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Bayernliga Süd: Saisonvorschau 2019/20

Letzte Aktualisierung: 10. Juli 2019

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Die Bayernliga Süd hat zwar mit Meister Türkgücü München (zuvor SV Türkgücü-Ataspor) eine überragende Mannschaft mit viel Qualität verloren. Doch nach dem souveränen Aufstieg und Durchmarsch der Münchner in die Regionalliga Bayern könnte das Meisterschaftsrennen in der neuen Saison wieder spannender werden. Am Freitag, 12. Juli, rollt ab 18.30 Uhr mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem TSV Schwabmünchen und Aufsteiger TSV 1882 Landsberg erstmals nach der zweimonatigen Sommerpause wieder der Ball.

In der vergangenen Saison spielten 17 Mannschaften in der Süd-Staffel, in der anstehenden Spielzeit 2019/2020 gehen wieder 18 Klubs an den Start. Und es sind gleich sieben neue Vereine dabei: Die Absteiger aus der Regionalliga Bayern, der FC Pipinsried und der FC Ingolstadt 04 II, sowie die Aufsteiger FC Deisenhofen, SV Donaustauf, TSV 1880 Wasserburg, TSV 1882 Landsberg und Türkspor Augsburg 1972. Dafür haben zwei weitere Teams neben Türkgücü und den Absteigern die Liga verlassen: Die DJK Vilzing, die in der Vorsaison den fünften Platz belegt hatte, wurde der Bayernliga Nord zugeordnet. Der TSV Rain/Lech schaffte als Vizemeister über die Relegation ebenfalls den Aufstieg in die Regionalliga Bayern.

Der FC Pipinsried um die beiden Spielertrainer Muriz Salimovic und Fabian Hürzeler will nach dem Abstieg und einem großen personellen Umbruch nun wieder in der Bayernliga Süd oben mitspielen. "Der Wiederaufstieg wurde nicht vom Vorstand als Ziel ausgegeben. Aber falls wir ihn schaffen, nehmen wir ihn gerne an", sagt Salimovic, nachdem der FCP auf dem Transfermarkt äußerst aktiv war und nicht nur deshalb von der Konkurrenz in der Favoritenrolle gesehen wird.

Ingolstadts U23 musste wegen Abstiegs der Profis runter

Pipinsrieds Mitabsteiger Ingolstadt war in den letzten acht Spielzeiten in der Regionalliga Bayern am Ball, hatte sportlich auch erneut souverän den Klassenverbleib geschafft, musste aber wegen des Abstiegs der Profis in die 3. Liga ebenfalls eine Klasse runter. Der neue FCI-Trainer (für Tobias Strobl) heißt Alexander Reifschneider, der in den letzten beiden Jahren Stützpunktkoordinator beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) war.

"Wir freuen uns auf die neue Spielzeit mit einer jungen, hungrigen Mannschaft, die alles in die Waagschale werfen wird, um das Bestmögliche zu erreichen. Ein Großteil des Teams wird aus ehemaligen U19-Spielern bestehen", sagt Roland Reichel, Sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrum der "Schanzer". Klar ist: Nur bei einem direkten Wiederaufstieg der ersten Mannschaft in die 2. Bundesliga dürfte auch die U23 des FCI in die Regionalliga Bayern zurückkehren. Sonst wäre ein Aufstieg nicht zulässig.

Trainer Schmöller von den "Raben" zur U21 der "Löwen"

Mit einem neuen Trainer startet auch der SV Pullach in die Spielzeit. Frank Schmöller verließ die "Raben" nach fünfeinhalb Jahren und wechselte zur U21 des TSV 1860 München. Für ihn übernahm Alexander Benede als Spielertrainer beim SVP das Kommando. "Wir gehen optimistisch mit einem gesunden Selbstvertrauen in die Saison, das Mannschaftsbild hat sich nicht stark verändert", sagt der neue Teammanager Robert Bäumel, der das Amt von Theo Liedl fortführt. Für Schmöller und die "Junglöwen" ist der Tabellenplatz Nebensache, der Ex-Profi ist für die Ausbildung der Talente geholt worden: "Auf mich wartet die spannendste Aufgabe meiner Trainerkarriere."

Einen einstelligen Tabellenplatz erreichten in der vergangenen Saison der SSV Jahn Regensburg II, der TSV 1865 Dachau, TSV 1874 Kottern, TSV Schwabmünchen und TSV 1861 Nördlingen. Die von Yavuz Ak trainierte Regensburger U21 belegte in der Endabrechnung den dritten Rang und stellte mit 69 Saisontoren die beste Offensive der Bayernliga Süd. In Dachau hat weiterhin Spielertrainer Fabian Lamotte das Sagen. In der letzten Saison wurden die 65er Sechster, mischten lange im Aufstiegsrennen mit. Höhepunkt der Vorbereitung war das Testspiel gegen den TSV 1860 München. Torwart Maximilian Mayer meinte nach dem 1:4: 2Für unsere vielen jungen Spieler war das ein Erlebnis, das hoffentlich Schwung für die Saison bringt."

Kottern hatte in der letzten Spielzeit auch lange Zeit Aufstiegsambitionen, schwächelte aber nach der Winterpause und landete am Ende auf Platz sieben. Knapp dahinter kam der TSV Schwabmünchen ins Ziel, bei dem Trainer Paolo Maiolo nicht mehr auf seinen Sohn Fabio setzen kann, den es zum Bayern-Regionalligisten FV Illertissen zog. In seinem zweiten Jahr in der Bayernliga Süd strebt der TSV 1861 Nördlingen wieder einen Mittelfeldplatz an.

Kirchanschöring: Michael und Kevin Kostner vereint

Beim TSV Schwaben Augsburg steht mit Markus Deibler ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Er tritt die Nachfolge von Sören Dreßler an und will mit den "Schwabenrittern" einen einstelligen Tabellenplatz ergattern. Beim SV Kirchanschöring sind Vater und Sohn vereint: Trainer und Ex-Bundesligaprofi Michael Kostner holte Sohnemann Kevin vom TSV Tittmoning aus der Kreisklasse.

Die SpVgg Hankofen-Hailing geht in ihre achte Saison in der Bayernliga Süd. Für Trainer Gerry Huber ist Pipinsried der große Meisterschaftsanwärter, seine eigene Mannschaft möge nicht wieder erst auf den letzten Drücker den Klassenverbleib sichern: "Das Niveau in der Liga ist aus meiner Sicht aber noch einmal gestiegen. Das Feld wird enger zusammenrücken, keiner wird stark abfallen." Auf eine ruhigere Spielzeit hofft auch Mijo Stijepic. Der Trainer des FC Ismaning feierte zuletzt mit seiner Mannschaft erst in der Relegation gegen den SC Feucht den Ligaverbleib: "Wenn wir in der Bayernliga die Spiele so angehen wie gegen Feucht, dann sieht es sicher sehr gut aus."

FC Deisenhofen mit gelungenem Test gegen Garching

Und was machen die fünf Aufsteiger? Der SV Donaustauf absolvierte in der Vorbereitung ein Trainingslager in Bad Gögging, "unter Profibedingungen" wie Trainer Sepp Schuderer sagt. Der von Hannes Sigurdsson trainierte FC Deisenhofen bereitete sich unter anderem in Salzburg in Österreich vor und machte mit einem 3:0 im Test gegen den Regionalligisten VfR Garching auf sich aufmerksam.
Dem TSV 1882 Landsberg gelang als Meister der Landesliga Südwest der sofortige Wiederaufstieg in die Bayernliga Süd. "Ziel ist der Klassenerhalt", sagt der neue spielende Co-Trainer Florian Mayer, der den ebenfalls neuen Cheftrainer Hermann Rietzler unterstützen soll. Leonhard Haas, Trainer des TSV 1880 Wasserburg, will mit seinen Neulingen den Klassenverbleib schaffen. Diesen Versuch startet auch Türkspor Augsburg 1972. Vorstand Yalcin Yorulmaz sagt: "Wir müssen uns in die Bayernliga erst einmal hineinfühlen."

Die Mannschaften der Bayernliga Süd in der Saison 2019/2020: FC Deisenhofen, FC Ingolstadt 04 II, FC Ismaning, FC Pipinsried, SSV Jahn Regensburg U21, SV Donaustauf, SV Kirchanschöring, SV Pullach, SpVgg Hankofen-Hailing, TSV 1860 München II, TSV 1861 Nördlingen, TSV 1865 Dachau, TSV 1874 Kottern, TSV 1880 Wasserburg, TSV 1882 Landsberg, TSV Schwaben Augsburg, TSV Schwabmünchen, Türkspor Augsburg 1972.

Alle Infos zu den Bayernligen Nord und Süd

BFV/mspw

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