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TSV Rains Trainer Alex Käs im Interview

Letzte Aktualisierung: 17. Juli 2019

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Der neue Trainer Alex Käs startet mit dem TSV Rain/Lech am Freitag mit der Auswärtspartie beim SV Wacker Burghausen in die neue Saison der Regionalliga Bayern. Quelle: Szilvia Izso
Bereits im Alter von nur 26 Jahren Trainer in der vierthöchsten deutschen Spielklasse: Damit ist Alex Käs vom Aufsteiger TSV Rain/Lech nicht nur in der Regionalliga Bayern, sondern auch in allen fünf Staffeln der jüngste Trainer. Er trat die Nachfolge von Aufstiegstrainer Daniel Schneider an, der aus privaten Gründen aufgehört. Im BFV.de-Interview spricht Käs über seine Rückkehr zum TSV Rain/Lech, den "verspäteten" Saisonstart am Freitag, 19 Uhr, beim SV Wacker Burghausen und die Herausforderung Regionalliga Bayern.

BFV.de: Wie sehr wird durch den verschobenen Saisonstart Ihre Geduld auf die Probe gestellt, Herr Käs?

Alex Käs: Eigentlich gar nicht so sehr. Da wir noch Anfang Juni in der Relegation gegen die DJK Gebenbach im Einsatz waren, wollten wir die Partie gegen die U 23 der SpVgg Greuther Fürth verlegen. So hatten unsere Spieler ein bisschen mehr Pause und wir können uns besser auf die Regionalliga vorbereiten. Wir haben am vergangenen Wochenende in einem Testspiel gegen die zweite Mannschaft des SSV Jahn Regensburg 1:1 gespielt. Die defensiven Abläufe funktionieren schon sehr gut. Was sich aber schon durch weite Teile der Vorbereitung zieht: Wir benötigen zu viele Chancen, um ein Tor zu erzielen. Das muss bis zum Saisonstart noch besser werden. In der Regionalliga Bayern werden wir nicht oft so klare Möglichkeiten bekommen.

BFV.de: Wie oft mussten Sie sich kneifen, dass Sie den TSV Rain/Lech in der Regionalliga Bayern betreuen?

Käs: Das war in der Tat lange Zeit nicht abzusehen. Als im Winter feststand, dass ich von der U 16 des FC Ingolstadt 04 zum TSV zurückkehren werde, belegte die Mannschaft noch einen Platz im vorderen Tabellenmittelfeld. Unter Daniel Schneider, der aus privaten Gründen nach der Saison aufgehört hat, hat das Team noch eine super Runde gespielt. Dass wir nun in der Regionalliga Bayern an den Start gehen, ist alles andere als selbstverständlich.

BFV.de: Mit 26 Jahren sind Sie der jüngste Trainer aller Regionalliga-Staffeln. Was bedeutet Ihnen das?

Käs: Das ist für mich eine super Sache. Dass mein nur ein Jahr älterer spielender Co-Trainer Johannes Müller und ich einen Vertrag für zwei Jahre bekommen haben, ist ein großer Vertrauensvorschuss. Die sportlich Verantwortlichen des TSV kannte ich noch aus meiner Zeit als Trainer der zweiten Mannschaft, der Kontakt war nie abgerissen. In der vergangenen Spielzeit habe ich als Trainer der U 16 des FC Ingolstadt 04 viel im taktischen Bereich sowie bei der Vor- und Nachbereitung der Spiele gelernt.

BFV.de: Wollten Sie denn schon immer Trainer werden?

Käs: Ich habe früh bemerkt, dass ich ein gewisses Talent für die Arbeit als Trainer habe. Dabei hatte ich aber keinen Zeitplan, bis wann ich in welcher Liga tätig sein will. Meine erste Mannschaft hatte ich bereits mit 20 Jahren übernommen. Nun trainiere in meinem siebten Trainerjahr den TSV Rain/Lech in der Regionalliga Bayern. Dabei wäre auch die Bayernliga in meinem Alter schon eine Riesensache gewesen.

BFV.de: Müssen Sie Spieler, die älter als Sie sind, noch mehr überzeugen?

Käs: Den Eindruck habe ich nicht. Wir haben in unserer Mannschaft super Charaktere. Genau wie jeder andere Trainer muss auch ich die Jungs von unserer Spielidee und der Trainingsgestaltung überzeugen. Die Spieler müssen merken: Das hat Hand und Fuß, was wir machen. Da spielt mein Alter keine Rolle. Otto Rehhagel hat einmal gesagt: Es gibt keine jungen und alten Spieler, nur gute und schlechte. So ist das auch bei den Trainern.

BFV.de: Als Aufsteiger ist vermutlich der Klassenverbleib das Ziel, oder?

Käs: Absolut. Wir werden alles dafür geben, um mindestens vier Mannschaften hinter uns zu lassen. Das ist auch absolut im Bereich des Möglichen. Ich sehe uns mit einigen anderen Mannschaften auf Augenhöhe.

BFV.de: Wie soll das gelingen?

Käs: In der Regionalliga Bayern werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich weniger Ballbesitz haben, als es noch in der Bayernliga der Fall war. Umso wichtiger wird daher unser Verhalten in der Arbeit gegen den Ball sein. Das heißt nicht, dass wir uns nur hinten reinstellen werden. Wir wollen aktiv verteidigen, den Gegner immer wieder unter Druck setzen und ihm so das Leben schwer machen. Offensiv müssen wir mit unseren Torchancen konsequenter umgehen. Die Gegner werden nicht viele Möglichkeiten zulassen.

BFV.de: Wie schätzen Sie die Aufgabe beim SV Wacker Burghausen ein?

Käs: Auch wenn der SV Wacker Burghausen zum Auftakt überraschend 2:4 beim TSV 1860 Rosenheim verloren hat: Für mich gehört die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg nach wie vor zu den "Top fünf" der Liga. Auf uns wartet ein hochinteressantes Spiel mit einer super Atmosphäre unter Flutlicht.

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BFV-Autor: Dominik Dittmar/mspw

 
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