Header Image - 2010

Basis in Westschwaben ist gegeben

Letzte Aktualisierung: 9. März 2010


Von links: Volker Wedel, Dr. Rainer Koch, SRO Wolfgang Glaser, Fritz Negele, Horst Vogel, Xaver Erdle und Karlheinz Peukert.

Viel Zeit hatte der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) mit nach Breitenthal gebracht. 75 Minuten lang referierte Dr. Rainer Koch am Montagabend vor 140 Unparteiischen und Vereinsvertretern aus der Region. Anschließend verriet er, wie er die Arbeit der Gruppe West beurteilt. Hauptinhalt seines Vortrags war das Verhältnis zwischen Schiedsrichtern und Sportgerichten. Weil beide mit zu den zentralen Säulen im Verband zählen, wählte Dr. Koch dieses Thema. Schiedsrichter und Sportgerichte arbeiten an der gleichen Thematik und er arbeite daran, dass sie sich noch besser verstehen. Er selbst kennt ja beide Seiten. Im Zivilberuf ist er Strafrichter und beim DFB Vizepräsident für Rechts- und Satzungsfragen. Schon im Sommer 1975 legte er seine Schiedsrichterprüfung ab und leitete dann mehr als 1000 Spiele als Schiedsrichter, daher sei er mit dem Herzen immer noch voll bei den Schiedsrichtern.

Es macht ihm immer noch Spaß, die Basis zu besuchen. Er kenne kaum eine andere Position, wie die des BFV-Präsidenten, bei der man direkt mit dem Profifußball verbunden und gleichzeitig ganz nah bei den Menschen in den Amateurvereinen ist. Der Puls des Fußballs schlägt an der Basis und deshalb gehe er jedes Jahr zu vier oder fünf Schiedsrichtergruppen und auch zu allen 24 Kreistagen. Dort bekommt er dann direkt mit, wie es vor Ort ausschaut. In der Gruppe Westschwaben schaut es zum Beispiel so aus, dass es nur ganz wenige Schiedsrichterinnen gibt. Er betont immer wieder, dass es im Interesse der Vereine liegen müsse, daran etwas zu ändern. Der Mädchen- und Frauenfußball ist einer der ganz wenigen Wachstumsbereiche, die es im Fußball noch gibt. Gleichzeitig werden viele Vereine in den nächsten Jahren ums Überleben kämpfen müssen. Da liegt es auf der Hand, dass sich die Vereinsvertreter Gedanken machen müssen, wie man als Verein überleben kann. Mit vier Buben in einer Junioren-Altersgruppe jedenfalls - so habe er das zum Beispiel anlässlich seines Besuchs beim SV Kleinbeuren vor einiger Zeit, aber auch andernorts in Bayern, erlebt - werde man das nicht schaffen. Und genau dasselbe gilt natürlich für das Schiedsrichterwesen.

Was den Interessenten für eine Schiedsrichter-Laufbahn in der Region seit Jahren fehlt, ist ein echtes Aushängeschild, ein Referee, der Spiele im Profibereich leitet. Das Engagement der Gruppenleitung ist dabei in den seltensten Fällen ausschlaggebend, so Dr. Koch. Da gehört auch ein bisschen Glück dazu. Die Basis hier in Westschwaben ist auf jeden Fall gegeben, eine funktionierende Gruppe mit regelmäßigen Neulingskursen, stellte er fest.

Schiedsrichtergruppe Westschwaben würdigt Führungspersönlichkeiten

Für ihre langjährigen Verdienste um das Schiedsrichterwesen haben Horst Vogel (Krumbach), Xaver Erdle (Ichenhausen) und Fritz Negele (Oberbleichen) hochgradige Auszeichnungen erhalten. Die Urkunden überreichte BFV-Präsident Dr. Rainer Koch, der auf Einladung von Horst Vogel zur Monatsversammlung der Gruppe Westschwaben ins Sportheim der DJK Breitenthal gekommen war. Der Fußball-Bezirk Schwaben, vertreten durch seinen Vorsitzenden Volker Wedel und das Mitglied im Bezirks-Schiedsrichterausschuss, Karlheinz Peukert, überreichte die Urkunden vor den anwesenden Schiedsrichtern und Vereinsvertretern an Vogel (er war zwölf Jahre Obmann der Schiedsrichtergruppe) und Erdle (er ist seit 16 Jahren stellvertretender Obmann in Westschwaben). Für die Gruppe West ernannte der seit Januar amtierende neue Obmann Wolfgang Glaser seinen Vorgänger Horst Vogel zum Ehrenobmann und Fritz Negele zum Ehrenmitglied.