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Regionalligisten tagen in Bad Gögging

Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2019

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Sportlich beeindruckend: BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher zog auf der Sommertagung in Bad Gögging ein positive Bilanz.

Sportlich alles in Butter, sportpolitisch längst auch ein echtes Gewicht: Mit großer Zufriedenheit haben die Vereinsvertreter der Regionalliga Bayern bei ihrer Sommertagung in Bad Gögging auf die abgelaufene Spielzeit zurückgeblickt und die Vorbereitungen auf die am 11. Juli 2019 mit dem Eröffnungsspiel zwischen Illertissen und Memmingen beginnende neue Saison getroffen.

"Wir alle können sehr stolz sein, dass wir es sportlich allen gezeigt haben, die uns bei der Ligen-Gründung vor acht Jahren noch belächelt und unsere Eigenständigkeit sehr gerne sehr klein geredet haben", betonte BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: "In den bislang sieben Spielzeiten sind zuletzt fünf bayerische Regionalliga-Meister hintereinander in die 3. Liga aufgestiegen. Außerdem haben wir mit unserer großen Geschlossenheit gezeigt, dass wir auch sportpolitisch ein echtes Gewicht besitzen. Das hat die Debatte um die Regionalliga-Reform gezeigt. Dafür möchte ich Danke sagen! Es geht nur gemeinsam. Wir haben das eindrucksvoll unter Beweis gestellt! So werden wir jetzt auch zusammen weitermachen!" 

Der Meister steigt auf

Dass es sportlich bei der bayerischen Regionalliga-Erfolgsgeschichte bleiben wird, steht indes schon jetzt fest: Denn der aktuell gültige Modus beschert den Bayern in der achten Saison erstmals einen direkten Aufsteiger. "Das dürfte für zusätzliche Spannung sorgen und wird die Attraktivität unserer Regionalliga Bayern sicherlich weiter steigern", betonte Verbands-Spielleiter Josef Janker, der mit dem TSV Aubstadt (Meister Bayernliga Nord) und dem SV Türkgücü-Ataspor München (Meister Bayernliga Süd) zwei Neulinge sowie mit dem TSV Rain/Lech einen Rückkehrer im Kreis der Regionalligisten begrüßte.

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Prognostiziert eine spannende Saison - schließlich steigt der Meister direkt auf: Verbands-Spielleiter Josef Janker.

Regionalliga-Reform: Bayern stimmen für rollierendes Modell

Nach den Vereinen der Regionalligen Nord und Nordost votierten jetzt auch die 18 Klubvertreter der Regionalliga Bayern in Sachen der auf dem DFB-Bundestag am 27. September 2019 zu verabschiedenden Drittliga-Aufstiegsregelung für das sogenannte rollierende Modell: Demnach steigt ein Meister der drei Staffeln Nord, Nordost und Bayern fest auf, die beiden verbleibenden Meister ermitteln jeweils in Hin- und Rückspiel den zweiten Drittliga-Aufsteiger. Die Bayern stimmten mehrheitlich (14:4) dafür, dass 2020/2021 der Meister der Regionalliga Nord, 2021/2022 der Meister der Regionalliga Nordost und 2022/2023 der Meister der Regionalliga Bayern direkt aufsteigen soll. Jetzt haben die Delegierten am DFB-Bundestag das letzte Wort.

Mit Christoph Heckl geht ein "großer Kämpfer für die Regionalliga Bayern"

Mit dem Abstieg des FC Ingolstadt 04 aus der Zweiten Liga muss die zweite Garde der Schanzer gezwungenermaßen den Weg in die Bayernliga antreten - und damit endet auch die Amtszeit von Christoph Heckl, der gemeinsam mit Markus Clemens (SV Schalding-Heining) als Ligasprecher der Regionalliga Bayern fungierte. "Wir verlieren einen großen Kämpfer für die Regionalliga Bayern. Dafür möchten wir uns alle bedanken. Dass die Regionalliga Bayern sportlich stark ist, zeigen die Leistungen der vergangenen Jahre eindrucksvoll. Dass wir mittlerweile aber eine solch hohe Reputation in ganz Deutschland genießen, liegt auch an Christoph Heckl, der sich immer für die Interessen aller bayerischen Klubs stark gemacht hat", betonte Clemens. "Auch wenn Christoph rein formell für die Interessen der Zweiten Mannschaften zuständig war und ich mich um die Belange der Amateurklubs gekümmert habe, so hat er stets das große Ganze im Blick gehabt und für alle gleichermaßen gekämpft." Während Markus Clemens in seinem Amt einstimmig bestätigt worden ist, wird bei der Wintertagung darüber entschieden, ob es weiterhin auch einen Sprecher aus dem Lager der Reserven geben wird. Clemens und Heckl werden als Delegierte die Interessen der Regionalliga Bayern letztmals in dieser Konstellation beim DFB-Bundestag vertreten. 

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Regionalliga-Sprecher Markus Clemens dankte dem scheidenden Regionalliga-Koordinator Tobias Schlauderer (links).

Regionalliga-Koordinator: Ziegler-Freisinger folgt auf Schlauderer

Noch einen Abschied hatte Clemens im Namen seiner Regionalliga-Kollegen zu vollziehen: Regionalliga-Koordinator Tobias Schlauderer vom Hauptamt des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) wird sich im Sommer beruflich verändern, mit Maximilian Ziegler-Freisinger stellte sich sein Nachfolger bereits vor. "Tobias hat es geschafft, auch verbandsseitig den Blick der Vereine immer zu berücksichtigen, das war für uns alle eine echte Hilfe", unterstrich Clemens: "Wir wissen, dass dieser Spagat schwierig ist. Tobias hat es aber geschafft, Lösungen im Sinne aller Beteiligten zu finden. Dafür sagen wir Danke!"

Neuerungen im Ablauf der Sportgerichtsverfahren

"Es wird deutlich einfacher", sagte Christoph Kern, Vorsitzender des Sportgerichts Bayern, und stellte den Regionalliga-Vertretern in Bad Gögging die Neuerungen im Ablauf bei Sportgerichtsverfahren vor. So wird der Verbandsanwalt fortan zunächst einen vorläufigen Strafantrag stellen. Die betroffenen Klubs können dann binnen 24 Stunden dem Antrag zustimmen oder Stellung beziehen.

Millionenpublikum verfolgt die Regionalliga Bayern im TV

Während der Zuschauerschnitt in der höchsten bayerischen Spielklasse in der zu Ende gegangenen Runde bei 616 Besuchern je Partie gelegen war, haben die Live-Übertragungen aus der Regionalliga Bayern insgesamt über 1,6 Millionen Menschen (232.000 Zuschauer/Partie) bei SPORT1 gesehen. Die samstäglichen Zusammenfassungen im Bayerischen Fernsehen verfolgten in Summe 2,4 Millionen Fernsehzuschauer (150.000 durchschnittlich) mit.

Schiedsrichter erneut im Dialog mit den Trainern

Von einer "sehr ruhigen Saison" sprach Verbands-Schiedsrichterobmann Walter Moritz: "Und so darf es weitergehen. Vor allem ist der Austausch untereinander richtig gut - auch dann, wenn es unterschiedliche Auffassungen gibt. Aber wir sprechen darüber." Auch vor dem Start der neuen Spielzeit wird es wieder den Trainer-Schiedsrichter-Dialog geben, dabei gehen die Referees auf neue Regeln ebenso ein wie auf entsprechende Auslegungen - im Fokus der beiden Treffen (24. Juni, 1. Juli) steht der offene Austausch zwischen Referees und Trainern. Da wird auch das Thema Disziplin im Fokus stehen, wie Walter Moritz unterstrich: "Es geht uns darum, ähnlich stringent wie im Handball oder Basketball auf Unsportlichkeiten zu reagieren. Ballwegschlagen oder etwa auch das Protestieren wird fortan konsequenter bestraft. Darauf müssen sich Spieler und Trainer in der neuen Saison einstellen", sagte Walter Moritz.

 
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