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Großer Andrang beim Kreistag Donau/Isar. Mit 232 Vereinsvertretern war das Vereinsheim des FC Schweitenkirchen bis auf den letzten Platz besetzt - ausverkauft. "Fußball spielt bei uns im Kreis nachwievor die tragende Rolle", bestätigte der BLSV-Kreisvorsitzende Florian Weiß in einer von Horst Winkler (BV Oberbayern) moderierten Talkrunde. Gabi Kaindl, 2. Bürgermeisterin der 5000-Einwohner-Gemeinde Schweitenkirchen verriet stolz: "Jeder dritte Gemeindebürger ist Mitglied bei unserem FC." Weitere Talkgäste waren MdB Franz Obermeier und Werner Ross, Präsident des FC Ingolstadt. Beide setzten sich auf dem Podium für eine stärkere Unterstützung der Übungsleiter ein. "Politisch sind die Dinge oft nicht einfach. Wir hätten den Steuerfreibetrag für Übungsleiter schon jetzt gerne verdoppelt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden", erklärte Obermeier.
In einer kurzweiligen Präsentation nahm Gastgeber Horst Kaindl anschließend den Spielkreis genauer unter die Lupe. Der alte und einstimmig wiedergewählte neue Kreisspielleiter ließ die vergangenen vier Jahre Revue passieren und hob dabei besonders die hervorragende Kooperation von Schulen und Vereinen im Kreis Donau/Isar hervor. Höhepunkte der letzten Periode seien auch der DVAG Ü40-Cup, der Bau von deutschlandweit 1000 Minispielfeldern sowie die Meisterehrungen im Kreis und Bezirk gewesen. Für herausragende Verdienste in der Jugendarbeit wurde Josef Schmid zum Ehrenjugendspielgruppenleiter ernannt. Zudem verabschiedete Kreisspielleiter Horst Kaindl den langjährigen Beisitzer des Kreissportgerichts, Wilhelm Schiessl.
"Ich wünsche mir überall im Land "Runde Tische", "Stammtische", an denen Vereinsvertreter, Aktive, Schiedsrichter, Trainer und Verbandsfunktionäre nach Ideen und Vorschlägen zur Stärkung des Amateurfußballs in den vor uns liegenden schwierigen Jahren suchen. Schaffen wir überall in unseren Fußballkreisen Gesprächsforen und gestalten wir so gemeinsam die Zukunft des Amateurfußballs mit. Eure Meinung ist gefragt. Auch heute hier auf dem Kreistag in Schweitenkirchen!" betonte BFV-Präsident Dr. Rainer Koch in seinem flammenden Plädoyer für den Amateurfußball. Auch im Kreis Donau/Isar konnten die 232 Vertreter der Vereine ihre Einschätzung zu fünf deutschlandweit diskutierten Ideen im Spielbetrieb abgeben. Das Rückwechseln im Herrenspielbetrieb traf mehrheitlich auf Zustimmung. Play-Off-System, Zusatzpunkt nach Hin-und Rückspiel für den Gesamtsieger wie im Europacup und verminderte Spielerzahlen lehnten ein Großteil der Vereine ab. Beim Zweitspielrecht für Berufspendler oder Studenten stimmten 73 Vereinsvertreter dafür und 133 dagegen.
Einig waren sich alle bei den Neuwahlen der Kreisspitze. Neben KSL Horst Kaindl wurden auch der Kreisjugendleiter Johann Huber und die Frauen- und Mädchenbeauftragte Birgit Schwaiger in ihren Ämtern einstimmig wiedergewählt.
"Wenden Sie sich an uns, sprechen Sie uns an, wann immer es Probleme gibt oder Sie etwas auf dem Herzen haben. Gemeinsam sind wir ein Team", gab Kaindl den Vereinen mit auf den Weg, ehe er den Kreistag mit einem traditionellen Fußballgruß beendete: "Hipp, hipp, hurra!"