gelände des Freien TuS in Regensburg sprach der Verbandstrainer von "einem sehr guten Eindruck", den die Akteure hinterlassen haben. In der Woche vom 3. bis 9. Juni wird Yanova den 20-Mann-Kader nominieren, der die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beim Finalturnier um den UEFA Regions Cup im Freistaat (18. bis 26. Juni) vertritt.

Vor und nach der Einheit an der Schillerwiese war der BFV-Tross auch zur obligatorischen sportmedizinischen Untersuchung bei Dr. Stephan Gerling, Teil des BFV-Verbandsärzte-Teams und Leiter Juniorenfußball am FIFA Medical Centre Regensburg: "Sport auf hohem Niveau kann dann schädlich sein, wenn das Herz nicht gesund ist. Deshalb gibt es diese sportkardiologische Untersuchung, die jeder Hochleistungssportler auch regelmäßig machen sollte. Denn auch unsere Spieler der BFV-Auswahl werden beim UEFA Regions' Cup an oder phasenweise über ihre Leistungsgrenzen gehen."

Für Alexander Weiser vom TSV 1865 Dachau ist indes die Vorfreude zu spüren, gleichzeitig aber "wächst auch die Anspannung. Wir alle können es kaum erwarten, wenn es dann auch richtig losgeht und wir uns zum Turnier treffen. Die Stimmung ist gut. Und auch wenn wir uns jetzt teilweise erst viermal bei den Trainings gesehen haben, ist das schon etwas entstanden. Der Kontakt untereinander ist nicht nur auf das Training beschränkt. Wir alle fiebern der Endrunde um den UEFA Regions Cup entgegen. Das ist etwas Großes - das merkt man schon alleine daran, was der BFV im Vorfeld alles tut. Da wird nichts dem Zufall überlassen, die komplette Organisation und die sportlichen Rahmenbedingungen sind für uns Spieler perfekt. Das erlebst du als Amateur wohl kein zweites Mal."

Dem deutschen Gastgeber-Team um Verbandstrainer Engin Yanova bleiben rund drei Wochen, ehe am 18. Juni um 18.45 Uhr in Kelheim das Auftaktmatch gegen Frankreich angepfiffen wird. Weitere deutsche Kontrahenten in der Vorrundengruppe A sind die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Auswahl der Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien steigen im Rahmen der Fußballiade, die erneut in Landshut stattfindet. In der Gruppe B machen Polen, Russland, Spanien und Tschechien den Vorrunden-Sieg unter sich aus - nur die beiden Gruppensieger erreichen das Finale der Amateurfußball-Europameisterschaft am 26. Juni in Burghausen (18.30 Uhr). Der 20-Mann-Kader der BFV-Auswahl wird in der Woche vom 3. Juni bekanntgegeben.

Der BFV darf nach den UEFA-Regeln auf Spieler zwischen 19 und 40 Jahren aus bayerischen Vereinen zurückgreifen, die in der laufenden Spielzeit maximal in der Bayernliga spielen und bisher weder Profi- noch A-Nationalspieler gewesen sein dürfen. Die Spieler müssen zudem seit mindestens zwei Jahren in einem bayerischen Fußball-Verein registriert sein, die Nationalität spielt keine Rolle. 

Regions' Cup: Finale Trainingseinheit

klicken zum Vergrößern

Jetzt geht es ums Ganze: In der letzten Trainingseinheit vor der Nominierung des vorläufigen Kaders für die Endrunde um den UEFA Regions' Cup (18. bis 26. Juni - Spielplan) haben noch einmal 22 Spieler die Möglichkeit, sich für einen Platz im Aufgebot bei der Europameisterschaft der Amateure zu empfehlen. Verbandstrainer Engin Yanova wird mit den eingeladenen Spielern auf der Anlage des Freien TuS Regensburg am kommenden Mittwoch (29. Mai) vor allem am Offensivverhalten arbeiten. Vor und nach dem Training steht außerdem die sportmedizinische Untersuchung der Spieler in der Regensburger Klinik St. Hedwig durch BFV-Verbandsarzt Dr. med. Stephan Gerling vom FIFA Medical Centre auf dem Programm. Bis zum 30. Mai muss der UEFA der vorläufige 30-Mann-Kader vorgelegt werden. Der finale 20-Mann-Kader (18 Feldspieler plus zwei Torhüter) muss am 17. Juni feststehen. 

"Auch wenn wir bis zum Turnierstart noch an ein paar Stellschrauben drehen müssen, sind wir sportlich voll im Soll. Die Jungs geben Vollgas und haben Spaß bei der Sache. Wichtig wird es sein, dass wir diese Spielfreude und den Schwung mit ins Turnier nehmen und wieder den Teamspirit entwickeln, der uns im Herbst zum Zwischenrundensieg getragen hat. Ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen und zum Start gegen Frankreich eine bis in die Haarspitzen motivierte Truppe sehen werden", erklärt Yanova.

Die Teilnehmer an der vierten Trainingseinheit

Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau)
Dominic Dachs (SV Seligenporten)
Arif Ekin (TSV 1860 München)
Franz Fischer (1.FC Garmisch-Partenkirchen)
Sebastian Fries (Würzburger FV)
Sebastian Gebhart (TSV 1860 München)
Henri Koudossou (SV Pullach)
Michael Kraus (TSV Aubstadt)
Johannes Kraus (SSV Jahn Regensburg)
Patrick Kroiß (SpVgg Ansbach)
Sebastian Marx (ATSV Erlangen)
Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim)
Cihangir Özlokman (SSV Jahn Regensburg)
Ludwig Reischl (SV Pullach)
Eduard Root (SSV Jahn Regensburg)
Alexander Spitzer (TSV 1860 München)
Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers)
Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München)
Lukas Trum (SV Egg a. d. Günz)
Ugur Türk (TSV 1860 München)
Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau)
Jonas Wieselsberger (SpVgg Landshut)

Das Trainer- und Funktionsteam des BFV

Engin Yanova (Cheftrainer)
Michael Urbansky (Co-Trainer)
Helmuth Weisensel (Co-Trainer)
Jan Schröder (Torwarttrainer)
Dr. Christian Gündisch (Mannschaftsarzt)
Günther Reitel (Physiotherapeut)
Andreas Mayländer (Team-Manager)
Christian Gaull (Zeugwart)

Die Endrunde in Bayern

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ist vom 18. bis 26. Juni Gastgeber der Endrunde des UEFA Regions' Cup 2019. Die BFV-Amateurauswahl, die dabei wie bei der 2018 ausgespielten Zwischenrunde die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vertritt, bekommt es in Gruppe A mit den Amateuren aus dem Weltmeister-Land Frankreich, der Slowakei und der Türkei zu tun. In Gruppe B kämpfen Tschechien, Polen, Russland und Spanien um den Finaleinzug beim bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerb der UEFA. Bei der Auslosungszeremonie in der Münchner Allianz Arena waren Vertreter aller acht Teilnehmer vor Ort, die Lose zog der Ex-Profi Jimmy Hartwig, der bayerischer UEFA-Regions'-Cup-Botschafter ist.

Der BFV darf nach den UEFA-Regeln auf Spieler zwischen 19 und 40 Jahren aus bayerischen Vereinen zurückgreifen, die in der laufenden Spielzeit maximal in der Bayernliga spielen und bisher weder Profi- noch A-Nationalspieler gewesen sein dürfen. Die Spieler müssen zudem seit mindestens 2 Jahren in einem bayerischen Fußball-Verein registriert sein, die Nationalität spielt keine Rolle. 

BFV-Gruppentickets für den UEFA Regions Cup

klicken zum Vergrößern

Die besten acht Amateur-Regionalauswahlen aus ganz Europa kämpfen vom 18. bis 26. Juni in Bayern bei der Endrunde des UEFA Regions' Cup um den Europameistertitel - und ihr könnt für nur zwei Euro live dabei sein! Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat für alle zwölf Vorrundenspiele sowie für das Finale in Burghausen Gruppentickets zum Preis von 2 Euro pro Karte (Mindestabnahme zehn Tickets) im Angebot. Einfach bis 3. Juni das Bestellformular ausfüllen, gewünschte Ticketzahl angeben und per E-Mail an regions-cup@bfv.de zurückschicken. 

Die BFV-Auswahl, die beim bedeutendsten Amateurwettbewerb der UEFA die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vertritt, trifft in der Vorrunde im Eröffnungsspiel am 18. Juni in Kelheim auf Frankreich (18.45 Uhr). In den zwei weiteren Partien geht es gegen die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien finden im Rahmen der Fußballiade in Landshut statt. In Gruppe B kämpfen Tschechien, Polen, Russland und Spanien um den Finaleinzug beim bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerb der UEFA. Die beiden Gruppensieger bestreiten das Finale um den UEFA Regions' Cup am 26. Juni in der Wacker-Arena in Burghausen. Die zwölf Vorrundenbegegnungen werden bei der SpVgg Hankofen-Hailing in Leiblfing, im städtischen Stadion in Kelheim, im Hammerbachstadion in Landshut und im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau ausgetragen.

Die Partien im Überblick

Neustadt an der Donau

Dienstag, 18. Juni, 14 Uhr: Tschechien - Spanien
Dienstag, 18. Juni, 18.45 Uhr: Russland - Polen
Sonntag, 23. Juni, 10.30 Uhr: Frankreich - Slowakei
Sonntag, 23. Juni, 17.30 Uhr: Polen - Tschechien

Kelheim

Dienstag, 18. Juni: 14 Uhr: Slowakei - Türkei
Dienstag, 18. Juni: 18.45 Uhr: Deutschland - Frankreich
Donnerstag, 20. Juni, 16 Uhr: Tschechien - Russland

Hankofen

Donnerstag, 20. Juni, 13 Uhr: Türkei - Frankreich
Donnerstag, 20. Juni, 18 Uhr: Polen - Spanien
Sonntag, 23. Juni, 17.30 Uhr: Spanien - Russland

Landshut

Donnerstag, 20. Juni, 14.30 Uhr: Deutschland - Slowakei
Sonntag, 23. Juni, 10.30 Uhr: Türkei - Deutschland

Burghausen

Mittwoch, 26. Juni, 18.30 Uhr: Finale (Sieger Gruppe A - Sieger Gruppe B) 

Bestellformular BFV-Gruppentickets UEFA Regions Cup
Stand: 22.05.2019 | PDF (377 kB)
 

Kick-off für LOK-Mitglieder

klicken zum Vergrößern
BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher (Mitte) ist auch bei der Endrunde Delegationsleiter der deutschen Mannschaft.

Während sich die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) um Cheftrainer Engin Yanova in diversen Trainingsmaßnahmen sportlich bestmöglich auf den UEFA Regions' Cup (18. bis 26. Juni) vorbereitet, hat sich auch das Lokale Organisations-Komitee (LOK) in einem Kick-off-Workshop auf eine perfekte Durchführung eingestellt: Der BFV hatte bereits im Herbst 2018 eines der Zwischenrunden-Qualifikationsturniere organisiert - und offenkundig bei der UEFA bleibenden Eindruck hinterlassen: Die Europäische Fußball-Union hat die Ausrichtung der Endrunde um den UEFA Regions' Cup den Bayern übertragen, insgesamt 46 Mitglieder zählt das LOK.

"Für uns ist das eine Riesensache", sagt Jürgen Faltenbacher. Der BFV-Schatzmeister ist wie schon in der Qualifikation 2018 auch in diesem Jahr erneut Delegationsleiter der deutschen Auswahl, die der Bayerische Fußball-Verband für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) stellt: "Wir haben zusammen mit unseren Ausrichtervereinen organisatorisch eine perfekte Veranstaltung geboten, die auch den höchsten Ansprüchen der UEFA vollauf gerecht geworden ist. Für uns ist das jetzt gleichzeitig Ansporn und Auftrag, auch die Endrunde dieses bedeutendsten Amateurturniers der UEFA erneut so reibungslos und auf höchstem Niveau über die Bühne zu bringen."

Dem Zufall freilich wird bei der Europameisterschaft der Amateure nichts überlassen. Alleine die Zahl der 46 LOK-Mitglieder um Turnierdirektor Felix Jäckle (Hauptabteilungsleiter Sport beim BFV) zeigt, was organisatorisch alles auf die Füße zu stellen und wie vielschichtig die Aufgaben beim Kontinental-Turnier vom 18. bis 26. Juni 2019 sind: Unterbringung und Betreuung der acht Teilnehmernationen sowie der Delegierten und Schiedsrichter, Transport-Management, Spielorganisation, Ticketing, Sicherheit und Stadioninfrastruktur sowie Medienarbeit. "Auf allen diesen Feldern wollen wir bestmögliche Rahmenbedingungen bieten. Dafür braucht es auch in organisatorischer Hinsicht eine entsprechende Vorbereitung. Es ist wichtig, dass die Abläufe in Fleisch und Blut übergehen und während des Turniers jedes Rädchen perfekt ins andere greift", betont Felix Jäckle: "Deshalb hatten wir bei unserm LOK-Workshop alle relevanten Themen auf der Agenda und haben entsprechende Abläufe in themenspezifischen Workshops detailliert vorbereitet und geplant. Jeder weiß, was zu tun ist und was die UEFA als Ausrichter von uns erwartet. Ähnlich wie unsere Mannschaft einen Teamgeist entwickelt hat, der sie zum Zwischenrundenerfolg getragen hat, so war und ist auch im Organisationsteam dieser Teamgedanke von zentraler Bedeutung."

Auch sportlich tickt die Uhr rückwärts: Dem deutschen Gastgeber-Team um Verbandstrainer Engin Yanova bleiben rund fünf Wochen, ehe am 18. Juni um 18.45 Uhr in Kelheim das Auftaktmatch gegen Frankreich angepfiffen wird. Weitere deutsche Kontrahenten in der Vorrundengruppe A sind die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Auswahl der Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien steigen im Rahmen der Fußballiade, die erneut in Landshut stattfindet. In der Gruppe B machen Polen, Russland, Spanien und Tschechien den Vorrunden-Sieg unter sich aus - nur die beiden Gruppensieger erreichen das Finale der Amateurfußball-Europameisterschaft am 26. Juni in Burghausen (18.30 Uhr). Die BFV-Auswahl hat bereits drei Trainingsmaßnahmen hinter sich, eine vierte und letzte steht noch an, ehe Yanova dann den 20-Mann-Kader (18 Spieler plus zwei Torhüter) für die Endrunde um den UEFA Regions' Cup nominiert.

Der BFV darf nach den UEFA-Regeln auf Spieler zwischen 19 und 40 Jahren aus bayerischen Vereinen zurückgreifen, die in der laufenden Spielzeit maximal in der Bayernliga spielen und bisher weder Profi- noch A-Nationalspieler gewesen sein dürfen. Die Spieler müssen zudem seit mindestens zwei Jahren in einem bayerischen Fußball-Verein registriert sein, die Nationalität spielt keine Rolle.

Regions' Cup: So lief das 3. Training



Regions' Cup: Drittes Training

klicken zum Vergrößern
Verbandstrainer Engin Yanova legte im dritten Training den Schwerpunkt auf das Aufbauspiel.

Das Auftaktspiel der Endrunde um den UEFA Regions' Cup rückt immer näher, die Vorbereitung der Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) läuft weiter auf Hochtouren: 42 Tage vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels gegen Frankreich in Kelheim (18.45 Uhr) bat Verbandstrainer Engin Yanova zur dritten Trainingseinheit. In Neustadt an der Donau warfen die 27 Spieler alles in die Waagschale, um ihren Traum von der Teilnahme an der Europameisterschaft der Amateure (18. bis 26. Juni 2019) zu verwirklichen und sich für den 20-Mann-Kader (18 Feldspieler plus zwei Torhüter) zu empfehlen, den Yanova erst nach Abschluss der Vorbereitung benennen wird. Schwerpunkt war dieses Mal das Aufbauspiel. Angesetzt sind insgesamt vier Einheiten, die erste hatte auf dem Trainingsgelände des Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth stattgefunden, die zweite im Stadion des ATSV Kelheim. Bis zur Kadernominierung sichtet das BFV-Trainergespann insgesamt bis zu 60 Spieler. 

"Ein Turnier wie den Regions' Cup zu spielen und das als Gastgeber vor Freunden und Verwandten vor der eigenen Haustüre - mehr geht nicht für einen Amateurfußballer. Und das merkt man den Jungs im Training auch an. Alle geben Vollgas, um diese Momente im Juni erleben zu können. Letztlich werden nur Kleinigkeiten den Ausschlag geben, wer den Sprung in den Kader schafft", erklärt Yanova.

"Das Training war sehr intensiv - wie die ersten beiden Einheiten auch. Es ist ordentlich Zug drin, die Jungs haben alle Bock. Auch das Miteinander ist sehr gut. Es sind super Typen dabei und jeder bringt seine eigene Stärke mit ein. Wenn wir weiterhin Gas geben, wird das eine Bombensache. Und unser Ziel ist klar: Wir wollen den Pott nach Deuschland holen", erklärte Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau). 

Die BFV-Auswahl, die beim bedeutendsten Amateurwettbewerb der UEFA die Farben des Deutsche Fußball-Bundes (DFB) vertritt, trifft in der Vorrunde neben Frankreich auch auf die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien finden im Rahmen der Fußballiade in Landshut statt.

Der BFV hatte sich mit seiner Auswahl im Herbst vergangenen Jahres in Bayern gegen die Teams aus Israel, Malta und Serbien durchgesetzt und ist nun vom 18. bis 26. Juni erneut Gastgeber des Finalturniers um den UEFA Regions' Cup 2019. Nicht nur sportlich, auch logistisch und organisatorisch ist die Endrunde eine Herausforderung für den größten der 21 Landesverbände unter dem Dach des DFB. Bei der Auslosungszeremonie in der Münchner Allianz Arena waren bereits Vertreter aller acht Teilnehmer vor Ort, die Lose zog der Ex-Profi Jimmy Hartwig, der bayerischer UEFA-Regions'-Cup-Botschafter ist. "Wir haben in der Zwischenrunde gezeigt, dass wir ein perfekter Gastgeber sind und als Verband stark aufgestellt sind, um Turniere auf diesem europäischen Top-Niveau zu organisieren und höchsten Maßstäben gerecht werden - das haben uns die Teilnehmer ebenso wie die UEFA bestätigt. Dies ist aber gleichzeitig unser Ansporn, es bei der Endrunde gemeinsam mit unseren Ausrichtervereinen wieder so zu machen und für beste Bedingungen zu sorgen", sagt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der erneut Delegationsleiter des deutschen Teams ist: "Sportlich könnten wir mit einem Erfolg noch für das i-Tüpfelchen sorgen. Umso mehr freut es uns, dass nach dem Erfolg vom Vorjahr der Wettbewerb auch hierzulande bekannter geworden ist und wir so unsere Vereine überzeugt haben, ihre Spieler für dieses einmalige Erlebnis abzustellen."
Der BFV darf nach den UEFA-Regeln auf Spieler zwischen 19 und 40 Jahren aus bayerischen Vereinen zurückgreifen, die in der laufenden Spielzeit maximal in der Bayernliga spielen und bisher weder Profi- noch A-Nationalspieler gewesen sein dürfen. Die Spieler müssen zudem seit mindestens zwei Jahren in einem bayerischen Fußball-Verein registriert sein, die Nationalität spielt keine Rolle.

Die Teilnehmer an der dritten Trainingsmaßnahme

Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau)
Dominic Dachs (SV Seligenporten)
Arif Ekin (TSV 1860 München)
Franz Fischer (1.FC Garmisch-Partenkirchen)
Sebastian Fries (Würzburger FV)
Sebastian Gebhart (TSV 1860 München)
Andre Koob (Würzburger FV)
Henri Koudossou (SV Pullach)
Johannes Kraus (SSV Jahn Regensburg)
Patrick Kroiß (SpVgg Ansbach)
Sebastian Marx (ATSV Erlangen)
Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim)
Cihangir Özlokman (SSV Jahn Regensburg)
Ludwig Reischl (SV Pullach)
Eduard Root (SSV Jahn Regensburg)
Alexander Spitzer (TSV 1860 München)
Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München)
Martin Thomann (TSV Aubstadt)
Lukas Trum (SV Egg a. d. Günz)
Ugur Türk (TSV 1860 München)
Jonas Wieselsberger (SpVgg Landshut)

Das Trainer- und Funktionsteam des BFV

Engin Yanova (Cheftrainer)
Michael Urbansky (Co-Trainer)
Helmuth Weisensel (Co-Trainer)
Jan Schröder (Torwarttrainer)
Dr. Christian Gündisch (Mannschaftsarzt)
Günther Reitel (Physiotherapeut)
Andreas Mayländer (Team-Manager)
Christian Gaull (Zeugwart)

 

UEFA Regions' Cup: Die zweite Trainingsmaßnahme





In zwei Monaten startet in Bayern der UEFA Regions' Cup - der bedeutendste Amateurfußball-Wettbewerb der Europäischen Fußball-Union UEFA. Zum Auftakt trifft die BFV-Auswahl, die als Gastgeber die deutschen Farben vertritt, in Kelheim (Niederbayern) auf Frankreich. Und eben in Kelheim bat Trainer Engin Yanova zur zweiten von insgesamt vier Trainingsmaßnahmen, bei der 28 Akteure aus dem ganzen Freistaat vorspielten. In den Fokus der Einheit rückte Yanova das Thema "Umschaltspiel" und zeigte sich mit dem Einsatz seiner Spieler sehr zufrieden. 

Yanova bittet zur zweiten Einheit

klicken zum Vergrößern
Feilt weiter an einer schlagkräftigen Truppe für die Endrunde des UEFA Regions' Cup: Verbandstrainer Engin Yanova.

Es geht Schlag auf Schlag: Nur zwei Wochen nach der ersten Trainingsmaßnahme bittet Verbandstrainer Engin Yanova am Mittwoch, 17. April, insgesamt 28 Akteure der Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) zur Vorbereitung auf die Endrunde um den UEFA Regions' Cup (18. bis 26. Juni 2019) zur zweiten Einheit. Trainiert wird im Stadion des ATSV Kelheim, das während der Amateurfußball-Europameisterschaft auch Spielort ist. Die BFV-Auswahl, die die Farben des Deutsche Fußball-Bundes (DFB) beim bedeutendsten Amateurwettbewerb der UEFA vertritt, trifft zum Auftakt des Turniers im Städtischen Stadion am Rennweg auf Frankreich. Das Duell mit der Weltmeister-Nation wird um 18.45 Uhr in Kelheim angepfiffen. Weitere Kontrahenten des bayerischen Gastgebers in der Vorrundengruppe A sind die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien finden im Rahmen der Fußballiade in Landshut statt. In der Gruppe B komplettieren Spanien, Russland, Polen und Tschechien das Feld der acht Endrundenstarter - nur die beiden Gruppensieger bestreiten am 26. Juni in Burghausen das Finale um den UEFA Regions' Cup. 

Die BFV-Auswahl trifft sich in der Vorbereitung zu insgesamt vier Einheiten, die erste hatte auf dem Trainingsgelände des Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth stattgefunden - erst nach Abschluss aller vier Maßnahmen, bei denen dann insgesamt bis zu 60 Akteure aus bayerischen Klubs vorspielen werden, benennt Yanova den endgültigen 20-Mann-Kader (18 Feldspieler plus zwei Torhüter) für die Europameisterschaft der Amateure.

"Dass wir als Gastgeber das Finale erreichen möchten, steht außer Frage", sagt Yanova: "Schon die erste Einheit in Fürth hat gezeigt, dass alle Jungs heiß sind und Vollgas geben. Die Intensität war sehr hoch, die große Bereitschaft in den Spielformen schnell ersichtlich. Das stimmt mich absolut positiv, dass es jetzt Schritt für Schritt in die richtige Richtung geht", zeigt sich Yanova zuversichtlich, wenn gleich er weiß, "dass das alles andere als einfach ist. Denn die Qualität in der Endrunde wird nochmals größer sein als das noch in der Zwischenrunde der Fall war. Wir müssen für unseren Traum vom Titelgewinn hart arbeiten. Und das werden wir auch tun".

Der BFV hatte sich mit seiner Auswahl im Herbst vergangenen Jahres in Bayern gegen die Teams aus Israel, Malta und Serbien durchgesetzt und ist nun vom 18. bis 26. Juni erneut Gastgeber des Finalturniers um den UEFA Regions' Cup 2019. Nicht nur sportlich, auch logistisch und organisatorisch ist die Endrunde eine Herausforderung für den größten der 21 Landesverbände unter dem Dach des DFB. Bei der Auslosungszeremonie in der Münchner Allianz Arena waren bereits Vertreter aller acht Teilnehmer vor Ort, die Lose zog der Ex-Profi Jimmy Hartwig, der bayerischer UEFA-Regions'-Cup-Botschafter ist. "Wir haben in der Zwischenrunde gezeigt, dass wir ein perfekter Gastgeber sind und als Verband stark aufgestellt sind, um Turniere auf diesem europäischen Top-Niveau zu organisieren und höchsten Maßstäben gerecht werden - das haben uns die Teilnehmer ebenso wie die UEFA bestätigt. Dies ist aber gleichzeitig unser Ansporn, es bei der Endrunde gemeinsam mit unseren Ausrichtervereinen wieder so zu machen und für beste Bedingungen zu sorgen", sagt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der erneut Delegationsleiter des deutschen Teams ist: "Sportlich könnten wir mit einem Erfolg noch für das i-Tüpfelchen sorgen. Umso mehr freut es uns, dass nach dem Erfolg vom Vorjahr der Wettbewerb auch hierzulande bekannter geworden ist und wir so unsere Vereine überzeugt haben, ihre Spieler für dieses einmalige Erlebnis abzustellen."

Der BFV darf nach den UEFA-Regeln auf Spieler zwischen 19 und 40 Jahren aus bayerischen Vereinen zurückgreifen, die in der laufenden Spielzeit maximal in der Bayernliga spielen und bisher weder Profi- noch A-Nationalspieler gewesen sein dürfen. Die Spieler müssen zudem seit mindestens zwei Jahren in einem bayerischen Fußball-Verein registriert sein, die Nationalität spielt keine Rolle.

Die Teilnehmer an der zweiten Trainingsmaßnahme

David Bauer (TSV 1896 Rain/Lech)
Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau)
Dominic Dachs (SV Seligenporten)
Arif Ekin (TSV 1860 München)
Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen)
Sebastian Fries (Würzburger FV)
Sebastian Gebhart (TSV 1860 München)
Kevin Haug (FC Sonthofen)
Andre Koob (Würzburger FV)
Henri Koudossou (SV Pullach)
Johannes Kraus (SSV Jahn Regensburg)
Patrick Kroiß (SpVgg Ansbach)
Marco Luburic (TSV 1896 Rain/Lech)
Sebastian Marx (ATSV Erlangen)
Johannes Müller (TSV 1896 Rain/Lech)
Cihangir Özlokman (SSV Jahn Regensburg)
Christoph Rech (SV Türkgücü-Ataspor München)
Ludwig Reischl (SV Pullach)
Eduard Root (SSV Jahn Regensburg)
Arbnor Segashi (SV Türkgücü-Ataspor München)
Alexander Spitzer (TSV 1860 München)
Niclas Staudt (FC Würzburger Kickers)
Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München)
Martin Thomann (TSV Aubstadt)
Lukas Trum (SV Egg a. d. Günz)
Ugur Türk (TSV 1860 München)
Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau)
Jonas Wieselsberger (SpVgg Landshut)

Das Trainer- und Funktionsteam des BFV

Engin Yanova (Cheftrainer)
Michael Urbansky (Co-Trainer)
Helmuth Weisensel (Co-Trainer)
Jan Schröder (Torwarttrainer)
Dr. Christian Gündisch (Mannschaftsarzt)
Günther Reitel (Physiotherapeut)
Andreas Mayländer (Team-Manager)
Christian Gaull (Zeugwart)

 

Der Countdown läuft





Im gleißenden Fürther Flutlicht hat mit der ersten Trainingsmaßnahme die sportliche Vorbereitung der Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) für die Endrunde um den UEFA Regions' Cup Fahrt aufgenommen. Die Uhr tickt rückwärts, der Countdown läuft: Dem Gastgeber-Team um Verbandstrainer Engin Yanova bleiben 75 Tage Zeit, ehe am 18. Juni um 18.45 Uhr in Kelheim das Auftaktmatch gegen Frankreich angepfiffen wird. Weitere deutsche Kontrahenten in der Vorrundengruppe A sind die Slowakei (20. Juni, 14.30 Uhr) und die Auswahl der Türkei (23. Juni, 10.30 Uhr). Beide Partien steigen im Rahmen der Fußballiade, die erneut in Landshut stattfindet. In der Gruppe B machen Polen, Russland, Spanien und Tschechien den Sieg unter sich aus - nur die beiden Gruppensieger erreichen das Finale der Amateurfußball-Europameisterschaft am 26. Juni in Burghausen.

"Dort wollen wir auch hin", sagt Michael Kraus vom TSV Aubstadt im Anschluss an die knapp anderthalbstündige Einheit auf dem Gelände des Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Kraus ist einer von 22 Akteuren, die sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der BFV-Auswahl machen können, die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beim UEFA Regions' Cup zu vertreten. Der 30-jährige Unterfranke hatte das deutsche Team bereits bei der Zwischenrunde in Bayern als Kapitän zum Sieg im bedeutendsten europäischen Amateurfußball-Wettbewerb und damit in die Finalrunde geführt: "Wir brauchen neben der sportlichen Qualität auch wieder diesen Geist, der uns im Oktober vergangenen Jahres zum Zwischenrunden-Sieg getragen hat. Ich bin mir sicher, dass wir das hinbekommen. Wir alle haben uns sehr auf das Wiedersehen gefreut. Jetzt gilt es, hart zu arbeiten und die Spieler, zu integrieren, die neu dabei sind. Das war heute schon der erste Schritt." Bis dato ist es noch keiner deutschen Mannschaft gelungen, die silberfarbene UEFA-Trophäe zu gewinnen.

Dass die deutsche Mannschaft an Qualität hinzugewinnen wird, davon ist Trainer Engin Yanova überzeugt: "Wir haben uns zahlreiche Spieler, vornehmlich in der Bayernliga, angesehen, wir waren in ganz Bayern unterwegs. Durch den Erfolg in der Zwischenrunde hat sich der hohe Stellenwert des Turniers herumgesprochen. War es vor einem halben Jahr noch eine große Unbekannte, so ist jetzt vielen klar, um was es hier wirklich geht." Das war auch jetzt in Fürth zu spüren, als der Fußball-Lehrer seine Schützlinge erstmals in der Kabine versammelt hatte, Vorfreude und Anspannung konnte er nicht verbergen, als er über das Turnier erzählt und davon, was die BFV-Auswahl erreichen möchte. "Wir spielen mit, um zu gewinnen", sagt Engin Yanova, und David Bauer vom TSV Rain am Lech meint später, "dass es für uns alle schon eine Riesensache war, die Zwischenrunde zu spielen. Jetzt kommt die nächste Stufe. Den Urlaub hatte ich mir gleich eingetragen. Ich will wieder mit dabei sein. Der BFV überlässt da nichts dem Zufall, das ist perfekt geplant, wir als Amateure haben hier echte Profi-Bedingungen. Das passiert nicht oft im Leben."

Der Funke scheint bereits früh übergesprungen zu sein, Engin Yanova hat bei der Einheit zumindest schnell festgestellt, "dass da richtig Zug drin ist, jeder gibt Vollgas. Das ist es, was wir brauchen, um am Ende unsere Ziele erreichen zu können." Noch bleiben 75 Tage. Und schon am 17. April steht die zweite von insgesamt vier Maßnahmen an, ehe es am 18. Juni in Kelheim gegen Frankreich geht: "Der eine oder andere Spieler wird noch hinzukommen. Am Ende werde ich zur finalen Kadernominierung die Qual der Wahl haben." Die Ausgangslage scheint gut.

 

UEFA Regions' Cup: Erstes Training

klicken zum Vergrößern
Verbandstrainer Engin Yanova spielt mit der BFV-Auswahl im Juni um den Titel beim UEFA Regions' Cup.

88 Tage vor dem Auftaktspiel der Finalrunde um den UEFA Regions' Cup 2019 hat BFV-Verbandstrainer Engin Yanova 26 Spieler für die erste von insgesamt vier Trainingsmaßnahmen eingeladen. Erst nach Abschluss der vier Einheiten, bei denen insgesamt bis zu 60 Spieler vorspielen werden, benennt Yanova den endgültigen 20-Mann-Kader (18 Feldspieler plus zwei Torhüter) für die Europameisterschaft der Amateure. Das erste Training findet am Mittwoch, den 3. April um 19.30 Uhr auf der Sportanlage der SpVgg Greuther Fürth statt, die zweite Einheit mit weiteren Spielern ist für Mittwoch, den 17. April geplant.

"Wir sind heiß auf den UEFA Regions' Cup und dementsprechend froh, dass es jetzt so richtig losgeht. Ich bin überzeugt, dass alle Spieler, die wir zu den vier Trainingsmaßnahmen einladen, Vollgas geben werden. Jeder will einen Platz im Kader haben, jeder will bei diesem herausragenden Turnier Teil der BFV-Auswahl sein und Deutschland vertreten! Wir werden im Juni auf jeden Fall ein richtig gutes Team beisammenhaben", sagt Yanova.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ist vom 18. bis 26. Juni Gastgeber der Endrunde des UEFA Regions' Cup 2019. Die BFV-Amateurauswahl, die dabei wie bei der 2018 ausgespielten Zwischenrunde die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vertritt, bekommt es in Gruppe A mit den Amateuren aus dem Weltmeister-Land Frankreich, der Slowakei und der Türkei zu tun. In Gruppe B kämpfen Tschechien, Polen, Russland und Spanien um den Finaleinzug beim bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerb der UEFA. Bei der Auslosungszeremonie in der Münchner Allianz Arena waren Vertreter aller acht Teilnehmer vor Ort, die Lose zog der Ex-Profi Jimmy Hartwig, der bayerischer UEFA-Regions'-Cup-Botschafter ist.

Der BFV darf nach den UEFA-Regeln auf Spieler zwischen 19 und 40 Jahren aus bayerischen Vereinen zurückgreifen, die in der laufenden Spielzeit maximal in der Bayernliga spielen und bisher weder Profi- noch A-Nationalspieler gewesen sein dürfen. Die Spieler müssen zudem seit mindestens 2 Jahren in einem bayerischen Fußball-Verein registriert sein, die Nationalität spielt keine Rolle.

Das Finale um den UEFA Regions' Cup steigt am 26. Juni in der Wacker-Arena in Burghausen, die zwölf Vorrundenbegegnungen werden bei der SpVgg Hankofen-Hailing in Leiblfing, im städtischen Stadion in Kelheim, im Hammerbachstadion in Landshut und im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau ausgetragen. Gleich zwei Gruppenspiele (20. Juni gegen die Slowakei/23. Juni gegen die Türkei) des deutschen Amateur-Teams steigen im Rahmen der Fußballiade in Landshut - Deutschlands größtes Amateurfußballfest hatte bei seiner Premiere vor vier Jahren rund 40.000 Besucher nach Niederbayern gelockt. Gespielt wird die Gruppenphase im Modus "Jeder gegen Jeden". Nur die beiden Vorrundensieger spielen am 26. Juni in Burghausen um den Europameistertitel der Amateure. Alle Teams sowie das Organisationskomitee beziehen ihr Quartier zunächst erneut im niederbayerischen Kurort Bad Gögging. Das deutsche Auftaktspiel am 18. Juni gegen Frankreich findet in Kelheim statt.

Die Teilnehmer an der ersten Trainingseinheit

David Bauer (TSV Rain/Lech)
Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau)
Arif Ekin (TSV 1860 München II)
Franz Fischer (1. FC Garmisch-Partenkirchen)
Sebastian Gebhart (TSV 1860 München II)
Kevin Haug (1. FC Sonthofen)
Henri Koudossou (SV Pullach)
Johannes Kraus (SSV Jahn Regensburg II)
Michael Kraus (TSV Aubstadt)
Patrick Kroiß (SpVgg Ansbach)
Marco Luburic (TSV Rain/Lech)
Luis Marseiler (SV Pullach)
Sebastian Marx (ATSV Erlangen)
Johannes Müller (TSV Rain/Lech)
Philipp Nagengast (SpVgg Jahn Forchheim)
Cihangir Özlokman (SSV Jahn Regensburg II)
Christoph Rech (SV Türkgücü-Ataspor München)
Ludwig Reischl (SV Pullach)
Eduard Root (SSV Jahn Regensburg II)
Alexander Spitzer (TSV 1860 München II)
Masaaki Takahara (SV Türkgücü-Ataspor München)
Martin Thomann (TSV Aubstadt)
Lukas Trum (SV Egg an der Günz)
Ugur Türk (TSV 1860 München II)
Alexander Weiser (TSV 1865 Dachau)
Jonas Wieselsberger (SpVgg Landshut)

Das Trainer- und Funktionsteam des BFV

Engin Yanova (Cheftrainer)
Michael Urbansky (Co-Trainer)
Helmuth Weisensel (Co-Trainer)
Jan Schröder (Torwarttrainer)
Dr. Christian Gündisch (Mannschaftsarzt)
Günther Reitel (Physiotherapeut)
Andreas Mayländer (Team-Manager)
Christian Gaull (Zeugwart)

 

UEFA Regions' Cup: Vorrundengruppen fix

klicken zum Vergrößern

Packende Partien garantiert: Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat am Mittwochabend während der Halbzeitpause des Achtelfinal-Rückspiels in der Champions League zwischen dem FC Bayern München und dem FC Liverpool die beiden Vorrundengruppen für das Endrunden-Turnier um den UEFA Regions' Cup 2019 ausgelost. Die BFV-Amateurauswahl, die dabei wie bei der 2018 ausgespielten Zwischenrunde die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vertritt, bekommt es in Gruppe A mit den Amateuren aus dem Weltmeister-Land Frankreich, der Slowakei und der Türkei zu tun. In Gruppe B kämpfen Tschechien, Polen, Russland und Spanien um den Finaleinzug beim bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerb der UEFA, bei dem der Bayerische Fußball-Verband (BFV) vom 18. bis 26. Juni Gastgeber ist. Bei der Auslosungszeremonie in der Münchner Allianz Arena waren Vertreter aller acht Teilnehmer vor Ort, die Lose zog der Ex-Profi Jimmy Hartwig, der bayerischer UEFA-Regions'-Cup-Botschafter ist.

"Wir haben mit Frankreich, der Slowakei und der Türkei eine attraktive Gruppe zugelost bekommen. Aber auch die Besetzung der Gruppe B hat es in sich. Amateurspitzenfußball ist in jedem Falle garantiert. Die Zuschauer in Hankofen, Kelheim, Landshut und Neustadt/Donau können sich auf packende Partien mit internationalem Flair freuen. Auch wenn die Gruppenphase kein Selbstläufer wird, ist unser Ziel der Einzug ins Endspiel", erklärt BFV-Präsident Rainer Koch.

In seiner Jubiläumsauflage, der UEFA Regions' Cup wird seit 20 Jahren ausgetragen, wartet auf den Gewinner ein weiteres Highlight: Der Europameister der Amateure wird sich im Mai 2020 in den USA mit dem US-Adult-Asscociation-Gewinner messen. "Eine tolle Geschichte und ein zusätzlicher Anreiz", sagte Engin Yanova. Der Fußball-Lehrer und Verbandstrainer betreut die BFV-Auswahl wie schon in der Qualifikation auch jetzt bei der Endrunde: "Soweit aber denken wir jetzt nicht. Wir haben eine starke Gruppe erwischt. Darauf liegt unser Fokus."

"Unser Anspruch ist klar: Gemeinsam mit den vier Ausrichtervereinen wollen wir wie schon bei der Zwischenrunde erneut Rahmenbedingungen schaffen, die einem Turnier auf internationalem Top-Niveau gerecht werden. Schließlich sind im Juni die Augen aus ganz Europa auf uns gerichtet. Dass wir das können, haben wir bereits im Vorjahr eindrucksvoll bewiesen. Wir werden uns erneut als guter Gastgeber präsentieren und freuen uns schon jetzt auf unsere internationalen Gäste aus Tschechien, Frankreich, Polen, Russland, Spanien, der Slowakei und der Türkei. Wer letztlich den Titel holt, ist noch offen, wer hingegen gewinnt, steht bereits fest: Das Wir!", sagt BFV-Schatzmeister und Delegationsleiter Jürgen Faltenbacher.

Das Finale steigt am 26. Juni in der Wacker-Arena in Burghausen, die zwölf Vorrundenbegegnungen werden bei der SpVgg Hankofen-Hailing in Leiblfing, im städtischen Stadion in Kelheim, im Hammerbachstadion in Landshut und im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau ausgetragen. Gleich zwei Gruppenspiele (20. Juni gegen die Slowakei/23. Juni gegen die Türkei) des deutschen Amateur-Teams steigen im Rahmen der Fußballiade in Landshut - Deutschlands größtes Amateurfußballfest hatte bei seiner Premiere vor vier Jahren rund 40.000 Besucher nach Niederbayern gelockt. Gespielt wird die Gruppenphase im Modus "Jeder gegen Jeden". Nur die beiden Vorrundensieger spielen am 26. Juni in Burghausen um den Europameistertitel der Amateure. Alle Teams sowie das Organisationskomitee beziehen ihr Quartier zunächst erneut im niederbayerischen Kurort Bad Gögging. Das deutsche Auftaktspiel am 18. Juni gegen Frankreich findet in Kelheim statt.

Botschafter des UEFA Regions' Cup 2019 ist Ex-Nationalspieler Jimmy Hartwig, der mit dem Hamburger SV drei deutsche Meistertitel feierte, einmal den Europapokal der Landesmeister holte und sich in der BFV-Sozialstiftung als Mitglied im Stiftungsrat engagiert. Hartwig hatte in der Allianz Arena auch die Lose gezogen. "Für mich ist das eine richtig tolle Sache, denn dieser Wettbewerb bietet dem Amateurfußball eine tolle Plattform. Ob ich der BFV-Auswahl heute Glück gebracht habe, werden wir erst nach dem Turnier sehen", sagte der frühere Fußball-Profi.

Vorrunden-Auslosung am 13. März in der Allianz Arena

klicken zum Vergrößern
Das Objekt der Begierde: der Sigerpokal beim UEFA Regions' Cup. Copyright: Sportsfile

Große bayerische Bühne für Europas Fußball-Amateure: Die Europäische Fußball-Union (UEFA) lost am Mittwoch, 13. März, in der Halbzeitpause des Champions-League-Achtelfinal-Rückspiels zwischen dem FC Bayern München und dem FC Liverpool die beiden Vorrundengruppen für das Endrunden-Turnier um den UEFA Regions' Cup 2019 aus. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ist vom 18. bis 26. Juni Gastgeber des bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerbs der UEFA. Die BFV-Amateurauswahl, die im Oktober 2018 die ebenfalls im Freistaat ausgetragene Zwischenrunde gewonnen hatte, vertritt dabei erneut die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Zudem haben sich Teams aus der Tschechischen Republik, Frankreich, Polen, Russland, Spanien, der Slowakei und der Türkei für das Turnier qualifiziert und spielen in Bayern um den Europameister-Titel der Amateure. Bei der Auslosungszeremonie werden Vertreter aller acht Teilnehmer in der Allianz Arena vor Ort sein. Bayerischer UEFA-Regions'-Cup-Botschafter ist Jimmy Hartwig. Der Ex-Profi wird die Lose ziehen. 

BFV-Präsident Koch: "Stolz, wieder Ausrichter zu sein"

"Dass die UEFA die Vorrundengruppen in der Halbzeitpause des Champions-League-Schlagers zwischen Bayern München und dem FC Liverpool auslost, unterstreicht den außergewöhnlichen Stellenwert dieses Wettbewerbs. Wir sind extrem stolz, dass die UEFA uns erneut das Vertrauen schenkt und der Europameister der Amateure in Bayern gekürt wird. Schon bei der Ausrichtung der Zwischenrunde hat der BFV gezeigt, was er zu leisten imstande ist. Das war organisatorisch eine Top-Veranstaltung auf höchstem Niveau. Sportlich hat unsere Mannschaft mit dem Sieg für das i-Tüpfelchen gesorgt", erklärt BFV-Präsident Rainer Koch.

BFV-Schatzmeister Faltenbacher: "Fußball verbindet!"

"Der UEFA Regions' Cup ist nicht nur aus sportlicher Sicht ein absolutes Highlight. Eine mindestens ebenso wichtige Rolle spielt die Völkerverständigung. Fußball verbindet! Während der Zwischenrunde im Vorjahr sind echte Freundschaften unter den Teilnehmern aus Malta, Serbien, Israel und Deutschland entstanden. Das war ein gutes und wichtiges Signal. Und daran werden wir im Juni anknüpfen - schließlich werden wieder die Augen aus ganz Europa auf uns gerichtet sein und wir wollen erneut ein Gastgeber sein, der perfekte Rahmenbedingungen bietet und seine Gäste mit großer Herzlichkeit empfängt", ergänzt BFV-Schatzmeister und Delegationsleiter Jürgen Faltenbacher.

Das Finale steigt am 26. Juni in der Wacker-Arena in Burghausen, dazu werden die zwölf Vorrundenbegegnungen bei der SpVgg Hankofen-Hailing in Leiblfing, im städtischen Stadion in Kelheim, im Hammerbachstadion in Landshut und im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau ausgetragen. Gleich zwei Gruppenspiele (20. und 23. Juni) des deutschen Amateur-Teams steigen im Rahmen der Fußballiade in Landshut - Deutschlands größtes Amateurfußballfest hatte bei seiner Premiere vor vier Jahren rund 40.000 Besucher nach Niederbayern gelockt. Gespielt wird die Gruppenphase im Modus "Jeder gegen Jeden". Nur die beiden Vorrundensieger spielen am 26. Juni in Burghausen um den Europameistertitel der Amateure. Alle Teams sowie das Organisationskomitee beziehen ihr Quartier zunächst erneut im niederbayerischen Kurort Bad Gögging.

Jimmy Hartwig wird Regions'-Cup-Botschafter

Botschafter des UEFA Regions' Cup 2019 ist Ex-Nationalspieler Jimmy Hartwig, der mit dem Hamburger SV drei deutsche Meistertitel feierte und einmal den Europapokal der Landesmeister holte: "Was gibt es Schöneres als Menschen unterschiedlichster Herkunft und mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen, die bei einem internationalen Turnier bei uns in Bayern gemeinsam ihre Amateurfußball-Leidenschaft ausleben?", sagt Hartwig, der sich in der BFV-Sozialstiftung als Mitglied im Stiftungsrat engagiert.

Endrunde 2019 um den UEFA Regions' Cup steigt in Bayern

klicken zum Vergrößern

Europas Amateurfußball-Krone wird im Freistaat vergeben: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ist vom 18. bis 26. Juni Gastgeber des Endrunden-Turniers um den UEFA Regions' Cup, dem bedeutendsten Amateurfußball-Wettbewerb der Europäischen Fußball-Union UEFA. Das Finale steigt in der Wacker-Arena von Burghausen, dazu werden die zwölf Vorrundenbegegnungen bei der SpVgg Hankofen-Hailing in Leiblfing, im städtischen Stadion in Kelheim, im Hammerbachstadion in Landshut und im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt an der Donau ausgetragen.

Die BFV-Amateurauswahl, die im Oktober 2018 die ebenfalls in Bayern ausgetragene Zwischenrunde gewonnen hatte, vertritt dabei erneut die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). 

Alle Infos zur Zwischenrunde 2018 (Navigation rechts)

Gleich zwei Gruppenspiele (20. und 23. Juni) des deutschen Amateur-Teams steigen im Rahmen der Fußballiade in Landshut - Deutschlands größtes Amateurfußballfest hatte bei seiner Premiere vor vier Jahren rund 40.000 Besucher nach Niederbayern gelockt. Zudem haben sich für das Finalturnier um den UEFA Regions' Cup Mannschaften aus Russland, der Slowakei, Frankreich, der Türkei, Spanien, Tschechien und Polen qualifiziert.

Die beiden Vorrundengruppen werden von der UEFA in den kommenden Wochen ebenfalls in Bayern ausgelost und auch zeitgenau terminiert. Bereits bei der Auslosungszeremonie werden Vertreter aller Teilnehmer zu Gast im Freistaat sein. Gespielt wird die Gruppenphase im Modus "Jeder gegen Jeden". Nur die beiden Vorrundensieger spielen am 26. Juni in Burghausen um den Europameistertitel der Amateure. Alle Teams sowie das Organisationskomitee beziehen ihr Quartier zunächst erneut im niederbayerischen Kurort Bad Gögging.

"Wir sind extrem stolz, dass uns die UEFA nach dem erfolgreichen Zwischenrunden-Turnier jetzt auch die Ausrichtung der Endrunde übertragen hat. Dass uns die UEFA beim wichtigsten europäischen Amateurfußball-Wettbewerb erneut das Vertrauen schenkt, ist Beleg dafür, dass wir im vergangenen Oktober gemeinsam mit unseren Ausrichtervereinen einen exzellenten Job unter höchst professionellen Rahmenbedingungen gemacht haben. Wir sehen das jetzt auch als Ansporn, uns erneut als perfekter Gastgeber zu präsentieren, der den hohen Anforderungen an die Endrunde auch gerecht wird. Schließlich werden im Juni die Augen aus ganz Europa auf Bayern gerichtet sein", sagt BFV-Präsident Rainer Koch. "Der BFV hat als Verband bereits bei der Zwischenrunde ganze Arbeit geleistet und eindrucksvoll bewiesen, was es heißt, ein perfekter Organisator und Gastgeber zu sein. Die Rückmeldungen aus Serbien, Malta und Israel waren ebenso wie seitens der UEFA voll des Lobes. Vor allem die Tatsache, dass wir zwei Spiele mit deutscher Beteiligung während der Fußballiade in Landshut bestreiten werden, dürfte zu einer noch größeren Zuschauerresonanz führen", sagt Jürgen Faltenbacher. Der BFV-Schatzmeister war seinerzeit Delegationsleiter der deutschen Mannschaft.

"Natürlich werden die Spieler, die im vergangenen Oktober mit dem Zwischenrunden-Sieg das Ticket für die Endrunde um den UEFA Regions' Cup gelöst haben, auch jetzt den Kern unserer Mannschaft bilden. Aber wir werden den Kader auf der einen oder anderen Position auch noch gezielt mit neuen Spielern verstärken. Schließlich lautet unser Ziel auch dieses Mal: Wenn wir antreten, wollen wir um den Sieg mitspielen. Lasst uns das Ding gemeinsam nach Bayern holen", erklärt BFV-Verbandstrainer Engin Yanova, der die BFV-Auswahl gemeinsam mit seinem Funktionsteam auch bei der Endrunde betreuen wird. Die UEFA-Regularien sehen unter anderem vor, dass die Aktiven bis maximal in der Bayernliga spielen und keine Lizenzspieler sein dürfen. Der Kader wurde seinerzeit in mehreren Sichtungslehrgängen gebildet, für die sich Spieler aus ganz Bayern bewerben durften.

"Wir haben dem Mythos von der deutschen Turniermannschaft, die sich von Spiel zu Spiel steigert, bei der Zwischenrunde neues Leben eingehaucht. Das wollen wir jetzt wiederholen und gemeinsam bei der Endrunde den letzten Schritt machen und den Titel nach Bayern holen", sagt Jürgen Faltenbacher, der die deutsche Delegation auch vom 18. bis 26. Juni anführen wird. Nach der unglücklichen 1:2-Auftaktniederlage gegen Israel (Neustadt an der Donau) hatte die BFV-Auswahl im vergangenen Jahr beim Zwischenrunden-Turnier mit einem 6:0-Erfolg gegen Malta (in Hankofen) das "Endspiel" erzwungen und schließlich gegen Serbien auch den notwendigen Sieg mit zwei eigenen Toren gefeiert - dank der Treffer von Marco Luburic und David Bauer vor 469 Zuschauern in Rain am Lech.

Titelverteidiger ist Kroatien, das in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Endspiel gestanden hatte. 2015 zog das Team von Trainer Tomislav Gricar beim 0:1 gegen die Ost-Auswahl Irlands noch den Kürzeren, ehe sich die Kroaten im vergangen Jahr mit einem 1:0-Erfolg revanchierten und sich in der Türkei den Titel gegen Irlands Team aus der Region 1 sicherte. Eine deutsche Mannschaft hat den Titel bis dato noch nicht gewinnen können.

 
Spitzenvereine

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

© 2019 BFV.de