Chamer Schiris - Sportlern ohne Fans ? - Grußworte der Ehrengäste



Sowohl als Gruppenangehörige wie auch als Funktionäre sprachen mit Fußballbezirksboss Max Karl, BLSV Bezirkschef Arnold Lindner und Kreisvorsitzender Josef Wocheslander ihre Grußworte. Der Oberpfälzer Schirichef Andreas Allacher und Gruppenobmann Ludwig Held (beide Schwandorf) komplettierten das Feld der Ehrengäste.
"Sportler ohne Fans - so werden die Schiedsrichter hin und wieder betitelt - da ist schon was Wahres dran". Mit diesen Worten eröffnete Obmann Werner Mages die Jahreshauptversammlung der Chamer Schiris. Gerade im Fußball ernten Schiedsrichter für ihre Entscheidungen oftmals gellende Pfiffe, Beschimpfungen, in den schlimmsten Fällen sogar körperliche Gewalt. Fehler sind nicht erlaubt. In Neulingslehrgängen wird versucht, den meist jungen Menschen das theoretische Wissen zu vermitteln. In den ersten Spielleitungen werden die "Neuen" dann von erfahrenen Schiedsrichtern begleitet, die Hilfestellungen geben und kritische Situationen besprechen. "Aber wie verkraftet der junge Mensch auf einmal wütende Zurufe und Proteste von Spielern und Zuschauern. In unserer Gesellschaft wird Heutzutage von jedem erwartet, alles richtig zu machen. Eine Situation in die sich die jungen Leute nicht freiwillig bringen möchten und somit leider andere Aktivitäten bevorzugen", sprach nachdenklich der Chamer Schiri-Chef. Im zurückliegenden Jahr wurde in der Chamer Gruppe ein Neulingslehrgang durchgeführt, den nur fünf Kameraden erfolgreich beendeten. Dem gegenüber stehen auf der anderen Seite elf Personen, die gestrichen wurden. Mages weiter: "Es bleibt zu hoffen, dass die Vereine die Situation erkennen, damit auch in Zukunft der Schiedsrichter als Dienstleister und damit ein Teil des Fußballs bei den Spielen eingeteilt werden kann".
"In unserer gefestigten, selbstbewussten, aber trotzdem harmonischen Gruppe ist es mir wichtig, Verbindungen zwischen Jung und Alt, der Basis und dem Nachwuchs, den Talenten und den Spitzen-Schiedsrichtern zu schaffen und zu vertiefen", gelobte Mages seinen Unparteiischen. Vielfältige gesellige Veranstaltungen, die durch den Gruppenausschuss angeboten werden, finden nicht immer den notwendigen Zuspruch, um das "Vereinsleben" noch mehr in den Vordergrund zu stellen. Der Besuch von Vereinsfesten wird als beleg für ein Miteinander gesehen. "Gemeinsam und fair " mit diesem Slogan begann das Jahr der Veränderungen. Besonderes Augenmerk gilt der Spielklassenreform, die bei den Schiedsrichtern Veränderungen mit sich bringen wird.
Grußworte der Ehrengäste
"Ich freue mich, wenn ich noch die Hälfte der Leute sehe, die ich vor zehn Jahren als Obmann kannte. Besonders die jungen Leute, die die Chamer Führung eingebunden hat, stimmen mich positiv", freute sich Max Karl, gekommen ausnahmsweise nicht als Bezirksvorsitzender, sondern als Chamer Schiri wie er betonte. Er danke für die geleistete Arbeit, für die Einteilung von mehr als 3800 Spielen und die umfangreiche Ausbildungsarbeit. "Die Schiris sind Bestandteil des Fußballs, ohne sie es nicht geht. Die Vereine bekommen nur immer die Spieleleiter zurück, die sie schicken", gab Karl zu bedenken. Ein seltener Gast, weil als BLSV-Bezirksvorsitzender viel beschäftigt, ist der ehemalige Obmann Arnold Lindner (Waldmünchen). Auch er sieht sich wie sein Bezirkskollege Max Karl als Mitglied der Gruppe. "Die Schiedsrichter hatten in letzter Zeit im Spitzenbereich nicht immer die beste Presse", stellte Lindner fest. Diese Kritik gilt es wegzustecken, "sind wir ja nur Einzelkämpfer oder agieren im Trio. Der Kampfsport Fußball braucht aber die Richter - ohne sie geht es nicht". Besonders freut des den Waldmünchner, dass es "die Gruppe es geschafft hat, ein Wir-Gefühl zu entwickeln und beizubehalten, deshalb bin ich froh bei Euch dabei zu sein."
Bezirksschiedsrichterobmann Andreas Allacher (Dachelhofen) findet es eine "tolle Einrichtung" Ehrungen durchzuführen. Jeder Geehrte freut sich über eine Anerkennung. "Warum machen junge Leute Schiedsrichter?", stellte Allacher die Frage. "Weil sie Sportler sind und ihren Beitrag zum Fußball leisten wollen", antwortete er gleich selbst. Nach seiner Ansicht eignet sich die Schiedsrichterei zur sportlichen Betätigung bis ins Alter und bietet die Möglichkeit Spaß und Kameradschaft zu pflegen. Kreisvorsitzender Josef Wocheslander dankte für die enorme Arbeit in der Gruppe. Allein die Spieleeinteilung fordert von den Einteilern viele Stunden. Sehr erfreut zeigte er sich, dass eigentlich alle Spiele mit neutralen Unparteiischen besetzt werden konnten. Ludwig Held, Obmann der Nachbargruppe Schwandorf, brachte die Grüße seiner Gruppe. "Wir sind alle Idealisten, die ihr Hobby mögen", stellte Held fest. Er lobte die gute Mischung aus Jung und Alt, die das Fundament einer Gruppe ist.
Die Ehrungen durch den Verband und Bezirk führten Max Karl und Andreas Allacher durch Beide dankten den eifrigen Unparteiischen für ihren Einsatz. Die gruppeninternen Ehrungen nahm das "Dreigestirn" Werner Mages, Karl-Heinz Späth und Richard Kerscher vor. Ausführliche Berichte unter: www.bfv.de/cms/seiten/16738.html
Ehrentafel Verbandsehrungen
10 - jährige Schiedsrichtertätigkeit:
Silberne SR-Nadel des Bezirks Oberpfalz
Baier Benjamin (SV Schönthal), Gazinski Tobias (SV Bernried), Raab Gregor (SV Atzenzell), Schmidhuber Georg (SV Atzenzell), Späth Tobias (FC Furth im Wald)
15 - jährige Schiedsrichtertätigkeit:
Goldene SR-Nadel des Bezirks Oberpfalz
Engelhardt Ronny (SV Mitterkreith), Irrgang Michael (SSV Schorndorf), Schinabeck Ewald (SG Chambtal), Wittmann Günther (SV Bernried)
20-jährige Schiedsrichtertätigkeit:
Verbandehrennadel für Schiedsrichter in Silber
Fischer Christian (SV Gleißenberg-Lixenried), Nelz Martin (SG Schloßberg 09), Wittmann Markus (ASV Cham)
25 - jährige Schiedsrichtertätigkeit:
Wimpel des Bezirks Oberpfalz
Schwarzfischer Ferdinand (SV Obertrübenbach)
30-jährige Schiedsrichtertätigkeit:
Verbandehrennadel für Schiedsrichter in Gold
Auer Reinhard (SC Michelsneukirchen), Janker Josef (SV Obertrübenbach), Kerscher Richard (FC Wald/Süßenbach), Piendl Max (SC Michelsneukirchen), Späth Karl-Heinz (DJK Arnschwang)
40-jährige Schiedsrichtertätigkeit:
Verbandsehrenmedaille für Schiedsrichter in Silber
Scholz Peter (SpVgg Neukirchen-Balbini), Stocker Hans (TSV Sattelpeilnstein), Wocheslander Josef (FSV Pösing)
Gruppeninterne Ehrungen mit dem Jubiläumskrug der Gruppe Cham
250 Spiele
Koman Marcel (SG Regental), Schwarzfischer Konrad (SpVgg Mitterdorf)
500 Spiele
Greil Rudolf (SV Geigant)
750 Spiele
Dendorfer Dieter (TSV Sattelpeilnstein)
1000 Spiele
Meixensperger Josef (SV Bernried), Nelz Martin (SG Schloßberg 09)
1250 Spiele
Piendl Max (SC Michelsneukirchen), Sonnberger Ernst (SV Gleißenberg-Lixenried)
1400 Spiele
Morigl Willi (FC Ränkam)
1750 Spiele
Helmberger Karl (DJK Beucherling)
2000 Spiele
Weingärtner Hans (SG Regental)
2250 Spiele
Kainz Alfons (FC Wald/Süßenbach)
3250 Spiele
Vogl Martin (DJK Vilzing)












