Header Image - Fußball in Mosambik

Der Mosambikanische Fußball-Verband (Homepage: Federação Moçambicana de Futebol) wurde 1976 gegründet und trat 1980 dem Weltfußballverband FIFA bei. An der Spitze des fünfköpfigen Verbandes mit drei Vize-Präsidenten (Leistungssport, Verwaltung und Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing) und Generalsekretär Filipe Johane steht der Präsident Faizal Sidat.

Die Nationalmannschaft

In der FIFA-Weltrangliste liegt die Mosambikanische Fußball-Nationalmannschaft aktuell auf Platz 98 (Stand: Nov. 2010). Die vom Niederländer Mart Nooij trainierten "Mambas" wurden 2007 von der FIFA zum "Aufsteiger des Jahres" gekürt, denn die mosambikanischen Ballkünstler spielten sich vom 128. zwischenzeitlich sogar auf den 75. Rang vor (Dezember 2007).

Ihr erstes offizielles Länderspiel verloren die "Mambas" 1977 1:2 gegen Tansania. Der höchste Sieg gelang der Nooij-Elf 1980 gegen Lesotho (6:1). Viermal qualifizierten sich die Mosambikaner für die Afrika-Meisterschaften. Bei ihren Teilnahmen 1986, 1996, 1998 und 2010 kamen sie jedoch nicht über die Vorrunde hinaus.

In der Qualifikationsrunde zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zeigte Mosambik gute Leistungen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten besiegten die "Mambas" in den Rückspielen sowohl Madagaskar (3:0) als auch Botsuana (1:0) und trotzten der Elfenbeinküste um Stürmerstar Didier Drogba ein 1:1-Unentschieden ab. Als Gruppenzweiter qualifizierte sich Mosambik damit für die dritte und entscheidende Qualifikationsrunde. Im Kampf um den Gruppensieg und den einen Qualifikationsplatz gelang dem Außenseiter in der Auftaktpartie gegen den haushohen Favoriten aus Nigeria dank einer tollen Abwehrleistung ein torloses Remis (0:0). Am 6. Juni 2009 trat Mosambik zur zweiten Begegnung bei den ebenfalls favorisierten Tunesiern an und verlor mit 0:2. Voller Hoffnung reisten die "Mambas" am 20. Juni 2009 zum Auswärtsspiel nach Kenia, um die letzte Chance im Hinblick auf die WM-Qualifikation zu nutzen, doch auch in Nairobi verlor Mosambik knapp mit 1:2 und damit auch die letzte Hoffnung bei der WM 2010 in Südafrika dabei zu sein. Doch das Team um Trainer Mart Nooij hatte noch das Ziel sich für die Afrikameisterschaften in Angola zu qualifizieren, die  im Januar 2010 stattfand. Hierfür war der dritte Tabellenplatz in der WM-Qualifikationsgruppe nötig. Dank zweier Erfolge, zu Hause gegen Kenia (1:0) und Tunesien (1:0) in den Rückspielen, schafften die "Mambas" den Sprung zur Afrikameisterschaft in Angola - die vierte Qualifakation nach 1986, 1996 und 1998. Gegen  Ägypten, Nigeria und Benin schieden die "Mambas" jedoch in der Vorrunde aus.

Aus der aktuellen Nationalmannschaft spielen drei Akteure in europäischen Ligen. Marinho Martins Mocana läuft für den Schweizer Erstligisten FC Sion auf, Eugenio Fernando Bila spielt in Ungarn bei Kispest-Honved Budapest und Simao trägt das Trikot von Panathinaikos Athen. Die berühmtesten Fußballer mit mosambikanischen Wurzeln sind zweifelsohne Weltstar Eusébio, Europas Fußballer des Jahres 1965 und WM-Dritter mit Portugal 1966, und Mário Coluna, ebenfalls WM-Dritter 1966, Kapitän der Weltauswahl 1967 und Amtsvorgänger des mosambikanischen Verbandspräsidenten Faizal Sidat.

Nationale Wettbewerbe

An der Spitze des mosambikanischen Ligafußballs steht seit 1976 die "Moçambola", die höchste Spielklasse des Landes. 14 Mannschaften treten in Hin- und Rückspielen gegeneinander an und ermitteln den Meister sowie drei Absteiger. Der Titelträger nimmt an der südafrikanischen Champions League teil, der Vizemeister am sogenannten "Confederations Cup". In den letzten Jahren lieferten sich  der Hauptstadtklub Ferroviário de Maputo und Athlético Muçulmano ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Meister 2008 und 2009 wurde schließlich Ferroviário de Maputo. Mit zehn Meisterschaften ist der Klub damit vor Costa do Sol (9) Rekordmeister Mosambiks. Eine Liga tiefer wird in drei regionalen Gruppen (Nord, Zentral, Süd) je ein Aufsteiger gesucht.

Neben der "Moçambola" ist die prestigeträchtige Pokalrunde "Taça de Moçambique" der wichtigste Vereinswettbewerb des Landes. In regionalen Vorrunden qualifizieren sich 16 Mannschaften für die Hauptrunde. Gespielt wird im K.o.-System. Auf den Sieger warten 15.000 Dollar, der Verlierer bekommt immerhin eine Prämie in Höhe von 5000 Dollar.

 
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