
Der bayerische FIFA-Referee Wolfgang Stark (Ergolding) leitet bei der Partie Hamburger SV gegen Borussia Dortmund am Sonntag sein 250. Bundesligaspiel. Der Bankkaufmann hat damit nach dem ehemaligen Weltschiedsrichter Markus Merk (339 Partien) die meisten Spiele in der Fußball-Bundesliga gepfiffen. Dritter mit 247 Bundesliga-Spielen ist DFB-Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel.
"Wolfgang Stark ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Bundesliga. Wer als Schiedsrichter auf 250 Spiele kommt, hat über einen langen Zeitraum auf dem Platz höchste Qualität gezeigt. Er besticht als Referee insbesondere durch seine Geradlinigkeit und Berechenbarkeit", sagte Konzertpianist Fandel am Freitag dem Sport-Informations-Dienst (SID).
Der 42-jährige Stark ist seit 1997 Schiedsrichter in der Bundesliga. Für den Weltverband FIFA pfeift er seit 1999 und wird den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nach seinen Einsätzen bei der WM 2010 in Südafrika auch bei der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine vertreten. 2010 wurde Stark vom DFB auch zum Schiedsrichter des Jahres gewählt.
Seine Stelle als Bankkaufmann hat Stark wegen seiner zahlreichen nationalen und internationalen Einsätze seit einigen Jahren auf 50 Prozent reduziert. In der Diskussion um die Einführung von Profi-Schiedsrichtern in Deutschland hatte Stark deshalb zuletzt auch ein monatliches Grundgehalt gefordert. "Ich habe bei internationalen Lehrgängen häufig mit Kollegen aus England, Frankreich, Italien oder Spanien gesprochen. Sie haben die Möglichkeit, als Vollprofi zu pfeifen. Ein Unterschied zu uns in Deutschland ist, dass manche ein fixes monatliches Grundgehalt bekommen und dazu die Prämien für geleitete Spiele. Ein solches Grundgehalt bräuchten wir auch, dann hätten wir eine gewisse Absicherung und einen ähnlichen Status wie unsere ausländischen Kollegen", sagte Stark.












