
BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, Bezirksvorsitzender Karlheinz Bram, Claudia Schöffel, Stefan Hemmerich und Gruppenspielleiter Peter Kempf.
Beim zweiten "Runden Tisch" des Fußballbezirks Oberfranken durchleuchtete BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher (Waldsassen) anschaulich an Hand von Zahlenmaterial Aufgaben und Ausgaben des Bayerischen Fußball-Verbandes. Innerhalb kurzer Zeit war nach Faltenbachers eindrucksvoller Transparenz, der bei der ersten Veranstaltung erhobene Vorwurf, der Verband sei eine "Melkmaschine", aus der Welt geschaffen. "Der BFV ist die Nummer eins in Deutschland", betonte der Verbandsfunktionär voller Stolz.
Jürgen Faltenbacher verwies auf die Teilnahme von 537 Vereinen am oberfränkischen Spielbetrieb und die daraus entstehenden Kosten. "Pro Verein wären eigentlich im Jahr über 1600 Euro fällig, ein kleiner Club muss rund 335 Euro berappen. Die Differenz von 994 Euro meistert der Verband", unterstrich der Sprecher. "Der BFV muss einen 16-Millionen-Etat schultern, 23 Prozent davon tragen die Vereine, den Rest muss der Verband erwirtschaften", ließ Jürgen Faltenbacher wissen und machte darauf aufmerksam, dass der BFV keine Kopfpauschale, wie anderswo üblich, erhebt. "Das konnte verhindert werden", unterstrich der Redner. Nach diesen eindrucksvollen Informationen aus erster Hand waren die Vereinsfunktionäre von der Arbeit des BFV und den damit verbundenen finanziellen Anforderungen überzeugt.
Jürgen Faltenbacher wies auch den Vorwurf zurück, dass nur die großen Clubs gefördert würden, die Basis aber auf der Strecke bleibe. "Profi- und Amateurverein brauchen sich gegenseitig. Die Bundesliga und die zweite Liga führen von ihren Zuschauereinnahmen zwei bzw. ein Prozent der Einnahmen ab und dieses Geld kommt den Vereinen der niedrigeren Spielklassen zu Gute", klärte Faltenbacher auf. Dass trotz schwieriger Vermarktung des Amateurfußballs 2,5 Millionen Euro eingenommen werden können, sei hilfreich. "Ohne dieses Geld wäre vieles nicht machbar", so der Redner. Die Vereine forderte Jürgen Faltenbacher auf, Ein- und Ausgaben genau zu analysieren. "Der BFV will wissen was seinen Vereinsfunktionären auf den Nägeln brennt. Unsere Clubs sind in Sachen Beitrag, gemessen an ihrem riesigen Angebot und sozialem Engagement, viel zu billig. Der BFV sind wir alle", stellte Faltenbacher klar.
Gruppenspielleiter Peter Kempf konnte zum zweiten "Runden Tisch" das Moderatorenteam Claudia Schöffel und Stefan Hemmerich sowie Bezirksvorsitzenden Karlheinz Bram begrüßen. Unter dem Thema "Wie können sich Vereine auf gesunde Füße stellen", wurde anschließend eifrig diskutiert und nach Lösungen gesucht. Knackpunkte in Sachen Kosten waren in erster Linie Energie, Spielbetrieb, Fahrten, Nachwuchsbereich sowie der Unterhalt von Vereinsheimen und Sportanlagen. In Sachen Energie will man prüfen, ob gemeinsame Beschaffungskosten zu einer Minderung führen. Insgesamt gesehen, wollen die Clubs des Fichtelgebirgsraumes künftig die Kräfte bündeln.
"Absichten sind gut, aber Taten müssen folgen", so Gastgeber Rainer Denndörfer. Er brachte eine "konzentrierte Aktion Fußball im Fichtelgebirge" ins Gespräch und war der Ansicht, dass man damit im Konzert der höherklassigen Teams irgendwann auch eine gute Rolle spielen könne. Der Thiersteiner Fußballenthusiast außerdem: "Der Verband überlässt zu viel dem Zufall, er muss aktiver werden. Vor allem die Jugendarbeit muss vorangetrieben werden. Die Mickymausbeiträge, die derzeit gefordert werden, sind zu niedrig, den Leuten muss klar gemacht werden, was dafür geboten wird!" R.C.
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Von links: BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, Bezirksvorsitzender Karlheinz Bram, Claudia Schöffel, Stefan Hemmerich und Gruppenspielleiter Peter Kempf.
Foto: Cyris
Jürgen Faltenbacher verwies auf die Teilnahme von 537 Vereinen am oberfränkischen Spielbetrieb und die daraus entstehenden Kosten. "Pro Verein wären eigentlich im Jahr über 1600 Euro fällig, ein kleiner Club muss rund 335 Euro berappen. Die Differenz von 994 Euro meistert der Verband", unterstrich der Sprecher. "Der BFV muss einen 16-Millionen-Etat schultern, 23 Prozent davon tragen die Vereine, den Rest muss der Verband erwirtschaften", ließ Jürgen Faltenbacher wissen und machte darauf aufmerksam, dass der BFV keine Kopfpauschale, wie anderswo üblich, erhebt. "Das konnte verhindert werden", unterstrich der Redner. Nach diesen eindrucksvollen Informationen aus erster Hand waren die Vereinsfunktionäre von der Arbeit des BFV und den damit verbundenen finanziellen Anforderungen überzeugt.
Jürgen Faltenbacher wies auch den Vorwurf zurück, dass nur die großen Clubs gefördert würden, die Basis aber auf der Strecke bleibe. "Profi- und Amateurverein brauchen sich gegenseitig. Die Bundesliga und die zweite Liga führen von ihren Zuschauereinnahmen zwei bzw. ein Prozent der Einnahmen ab und dieses Geld kommt den Vereinen der niedrigeren Spielklassen zu Gute", klärte Faltenbacher auf. Dass trotz schwieriger Vermarktung des Amateurfußballs 2,5 Millionen Euro eingenommen werden können, sei hilfreich. "Ohne dieses Geld wäre vieles nicht machbar", so der Redner. Die Vereine forderte Jürgen Faltenbacher auf, Ein- und Ausgaben genau zu analysieren. "Der BFV will wissen was seinen Vereinsfunktionären auf den Nägeln brennt. Unsere Clubs sind in Sachen Beitrag, gemessen an ihrem riesigen Angebot und sozialem Engagement, viel zu billig. Der BFV sind wir alle", stellte Faltenbacher klar.
Gruppenspielleiter Peter Kempf konnte zum zweiten "Runden Tisch" das Moderatorenteam Claudia Schöffel und Stefan Hemmerich sowie Bezirksvorsitzenden Karlheinz Bram begrüßen. Unter dem Thema "Wie können sich Vereine auf gesunde Füße stellen", wurde anschließend eifrig diskutiert und nach Lösungen gesucht. Knackpunkte in Sachen Kosten waren in erster Linie Energie, Spielbetrieb, Fahrten, Nachwuchsbereich sowie der Unterhalt von Vereinsheimen und Sportanlagen. In Sachen Energie will man prüfen, ob gemeinsame Beschaffungskosten zu einer Minderung führen. Insgesamt gesehen, wollen die Clubs des Fichtelgebirgsraumes künftig die Kräfte bündeln.
"Absichten sind gut, aber Taten müssen folgen", so Gastgeber Rainer Denndörfer. Er brachte eine "konzentrierte Aktion Fußball im Fichtelgebirge" ins Gespräch und war der Ansicht, dass man damit im Konzert der höherklassigen Teams irgendwann auch eine gute Rolle spielen könne. Der Thiersteiner Fußballenthusiast außerdem: "Der Verband überlässt zu viel dem Zufall, er muss aktiver werden. Vor allem die Jugendarbeit muss vorangetrieben werden. Die Mickymausbeiträge, die derzeit gefordert werden, sind zu niedrig, den Leuten muss klar gemacht werden, was dafür geboten wird!" R.C.
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Von links: BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, Bezirksvorsitzender Karlheinz Bram, Claudia Schöffel, Stefan Hemmerich und Gruppenspielleiter Peter Kempf.
Foto: Cyris












