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Silberne Raute für den SV Roggden

Letzte Aktualisierung: 27. Juni 2012

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Ehrengäste und die Vereinsverantwortlichen bei der Übergabe

Es war für viele Lacher gesorgt am Freitagabend im Roggdener Sportheim. In mühevoller Arbeit hatten die Verantwortlichen eine Präsentation erstellt, die die Geschichte des Vereins erzählte. "Von wegen, ihr habt damals zu siebt und barfuß gespielt", kommentierte der Vorsitzende Richard Käsmayr ein Mannschaftsfoto aus dem Jahr 1972, als der Sportverein den Aufstieg schaffte und gleichzeitig als letzte Mannschaft den Landkreispokal gewann, durch ein 2:0 gegen Altenmünster. Ehrenvorstand Anton Heiß schaute sich die Bilder sehr genau an, und zählte den rund 70 Gästen die abgebildeten Spieler auf. Franz Schott, Ehrenamtsbeauftragter des Bayerischen Fußball Verbandes (BFV) zeigte sich von der Präsentation beeindruckt. "Hier kann man schon sehen, dass der SV Roggden kein normaler Verein ist, sondern ein besonderer", sagte er. Das sah auch Richard Käsmayr so. Er bedankte sich in seiner Rede bei allen ehrenamtlichen Helfern, die "oft mehr Stunden auf dem Sportplatz sind als zu Hause". Ohne solche Leute, die viel Arbeit leisten und mit Herzblut im Verein engagiert sind, wäre es seiner Meinung nach nicht möglich gewesen, nach 2007 zum zweiten Mal die Silberne Raute, den Ehrenamtspreis des BFV, überreicht zu bekommen. "Wir sind ein sehr aktiver und völlig intakter Verein", sagte Käsmayr.

 

120 Jugendliche im Verein - bei rund 400 Einwohnern

Er führte dies auch auf die Arbeit seiner Vorgänger zurück. "Erich Frank war der Kopf unseres Vereins, Anton Heiß die Seele. Die beiden haben zukunftsorientiert gearbeitet", sagte Käsmayr. Ähnlich sah es auch Franz Schott. Er forderte in seiner Ansprache die Verantwortlichen dazu auf, weiter nach dem Leitsatz "Bewahren, was wertvoll ist; verändern, was notwendig ist" zu arbeiten. "Bei 120 Jugendlichen, die im Verein angemeldet sind, und bei knapp 400 Einwohnern in Roggden, kann die Arbeit so verkehrt nicht sein", befand Schott. Man solle den Zusammenhalt und die Gemeinschaft weiter fördern, denn ein Sportverein habe in der heutigen Zeit weit mehr zu leisten als nur den sportlichen Aspekt. "Ein Verein nimmt auch eine unverzichtbare gesellschaftliche und erzieherische Rolle ein." Auch Bürgermeister Willy Lehmeier wurde von Schott in die Pflicht genommen. Er bekam von dem Ehrenamtsbeauftragten einen Ball überreicht, "der nur bei speziellen Anlässen verteilt wird". Dieser solle den Bürgermeister bei einer Anfrage des Sportvereins stets dran erinnern, dass Vereine und gerade das Ehrenamt unterstützt werden sollen. Lehmeier nahm den Ball dankend an, doch Roggdens Vorsitzender Richard Käsmayr stellte sofort klar: "Einen solchen Ball braucht unser Bürgermeister nicht, denn wenn wir was auf dem Herzen haben, hilft er uns sofort!"

Der SV Roggden nutzte den festlichen Abend außerdem noch, um verdiente Mitglieder zu ehren. So wurden der dritte Vorsitzende Johann Kaim, Abteilungsleiter Otto Miller, Kassier Peter Besel und Gebhard Wiedemann für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Umrahmt wurde der Abend vom Klarinetten-Duo Isabella von Zastrow und Klara Käsmayr.


 

 

 
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